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E-Shopping im Internet
Stand: 2012-01-27
Produktsuche
und Preisvergleich
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Endlich hat Ihr alter sperriger Röhrenfernseher den Geist
aufgegeben. Ein willkommener Anlass, sich den lang ersehnten modernen LCD-Fernseher
zu kaufen.
Sie beginnen mit dem Studium der Fernseher-Angebote in den zahlreichen
Prospekt-Beilagen der Tageszeitung. Kurze Zeit später sind Sie auch
schon frustriert:
Überall wimmelt es von Fachbegriffen, von denen Sie nicht mal
die Hälfte kennen:
"100 Hz Technik", "DVB-C", "DVB-S", "DVB-T", HDMI, "LED-Backlight" |
| Tipp 1:: |
Fachchinesisch? Suchen Sie nach möglichst neutralen Begriffserklärungen
z.B. über Google indem Sie dem gesuchten Begriff ein "define:"
vorstellen
Alternativ direkt im Online-Lexikon Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/
(Stand 2010-01)
Probieren Sie es selber einmal mit Begriffen, die Sie in Prospekten
finden. |
Tipp 2;
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Wertvoll ist dieser Ratgeber, der
Ihnen hilft, die richtige Kaufentscheidung zu treffen.
In unserem Beispiel würde man nach "LCD-Fernseher" suchen.
Was haben Sie sich zuletzt gekauft?
Digitalkamera? DVD-Player? Fahrrad? Handy? Waschmaschine?
Hätten Sie hier wertvolle Tipps und Infos gefunden? Probieren
Sie es!
http://www.konsumo.de/ (Stand
2010-03) |
Wenn Sie sich so genügend schlau gemacht haben, wissen Sie z.B.
dass Full-HD" besser als nur "HD-ready" ist.
Eventuell haben Sie auch die Erklärung für den verbraucherverwirrenden
Begriff "LED-TV" gefunden. Hier wird das Bild nicht mit Hilfe von farbigen
Leuchtdioden (LED) erzeugt, wie man meinen könnte. Gemeint ist hier
"nur", dass LED statt Leuchtstoffröhren für die Hintergrundbeleuchtung
eingesetzt werden. Diese sind allerdings langlebiger, energiesparsamer
und das Bild ist kontrastreicher.
Sie sind aber immer noch frustriert, denn die Vielzahl der Angebote
erschlägt Sie.
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Wie soll man sich hier durcharbeiten? |
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Wer sagt mir, dass der "Geiz-ist-geil-Preis" tatsächlich der günstigste
ist? |
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Wie sind die Maße des Gerätes?
Der Wohnzimmerschrank bietet nur Platz für ein 120cm breites und
80cm hohes Gerät. |
| Tipp 3:: |
Nutzen Sie spezielle Preis- bzw. Produkt-Suchmaschinen.
Mein Favorit ist http://www.idealo.de/
(Stand 2010-01).
Für unser Beispiel müssen wir in der Rubrik "TV, Video, DVD/
TFT/LCD-Fernseher" suchen.
Nach Ihrem Studium der technischen Begriffe sind Sie jetzt in der Lage,
die hilfreiche Funktion "erweiterte Suche" zu nutzen.
Sie können gezielt einige Filter vorgeben.
Ihr Wunschgerät soll "Full HD"-fähig sein, dafür gleich
mehrere HDMI-Anschlüsse haben, um die hochauflösenden Bilder
Ihres neuen DVD-Player oder Kamera darstellen zu können. Auch einen
PC-Eingang soll er haben, um ein Video-Spiel auf einem Riesen-Monitor spielen
zu können. Damit Sie dabei keinen stören, soll auch ein Kopfhöreranschluss
vorhanden sein.
Außerdem sollen LED statt Leuchtstoffröhren für die
Hintergrundbeleuchtung verwendet werden, deshalb die Wahl "LED-Backlight".
Die Bildschirmgröße soll 46 Zoll (wird diagonal gemessen,
46 Zoll = 46*2,54cm = 117 cm)
Die angebebene Preisspanne bezieht sich auf die Angebote von Online-Shops
im (deutschen) Internet.
Damit lässt sich schnell klären, ob des "Super-Hammer-Angebot"
aus den Prospekten seinen Namen verdient hat.
Pro Treffer können Sie für jedes Gerät mit einem Klick auf
die Bezeichnung die Detailbeschreibung aufrufen.
So scheidet in unserem Beispiel das Sony-Gerät aus, da es mit 125,9 cm
zu breit für den Wohnzimmerschrank ist!
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Gutscheine und Rabatte
Wer Glück hat, kann eventuell noch günstiger an das Ersehnte
kommen, als man es bei den Preissuchmaschinen findet.
Viele Online-Shops werben mit Angeboten Aktionen, Gutscheinen oder
Sonderverkäufen.
Mal wird der Ersteinkauf mit einer Prämie belohnt, mal wird auf
ein bestimmtes Produkt ein Preisnachlass gewährt, auf den Gesamteinkauf
ein Rabatt gegeben oder es entfallen die Versandkosten.
Es gibt sogar spezielle Internet-Angebot, die Ihnen bei der Gutschein-Suche
helfen. Suchen Sie mal, bevor Sie sich ärgern zu viel gezahlt zu haben!
Ein Beispiel wäre:
http://www.topgutscheincode.de/
[Stand 2011-08] |
| Tipp 4: |
Wenn Sie bereits Kunde bei Amazon sind oder bei eBay
registriert sind,
kontrollieren Sie, was Ihr Favorit hier kostet. Das hätte den
Vorteil, dass Sie nicht bei einem neuen Lieferanten als Kunde anmelden
müssen.
Im Beispiel ist Ihnen das 1. Gerät zu groß, das 2. ist noch
ohne Testergebnisse und das 4. ist zu teuer.
D.h.Ihr Favorit ist das Toshiba-Modell ...
... das hier über 150 € teurer ist
und bei eBbay neu als Sofort-Kauf sogar 300,- € teuer ist als das
günstigste von Idealo gefundene Angebot.
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Kaufen im Internet-Shop oder
im "richtigen" Geschäft?
Ein Internet-Shop kann Ihnen oft einen günstigeren Preis
bieten, weil er kein Ladenlokal unterhalten muss. Er kommt mit einem Lager
aus oder lässt sogar direkt vom Hersteller an den Endkunden liefern.
Er bekommt eventuell auch bessere Konditionen, da seine Abnahmemenge höher
ist als bei einem Händler vor Ort. Seine Kunden beliefert er landesweit
per Post oder Paketdiensten. Seine Beratungsleistung beschränkt sich
in der Regel auf die Produktinformationen, die er auf seinen Internetseiten
bietet.
Beim Händler vor Ort können sie die Ware anschauen,
anfassen, vergleichen oder ausprobieren. Sie bekommen eine bessere Beratung
und Service. Er kann Ihnen Geräte ins Haus liefern, kann sie montieren
und in Betrieb nehmen. Eventuell holt er Altgeräte umsonst mit und
entsorgt sie. Ein Reparaturservice kann ein Gerät schnell reparieren.
Für die Reparaturzeit wird vielleicht ein Ersatzgerät bereitgestellt.
Bei ihm kann man etwas direkt kaufen und mitnehmen. Man muss nicht
warten bis die Überweisung angekommen ist und nach Tagen endlich das
Bestellte per Paket zu Hause ankommt.
Übrigens:
Der lokale Händler hat sehr schnell raus, wenn Sie seine Beratung
in Anspruch nehmen und eigentlich schon vorher entschlossen sind, über
das Internet zu bestellen. Sie sollten dafür Verständnis haben,
wenn etwas reserviert reagieren sollte. |
Bezahlen im Internet
Wenn Sie sich für den Kauf in einem Internet-Shops entschieden
haben, legen Sie dort den Artikel in den Warenkorb.
Dann klicken Sie sich zur Kasse des Internet-Shop vor. Dort müssen
Sie sich für die Art der Bezahlung entscheiden.
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Banküberweisung (Vorkasse)
Sie überweisen den Rechnungsbetrag (eventuell über Online-Banking)
auf das Konto des Internet-Shop-Anbieters.
Die notwendigen Daten zur Überweisung (Kontoinhaber, Kontonummer,
Bankleitzahl, Bestellnummer etc.) erhalten Sie vom Internet-Shop-Anbieter
per E-Mail.
Wenn der Betrag dort eintrifft, wird das Bestellte versendet.
Bei dieser Form der Bezahlung räumt der Besteller dem Online-Shop
einen Vertrauensvorschuss ein. |
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Sofortüberweisung
über ein onlinefähiges Bankkonto,
Detail siehe unter https://www.payment-network.com/index.php
(Stand 2010-01) |
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Nachname
Sie zahlen den Rechnungsbetrag beim Fahrer des Paketdienstes.
Zu den Versandkosten kommt noch die Nachnahmegebühr bzw. eine
Servicegebühr.
Damit ist die Form der Bezahlung die teuerste. |
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Kreditkarte
Wenn Sie diesen Weg wählen, stellen Sie sicher, dass Ihre Kreditkartendaten
nur über eine
verschlüsselte Verbindung übertragen werden. |
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PayPal
Dieses System ist für den Besteller (der die Ware haben will)
als auch für den Lieferant (der das Geld haben will) besonders sicher.
Beide müssen aber bei diesem Online-Bezahlsystem registriert sein.
Details unter https://www.paypal-deutschland.de/
(Stand 2010-01) |
Übrigens:
Bei Internetbestellungen können Sie die Ware ohne Angabe von Gründen
innerhalb von 14 Tagen zurückgeben.
E-Shopping
aus Kundensicht
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E-Shopping ist eine schnelle und bequeme Art
einzukaufen. Es fällt kein Porto für die Bestellung an. Sie landet
direkt im Computer des Anbieters und muss nicht erst noch eingegeben werden.
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E-Shopping ist weniger fehleranfällig
als Bestellungen über Fax- oder Post, da z.B. Bestellnummern geprüft
werden können.
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Viele Anbieter haben interessante Service-Angebote.
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Wenn mehrere Anbieter für gleichartige Produkte vertreten sind, können
Produktdaten und Preise verglichen werden.
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Auch für gebrauchte Artikel, die in der Regel billiger sind als Neuware,
gibt es mehrere Anbieter.
E-Shopping
aus Anbietersicht
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E-Shopping ist ein Vertriebskanal, der sehr kostengünstig
ist. Der Aufwand, seine Produkte über Kataloge anzubieten, ist wesentlich
höher (Katalog erstellen, drucken, versenden - und das z.B. alle Jahre
wieder). Neue Produkte, Preisänderungen, Angebote saisonspezifischer
Waren, Sonderangebote und Layoutänderungen lassen sich zeitnah und
preiswert durchführen. Damit ist das Angebot ständig aktuell,
während der Katalog schon veraltet ist.
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Sowohl für einen Spezialversand mit einer kleinen Auswahl als auch
für Großversender mit mehreren Tausend Artikeln stellt es eine
Alternative dar.
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Es gibt viele reelle Shops, die zusätzlich einen Shop im Internet betreiben.
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Es ist nicht so, dass etwa pro Produkt eine gesonderte Seite existiert.
Vielmehr sorgt ein E-Shop-System dafür,
dass gemäß der Suchabfrage des Kunden entsprechende
HTML-Seiten
aus Datenbanken generiert und auf den Rechner des Kunden übertragen
werden. Auch eine Anbindung an das Warenwirtschaftssystem ist möglich.
Der Kunde kann so Auskunft über die Lieferfähigkeit erhalten.
Tipps
für potenzielle Anbieter
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Bevor man sich ernsthaft Gedanken macht, ein Shopping-System einzusetzen,
sollte überprüft werden, ob sich die Mehrheit der potenziellen
Kunden auch über das Internet erreichen lässt bzw. bereit sind, die Produkte über das Internet zu bestellen.
Artikel, die es "im Laden um die Ecke" zu ähnlichen Preisen gibt, sind nicht geeignet.
Anders sieht dies bei einem Spezialversand mit breiten Angebot aus.
Beispiele wären "Yacht- & Bootszubehör", "Tauchsport", "Modellbau", "Alles für den Hausbrauer",
... und sogar
Gebrauchte Mähdrescher:
http://de.tec24.com/c-20100/maehdrescher.html
[Stand 2012-01] Jeder sollte einen haben!
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Die Homepage sollte ein Blickfang sein und das Interesse des potenziellen
Kunden wecken.
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Das Unternehmen muss sich kompetent und vertrauenswürdig präsentieren.
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Das Angebot muss attraktiv sein. Kommt Langeweile auf, klickt sich der
potenzielle Kunde schnell wieder woanders hin. Wichtig ist, die Produkte
übersichtlich anzubieten und einfache, aber effektive Suchmöglichkeiten
(eventuell mehrere Methoden) zu bieten.
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Kunden kaufen gerne dort, wo guter Service geboten wird. Eine Vielzahl
von Serviceangeboten ist möglich. Sie müssen nicht immer etwas
mit der angebotenen Produktpalette zu tun haben: ausführliche Produktinformationen,
Tipps&Tricks, virtuelle Einkaufsberater, Sonderangebote, Finanzkauf,
persönliche Ansprache, Newsletter,
E-Zines,
Kundenbefragungen, Software-Download, Online-Spiele, Gewinnspiele, aktuelle
Veranstaltungskalender, Lexika und Glossare zu dem angebotenen Produkt-
oder Dienstleistungsspektrum. Das Angebot lässt sich, je nach Zielgruppe,
auch mehrsprachig gestalten.
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Sobald das eigene Shopping-System läuft, muss man dies im Internet
kundtun: Anmelden in Suchmaschinen,
Internet- und Branchenverzeichnissen. Weitere Besucher bzw. Kunden bringen
andere Web-Seiten mit Links auf das eigene Angebot. Auch das Schalten von
Banner-Werbung
ist eine mögliche Internet-Marketingstrategie. Hier können zum
herkömmlichen Katalogversand zusätzliche Kunden erreicht werden.
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Eine gegenseitige Vertrauensbasis muss aufgebaut werden:
Das Vertrauen des Kunden, dass Bestellungen auch wirklich ankommen
und vertrauliche Daten geschützt sind.
Das Vertrauen des Anbieters, dass die Bezahlung gewährleistet
ist.
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Der Missbrauch von Online-Bestellungen ist nicht höher als über
den Fax- oder Postweg (Gemein wäre z.B. "Dem Nachbarn ein Beate-Uhse-Überraschungspaket
zu bestellen, um zu testen, wie tolerant seine Frau ist!").
© Bernd Zimmermann 1997-2012 |