Glossar E
Stand: 2010-04-20
E-Accessability
Bedeutet "Verbesserung des Zugangs von Menschen mit Behinderungen zur
Wissensgesellschaft". Barrierefreiheit ist nur dann als gegeben, wenn "behinderte
Menschen ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde
Hilfe Systeme der Informationsverarbeitung nutzen können".
E-Advising
Elektronische Beratung, z.B. Online-Beratung in Recht- und Steuerfragen
oder für Existenzgründer. Als Medien eignen sich E-Mail,
Telefon (Call-Center) oder elektronische
Konferenzsysteme, siehe Kurs-Seite "Internet-Konferenz".
E-Auction
Elektronische Form einer Auktion. Ein Anbieter
bietet sein Produkt auf einer E-Business-Plattform
zur Versteigerung an. Interessenten können dann, innerhalb eines definierten
Zeitraumes, ihre Angebote abgeben. Letztlich erhält der Höchstbietende
den Zuschlag. Man spricht auf von einer one-to-more
Beziehung eines Anbieters zu mehreren Kunden.
Bei einer "umgekehrten Auktion" erhält der mit dem günstigsten
Angebot den Zuschlag, wie es bei Ausschreibungen (siehe E-Submission)
der Fall ist.
E-Bonding
Maßnahmen mit Hilfe von elektronischen Mitteln bzw. Medien zur
Herstellung, Erhaltung und Verbesserung der Kundenbindung.
Z.B. durch gute (meist kostenlose) Serviceangebote und Dienste zum
Vorteil des Kunden (siehe Win-Win-Verhältnis).
E-Book
Das Rocket eBook™ der Firma NuvoMedia (siehe Abbildung) ist ein elektronisches
Buch. Mit Hilfe dieses Spezial-Computers kann man in der Version mit 16
MB
Speicher circa 45 Taschenbüchern mit je 400 Seiten oder 18.000 Seiten
eigene Dokumente platzsparend speichern und mitnehmen. Diese Menge in der
Papierversion würden einige Kilo auf die Waage bringen. Geblättert
wird per Knopfdruck. Das Display ist beleuchtet, man kann also auch im
Dunkeln lesen (solange Batterie bzw. Akku durchhalten). Auch eine Volltextsuche
wird geboten.
Das "Futter" für eBooks liefern mehrere Verlage mit elektronischen
Ausgaben ihrer Buchtitel. Das elektronische Buch kostet logischerweise
etwas weniger als die gedruckte Ausgabe, da Lager- und Druckkosten entfallen.
Neben kostenpflichtigen Titeln stehen auch freie Titel zur Verfügung.
Kritiker wünschen sich einen verbindlichen Standard für E-Books
(Open-E-Book-Standard), damit auch andere Anbieter solche Produkte anbieten
können.
Beispiel für einen deutschensprachigen eBook-Händler: http://www.ciando.com/
(Stand 2005-10) |
Rocket eBook™ Pro |
E-Business
Unter E-Business versteht man alle Formen der elektronischen Geschäftsabwicklung.
Dazu gehören z.B. der elektronische Handel (E-Commerce)
mit seinen mobilen Varianten (M-Business),
E-Consulting,
E-Publishing,
Telebanking,
Teleshopping
usw. Dabei ist das Internet das Hauptmedium. Aber auch über firmeninterne
oder "nicht-Internet"-Netze von z.B. Behörden bzw. Banken und drahtlose
Kommunikationsformen (SMS) können auf
elektronischem Weg Geschäfte abgewickelt werden.
E-Cash
E-Cash steht für Elektronic-Cash. Viele
Firmen arbeiten daran, den Geldverkehr im Internet durch Verschlüsselungsverfahren
hackerfest zu machen. Das Verfahren macht die eingetippten Daten (z.B.
Kreditkartennummern) im Netz unlesbar für Unbefugte. Siehe auch SET
bzw. Kurs-Seiten "E-Shopping im Internet"
und "E-Business / E-Commerce".
E-Catalog
elektronische Kataloge, um Informationen von
Produkten und Dienstleistungen an Kunden oder Geschäftspartner weiterzugeben.
Dies kann eine relativ simple webgerechte Umsetzung eines "Papier-Katalogs"
sein. Auch der Austausch bzw. der Abgleich von Katalogdaten zwischen Hersteller
und Abnehmer sind möglich. Damit kann der Aufwand für Einkauf
und Beschaffung (E-Procurement) in
Unternehmen reduziert werden.
Ein elektronischer Katalog ist meist Bestandteil eines elektronischen
Shopping-Systems, siehe E-Shops und Kurs-Seite
"E-Shopping im Internet". Es gibt aber auch
Firmen die "nur" den Katalog ohne online-Bestellmöglichkeit ins Netz
stellen.
Siehe auch Formate zum Austausch von Katalogdaten wie BMECat,
cXML
und xCBL.
E-Commerce
Unter E-Commerce (gesprochen "ieh-kommörs") versteht man alle
Formen von elektronischer Vermarktung und den Handel von Waren und Dienstleistungen
über elektronische Medien wie das Internet. E-Commerce ist eine "Untermenge"
des E-Business. Siehe auch V-Commerce,
E-Consulting,
E-Publishing,
Telebanking
und Teleshopping bzw. die Kurs-Seite
"E-Business / E-Commerce". Neben dem Internet
können E-Commerce-Transaktionen auch über firmeninterne oder
"nicht-Internet"-Netze von z.B. Behörden und Banken abgewickelt werden.
Praxisnahe Informationen zum Thema bietet Ihnen das deutsche Forum
"Electronic Commerce InfoNet" (ECIN) unter http://www.ecin.de/
(Stand 2005-10).
E-Consulting
E-Consulting ist ein Sammelbegriff für alle elektronischen Beratungsdienstleistungen.
So können z.B. die Anfragen eines Kunden von einem Fachmann per E-Mail
beantwortet werden. Auch (kostenplichtige) Auskunftsysteme, Nachrichtendienste,
Auswertungen im Internet sind denkbar. Siehe auch Kurs-Seite "E-Business
/ E-Commerce".
E-Culture
Auf das E-Business ausgerichtete
Unternehmensphilosophie inklusive der nötigen Maßnahmen zur
Neuausrichtung, Motivierung und Know-how-Aufbau.
E-Education
Unter E-Education versteht man alle Formen von elektronischen bzw.
elektronisch gestützten Bildungsangeboten.
Zielgruppen sind Schüler, Eltern, Studenten, Lehrkräfte und
auch Forschungseinrichtungen.
Das Internet ist dafür eine ideale Plattform: Zeitliche und räumliche
Grenzen fallen weg, sogar ein interkultureller bzw. internationaler Austausch
ist möglich.
Auch die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wollen hier zusammenarbeiten:
Bildungstechnologien aufeinander abstimmen, Erfahrungen austauschen und
die neuen Kommunikationsmittel ausnutzen.
Bildungsserver von deutschsprachigen Ländern:
Beispiele von Initiativen:
Schulen an Netz: http://www.san-ev.de/
Lehrer-Online: http://www.lehrer-online.de/
(Stand 2005-10) |
E-Government
steht für "Electronic Government", d.h.
die Abwicklung von staatlichen Verwaltungsakten und Dienstleistungen mit
elektronischen Mitteln. Siehe Kurs-Seite "E-Government".
E-Intermediary
Gemeint ist der Zwischenhandel oder die Vermittlung mit elektronischen
Mitteln. Bei dieser Form des E-Business
kann der Vermittler dem potenziellen Käufer bei der Auswahl aus einer
Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen des Marktes behilflich sein,
oder für Verkäufer und Anbieter Marktanalysen erstellen und Abnehmer
finden.
E-Learning
steht für "Electronic Learning". Als Beispiel
ein mögliches Szenario:
Ein Referent ist über das Internet - oder
andere Netzwerkverbindungen - mit einem oder auch mehreren Lehrgangsteilnehmern
verbunden, die alle an einem (oder mehreren) anderen Ort sitzen (können).
Der Referent kann mit elektronischer Hilfe Unterrichts-Folien auflegen,
auf eine Tafel skizzieren, Videos einblenden, den Teilnehmern über
die Schulter (sprich auf ihren Bildschirm) schauen und auch selber eingreifen
(Application-Sharing), wenn
einer Hilfe benötigt. Referent und Teilnehmer können in Bild
und Ton untereinander kommunizieren (Videokonferenz).
Auf diese Art und Weise lassen sich Reise- und Unterbringungskosten sowie
Ausfallzeiten reduzieren. Siehe auch Kurs-Seite "Internet-Konferenz".
E-Mail
ist die Kurzform von "Electronic Mail" (elektronische
Post). Im Lexikon heißt es übrigens die E-Mail.
E-Mail ist eine Form von persönlicher Nachrichtenübermittlung
zwischen zwei oder mehr Computerbenutzern über ein Netzwerk. Der Vorteil
gegenüber der gelben Post (Online-Deutsch: "Snail Mail" für Schnecken-Post)
liegt auf der Hand: E-Briefe sind billiger und schneller als ihre Papier-Pendants.
Außerdem können zu dem Text auch Dateien mitübertragen
werden. Vergleiche hierzu den Artikel
an eine Newsgroup.
E-Mall
steht für "Electronic Mall". In der Welt
des E-Commerce handelt
es
sich um einen elektronischen Marktplatz bzw. Einkaufszentrum mit mehreren
E-Shops
von unterschiedlichen Anbietern und einer breiten Palette unterschiedlicher
Produkte und Dienste (horizontaler Marktplatz).
Ein Beispiel wäre http://www.shopping24.de/
(Stand 2005-10).
E-Marketing
Darunter versteht man alle Formen von elektronischen
(oft internetgestützten) Marketingmaßnahmen. Beispiele wären
Bannerwerbung,
Computerspiele ("Moorhuhnschießen"), Werbe-E-Mails
(Spam),
Mailinglisten,
Newsletter,
Newsticker,
E-Zines.
Besonders beliebt sind kostenlose Internetdienste wie Routenplaner, Telefontarifrechner,
Mailing-Dienste (Unified-Messaging),
Webspace für die eigene Homepage etc. Siehe
auch Kurs-Seite "E-Business / E-Commerce".
E-Market oder E-Marketplace
Ein elektronischer, virtueller Marktplatz des
E-Business
mit Transaktionen (Handel: Kauf und Verkauf), Informationen (über
Produkte und Dienstleistungen) und Kommunikation (zwischen Anbieter und
Abnehmer). Siehe auch unter E-Mall.
Man unterscheidet horizontale Marktplätze, die branchenübergreifend
sind, während vertikale Marktplätze auf spezielle Branchen ausgerichtet
sind.
E-Payment
Alle Systeme und Verfahren, um auf elektronischem Wege zu zahlen. Von
einer Vielzahl vorgestellter Systeme hat sich noch keines so richtig durchsetzen
können. Gute Chancen hätte HBCI
(Details auf Kurs-Seite "Homebanking/Onlinebanking"). Mal
sehen, wie lange es dauert, bis es ein System gibt, das zum Bezahlen in
E-Shops
so verbreitet ist, wie die Möglichkeit mit der EC-Karte in "richtigen"
Geschäften bargeldlos zu zahlen. Siehe auch
Kurs-Seite "E-Business / E-Commerce".
E-Procurement
Alle elektronischen Formen des Einkaufs und der
Beschaffung in Unternehmen, z.B. durch den Einsatz von elektronischen Katalogen
mit Produkten und Dienstleistungen (E-Catalog).
E-Publishing
Alle Formen, die es ermöglichen, auf
elektronischem Wege Inhalte zu veröffentlichen und zu verteilen. Beispiele:
E-Mail,
E-Zine,
Fax(abruf), Newsletter,
Web-Seiten.
Die verbreitetste Form, Dokumente wie z.B. Handbücher im Internet
zu veröffentlichen, ist das PDF-Format.
Solche Dokumente sind auf vielen Internet-Seiten abrufbar .
E-Rumor
"rumor": englisch für "Gerücht". Ein Gerücht, das sich
besonders schnell elektronisch verbreitet.
Bewusste oder unbewusste Falschmeldungen verbreiten sich im Internet
besonders schnell.
Dies kann über eine Web-Seite,
E-Mail,
Newsletter
oder Newsgroups geschehen. Siehe auch
Kurs-Seite "Original und Fälschung".
E-Security
Alle elekronischen Maßnahmen die der Informations-Sicherheit
(IS) dienen.
 |
Aufspüren, Erkennen und Beseitigen von Computer-Viren, |
 |
Schutz der Daten vor Verlust, Manipulation und dem Zugriff von Unbefugten, |
 |
Gewährleisten der Verfügbarkeit: von Soft- und Hardware (Backup,
parallele Server und Leitungen), |
 |
Vertraulichkeit: z.B. bei Bankgeschäften, |
 |
Integrität (nicht dass in "DM" überwiesen wird und in "Euro"
abgebucht wird), |
 |
Authentizität: damit
keiner unter einer fremden Identität E-Mails versendet, Überweisungen
ausführt oder "online" bestellt. |
E-Service
Alle Formen, die es ermöglichen, auf elektronischem Wege den Service
zu verbessern. Beispiele wären:
 |
Banken: interaktive Finanzdienstleistungen |
 |
Versicherungen: interaktive Beratungsangebot, um unterschiedliche Tarife
"durchzuspielen" |
 |
Call-Center: zusätzliche
Beratungsformen durch Nutzen von Internetdiensten, wie gemeinsames Web-Browsing,
Videokonferenz, Online-Chats, E-Mail |
 |
Marketing: Verbesserte Produkt- und Leistungsinformationen. Z.B. ein
"Car-Konfigurator" eines Autoherstellers, mit dessen Hilfe man sich sein
Wunschauto zusammenstellen kann |
 |
Elektronische Dienstleistungen, wie kostenpflichtige Preisrecherchen
"Wo ist wo am billigsten?" oder Einkaufsdienstleistungen, wie "Welches
Produkt ist für den gewünschten Einsatzzweck das günstigste?"
(siehe auch E-Procurement), Online-Bestellen
von Babysitter-, Einkaufs- oder Kurierdiensten. |
E-Shop
Steht für "Electronic Shop", also ein Online-Shopping
Angebot im Internet. Hier können Sie rund um die Uhr einkaufen. Siehe
Kurs-Seiten
"E-Shopping im Internet" und "E-Business
/ E-Commerce".
E-Solutions
Steht für "elektronische Lösungen".
Dieser dehnbare Begriff steht für alle datentechnischen Möglichkeiten,
Informationen zu verarbeiten, Kommunikation zu ermöglichen und Prozesse
abzubilden. Siehe Kurs-Seite "E-Business
/ E-Commerce".
E-Submission
Elektronische Ausschreibungen. Öffentliche
Auftraggeber müssen Aufträge öffentlich ausschreiben,
um der Vetternwirtschaft vorzubeugen.
Zum Beispiel: einen Bauauftrag an potenzielle
Baufirmen als potenzielle Auftragnehmer (oder Vertragspartner, Kontraktoren).
Siehe auch Seite Kurs Seite "E-Gouvernment".
Beipiel der Stadt Bonn: http://www.bonn.de/ausschreibungen/start.asp
(Stand 2005-10).
E-Taxes
steht für "Electronic Taxes", d.h. die Möglichkeit
seine Steuererklärung online zu bearbeiten bzw. abzugeben. Siehe Kurs-Seite
"E-Government".
E-Vote
Steht für "Electronic Voting" ("vote", englisch
für "abstimmen" bzw. "wählen").
Dies können einfache Formen der Abstimmung auf Webseiten sein,
die z.B. der Meinungsforschung oder Kundenbefragung dienen.
Aber auch politische Wahlen sind mit mit Hochsicherheitsverfahren im
Internet möglich. So findet der Wähler auf einer Web-Seite einen
elektronischen Wahlzettel, wo er seine Stimme(n) abgeben kann. Die Personenechtheit
kann z.B. mittels einer digitalen Signatur, Kryptokarten oder sogar dem
Fingerabdruck gewährleistet werden. Weitere Verfahren der Anonymisierung
sichern die strikte Geheimhaltung der Stimmabgabe im Internet. Das Wahl-Rechenzentrum
muss gegenüber Manipulationen und Hacker-Angriffen entsprechend gesichert
sein.
Siehe auch Kurs-Seite "E-Government".
E-Zine
Ist die Kurzform von "Electronic Magazine" (elektronisches
Magazin). Statt auf Papier gedruckt zu werden, können Zeitschriften
auch als Web-Seiten (in HTML) veröffentlicht
werden. Ein solches Online-Magazin können Sie nicht am Kiosk kaufen,
sondern rufen es von einem Web-Server ab. Viele Firmen werben auf diese
Art und Weise für die "Papier-Version". Deshalb werden in der elektronischen
Form nur Auszüge der aktuellen Ausgabe veröffentlicht.
Beispiel: "Internet Intern", eine Nachrichtenagentur
für Internet-News unter http://www.intern.de
oder die deutsche Ausgabe von ZD-Net unter http://www.zdnet.de
(Stand 2005-10).
EARN
European Academic and Research
Network
ist ein Netzwerk auf der Basis von BITNET,
das akademischen und anderen Forschungseinrichtungen in Europa den Austausch
von E-Mail und Dateien erlaubt.
EAZ
Als EndgeräteAuswahl-KennZiffer wird im ISDN
die letzte Ziffer einer Telefonnummer bezeichnet. Sie dient dazu, bestimmte
Endgeräte gezielt anzuwählen. Deshalb haben ISDN-Nummern in der
Regel immer eine Stelle mehr als die ortsüblichen Nummern von "Analogen-Teilnehmern".
Siehe auch MSN.
eBay
eBay ist das weltweit größte Internetauktionshaus. Das US-amerikanische
Unternehmen ist in vielen Ländern vertreten.
Sie finden dort sowohl gebrauchtes privater Anbieter und Neuwaren von
zahlreichen E-Shops kommerzieller Anbieter,
die an eBay gekoppelt sind.
Sie können bis zum Ende der Aktion mitsteigern.
Wer nach Ablauf der Auktion das Meiste bietet, erhält den Zuschlag.
Wenn Sie dafür keine Geduld haben können Sie vieles auch sofort kaufen, was natürlich
teurer ist.
http://www.ebay.de/,
http://www.ebay.at/,
http://www.ebay.ch/, (Stand 2010-04)
EBCDIC
Extended Binary Coded Decimal Interchange
Code.
Von IBM definierter Zeichen-Code. Auf Großrechnern (Mainframes) heute
noch üblich. Im Gegensatz zum ASCII-Code
stehen die Codes der Ziffern hinter denen der Buchstaben.
Ebone
1991 gegründete, regierungsunabhängige
europäische Initiative zur Gründung eines Backbone (Leitungsnetz
höchster Kapazität) in Europa.
EC
u.a. auch Kürzel für Electronic Commerce (Handel)
oder Electronic Cash (Zahlungsverkehr).
ECBS
steht für European Committee for Banking
Standards.
Dieses europäische Komitee für Banken Standardisierung hat
u.a. ein System für grenzüberschreitende Zahlungen entwickelt.
Siehe unter BIC (internationale Bankleitzahl)
und IBAN (internationale Kontonummer).
ECC
Mit Hilfe eines Error Correction Code können
im Fehlerfall Daten restauriert werden. Dieser Code wird zusätzlich
zu den Originalinformationen gespeichert.
ECDL
Die European Computer Driving Licence ist
ein europäischer Computer-Führerschein als Nachweis für
umfassende Kenntnisse im IT-Bereich.
Er basiert auf eine Initiative des Council of European Professional
Informatics Societies (CEPIS) in Zusammenarbeit mit der Europäischen
Union (EU).
Internetadresse: http://www.ecdl-portal.de/
(Stand 2005-10)
ECM
Error Correction Mode ist ein Verfahren zur Korrektur
von Übertragungsfehlern bei Faxgeräten oder Modems.
ECML
steht für Electronic Commerce
Modeling
Language.
Mit diesem Standard will ein Zusammenschluss namhafter Kreditkarteninstitute,
Hard- und Software-Hersteller den Handel im Internet vereinheitlichen.
Alle Tätigkeiten wie Bestellen, Versenden, Rechnung erstellen,
Liefern und Abrechnen sind festgelegt. Der Anweder meldet sich dann nur
einmal bei diesem Dienst an und kann dann überall dort einkaufen,
wo man diesen Standard unterstützt. Siehe auch
E-Commerce.
ECHELON
Englisch für "Stafette". Internationaler Abhörring, betrieben
von den Geheimdiensten der
UKUSA-Staaten.
Dazu gehören Großbritannien (GCHQ),
USA (NSA), Australien (DSD),
Kanada (CSE) und Neuseeland (GCSB).
ECHELON hört den gesamten über Satelliten geleiteten Kommunikationsverkehr
ab: Telefonate, E-Mails, Faxe oder Telex.
Siehe auch Kurs-Seite "Der Lauschangriff".
ECP
Unter Excessive Cross-Posting versteht man einen
Artikel,
der in unveränderter Form in viele Newsgroups
gleichzeitig gepostet wird. Siehe auch
Crossposting,
EMP,
Spam.
EDGE
… steht für Enhanced Data Rates for GSM Evolution.
Durch Bündelung von bis zu 8 GSM-Kanälen können Datenübertragungsgeschwindigkeiten
von bis zu 384 kBit/s erreicht werden. Damit können Mobilfunkbetreiber
mit GSM-Lizenzen den neuen UMTS-Diensten eine (kostengünstige)
Alternative entgegensetzen.
EDGE zählt zur "2,5 Generation" des Mobilfunks als Übergang
von GSM der 2. Generation zu UMTS der 3. Generation. Für EDGE sind
geeignete Endgeräte nötig, mit denen man natürlich auch
noch "ganz normal" in GSM-Netzen telefonieren kann.
EDI
Electronic Data Interchange ist der Oberbegriff
für den Datenaustausch in elektronischer Form. Siehe auch EDIFACT.
Diese Form, um z.B. Rechnungen und Bestellungen auszutauschen, gab
es schon vor dem Siegeszug des Internets. Mittlerweile ist aber das Internet
ein wichtiges EDI-Medium geworden.
Folgende Vorteile ergeben sich durch den EDI-Einsatz in einem Unternehmen:
Kostenvorteile durch: papierlose Datenübermittlung, geringere
Erfassungs- und Bearbeitungskosten, Fehlerverminderung durch Einmalerfassung
der Daten, hohe Datenqualität, schnelle Verfügbarkeit der Informationen.
Strategische Vorteile sind: Beschleunigung der Geschäftsabläufe,
bessere statistische Auswertungsmöglichkeiten, engere Kommunikation
und Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern, Steigerung der Attraktivität
der Firma und damit auch eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.
EDIFACT
Electronic Data Interchange for Administration,
Commerce
and Transport (Datenaustausch in elektronischer Form für Verwaltung,
Handel und Transport) ist ein Standard der Vereinten Nationen. Mit EDIFACT
lässt sich der firmenübergreifende elektronische Geschäftsverkehr
international einheitlich organisieren. Arbeitsabläufe zwischen Firmen,
wie Bestellungen und Fakturierungen, werden nicht mehr mit Papier und Post,
sondern elektronisch abgewickelt. EDIFACT ist hard- und softwareneutral.
eDonkey
Bekannte Peer-to-Peer-Tauschbörse
für alles was sich als Datei ablegen lässt. Siehe auch KaZaA
oder Morpheus und Kurs-Seite "Tauschbörsen
(P2P-Dienste)".
EDM
1.) Engineering Data Management.
Definition siehe unter PDM.
2.) Electronic Document Management.
Erstellen und Verwalten von Dokumenten mit elektronischen Mitteln. Beispiele
siehe unter PDM.
EFF
Electronic Frontier Foundation
ist eine Vereinigung, die sich mit politischen, juristischen und sozialen
Aspekten des Computereinsatzes und der Datenkommunikation befasst.
Siehe Internetadresse:
http://www.eff.org/
(Stand 2005-10).
EGG
steht für "Gesetz über rechtliche Rahmenbedingungen für
den elektronischen Geschäftsverkehr".
Es ist eine Erweiterung das Teledienstegesetz (TDG).
Siehe auch MDStV.
Einwahlknoten
Teilnehmer gelangen über Einwahlknoten ins
Netz. Die mit dem Telefonnetz verbundenen Rechner stellen die Verbindung
zum Internet her, sobald sie ein PC-Benutzer mit seinem Modem anwählt.
Einwahlknoten im Ortsnetzbereich sparen Geld.
EJB
Enterprise JavaBeans sind Java Software-Komponenten
(JavaBeans) für serverbasierte
Applikationen
der Firma Sun Microsystems.
Der Server (EJB-Server) kümmert
sich die Persistenz der EJB.
Embedding
Englisch für "Einbettung". Gemeint ist das Einbinden von Dokumenten
anderer Programme, wie Bilder, Texte, Videos etc. in ein Dokument. Siehe
auch OLE.
EMF
Das Enhanced Metafile ist eine Variante des WMF-Dateiformats,
welches nur auf 32-Bit Windows-Systemen verarbeitet werden kann. Siehe
auch CGM,
EPS,
PICT
und WMF.
Emoticon
Ist eine Zusammensetzung aus Emotion (Gefühle)
und Icon (Symbol). Ein Gefühlssymbol, das aus Satzzeichen und Buchstaben
besteht. Das berühmteste Emoticons ist der Smilie
mit seinen Variationen.
Beispiele: :-)
für gut gelaunt oder :-(
für traurig (wenn Sie den Kopf um 90 Grad nach links neigen). Weitere
Beispiele auf der Seite "Smilies und E-Mail-Kürzel".
EMP
Unter einem Excessive Multiple Posting versteht
man einen Artikel, der, nur leicht verändert,
einzeln in viele Newsgroups gepostet
wird. Siehe auch Crossposting, ECP,
Spam.
EMS
| 1.) |
Der Enhanced Messaging Service ist ein Nachfolge-Standard
des nur textbasierten SMS (Short Message
Services).
Zu den Textnachrichten können damit auch Bilder, Animationen und
Töne hinzugefügt werden, sofern das Handy EMS-fähig ist.
Entsprechende Melodien und Grafiken lassen sich kostenpflichtig (!)
z.B. von von der Website
http://www.jamba.de oder mobil vom
entsprechenden WAP-Portal unter http://wap.jamba.de
laden (Stand 2005-10). Siehe auch MMS. |
| 2.) |
Electronic Manufacturing Services. Gemeint ist
ein "Alles aus einer Hand"-Dienstleister für elektronische Komponenten
und Geräte von der Fertigung bis zur (weltweiten) Lieferung. Dies
könnte die Auftragsfertigung für ein bestimmtes Handy-Modell,
eine Spielkonsole oder ein Gimmick für
das McDonalds Happy-Meal sein. |
Enfopol
Organisation für europaweite "Polizeiliche Zusammenarbeit".
Würden die Richtlinien, Pläne und Strategiekonzepte des Enfopol-Entwurfs
umgesetzt, hätte dies weitreichende Konsequenzen auf Menschenrechte
und zukünftige technische Entwicklungen.
 |
Die "gesetzlich ermächtigten Behörden" (Strafverfolgungsbehörden,
Zoll, Geheimdienste) hätten Zugriff auf den gesamten Fernmeldeverkehr
inklusive Mobilfunk- und Pagerdienste, Internet, Fax oder interaktive Kabel-Netze. |
 |
Diensteanbieter (Provider) müssten Daten
bereitstellen (neben Inhalt der Kommunikation auch Dauer, Zeit, Partner,
sogar von vergeblichen Anrufen; bei Handys auch Standortdaten der überwachten
Person). |
 |
Die Überwachung des Fernmeldeverkehrs müsste in "Echtzeit"
möglich sein.
So könnte die Polizei einen überwachten Handybesitzer im
Idealfall schon während eines verräterische Telefonats festnehmen,
weil er dabei seinen ungefähren Standort verrät. |
 |
Verschlüsselte Informationen müssten von den Providern
in entschlüsselter Form zur Verfügung gestellt werden, ohne dass
der Überwachte etwas davon erfahren würde. |
Das Europäische Parlament (EP) hat den "Entwurf
der Ratsentschließung zur Überwachung des Telekommunikations-
und Internetkommunikationsverkehrs" am 7. Mai 1999 angenommen.
Mögliche Abhörmaßnahmen unterliegen aber weiterhin
der nationalen Gesetzgebung. So darf es in Deutschland keine Abhörmaßnahmen
ohne richterliche Anordnung geben. Ob sich Nachrichtendienste an diese
Vorgabe halten werden?
So wird es weiterhin spannend bleiben, wie und wann der Entwurf in
Details umgesetzt wird.
Wenn für Enfopol die technischen und rechtlichen Voraussetzungen
geschaffen sein sollten (wobei geklärt werden müsste, wer die
notwendigen "Investitionen" finanzieren muss), befürchten Kritiker,
dass dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet wird:
 |
Je mehr Berechtigte eines solchen Abhörnetzes, desto mehr Schwachstellen |
 |
Geheimdienste nutzen die Möglichkeiten zur internationalen Wirtschaftsspionage |
 |
Kriminelle oder bestochene Mitarbeiter von Behörden verschaffen
sich Informationen und geben sie an unbefugte Dritte weiter. Z.B.:
Aufenthaltsorte von Personen
über Handybewegungsdaten,
firmeninterne Daten in Händen
der Konkurrenz,
Benutzerprofile mit Interessen,
Gewohnheiten und Eigenheiten (Wer hat sich wo und wann surfend herrumgetrieben?)
geraten in falsche Hände. |
|
Entity
Ein Symbol oder Zeichen, das im Standard-Zeichensatz von HTML-Dokumenten
nicht enthalten ist. So wird das deutsche Sonderzeichen 'ß' durch
'ß' im Quelltext eines HTML-Dokumentes
ausgedrückt.
EPIC
Electronic Privacy Information Center.
Eine amerikanische Organisation mit dem Ziel, die Privatsphäre
zu schützen (gerade auch in den weltweiten Computer-Netzen) und das
Recht auf freie Meinungsäußerung sowie andere in der Verfassung
garantierte Grundrechte uneingeschränkt durchzusetzen. So unterstützt
sie die Kampagne gegen die PSN des neuen
Intel Pentium III Prozessors. Ihr Motto lautet in Anlehnung an den Werbeslogan
"Intel Inside" nun folgerichtig "Big Brother Inside".
Interentadresse: http://www.epic.org/
(Stand 2005-10).
EPS
Eine Encapsulated PostScript-Datei
enthält eine Vektorgrafik in
Form von PostScript-Anweisungen. Siehe auch CGM,
EMF,
PICT
und WMF.
Erfahrungsträger
Einer der drei typischen Charaktere, wie sie in der Praxis bei der
Projektarbeit
vorkommen: der 'Macher', der 'Bedenkenträger'
und der 'Erfahrungsträger'.
Er ist derjenige, der in das Projekt bereits gemachte Erfahrung einbringen
kann: "Wenn wir es so machen, hätten wir folgende Vor- und Nachteile
.... . Damals hatten wir was ähnliches so und so gemacht!". Er ist
eher in der Lage, zu analysieren, abzuwägen und entsprechend zu entscheiden.
Er kann den Macher-Typ in Zaum halten bzw. seine Energien zielgerichtet
einsetzen oder den Bedenkenträger überzeugen.
ERP bzw. ERM
steht für Enterprise Resource
Planning
bzw Enterprise Resource
Management übersetzt:
"unternehmensweite Ressourcen-Planung bzw. unternehmensweites Ressourcen-Management".
ERP-Systeme planen und optimieren unternehmensweite Ressourcen wie Beschaffung,
Materialwirtschaft, Produktion, Vertrieb, Finanzen und Personal.
Ein bekannter Anbieter von ERP-Systemen ist SAP
mit entsprechenden Modulen seiner betriebswirtschaftlichen "Standardsoftware"
R/3.
ERP ist eine "Untermenge" von CPC.
ESN
Enterprise Storage Network.
Unternehmensinternes Netzwerk von Speichergeräten. Siehe unter
SAN
(Storage Area Network). Vergleiche WAN.
ETSI
Steht für European Telecommunications Standards
Institute.
Diese Normierungskommission legt europäische Telekommunikations-Standards
fest.
EULA
End-User-License-Agreement. Lizenzbestimmungen
für den Endanwender.
(Das sind die u.a. die Hinweistexte, die man (zu oft ?) während
der Programminstallation ungelesen "schnell wegklickt"!)
Euro-ISDN
siehe ISDN.
Excite
Amerikanische Suchmaschine.
Siehe auch Kurs-Seite "Suche - international".
Expanding-Ad
"Aufklappbares" bzw. "sich breit machendes" Werbe-Banner.
Diese Form der Werbung ist besonders nervig.
Sehen Sie selbst auf Kurs-Sonderseite "Expanding
Ad".
Expire
... von "to expire" englisch für "ungültig werden", "verfallen".
Auf News-Servern
wird regelmäßig ein Programm namens "Expire" gestartet, das
alle Nachrichten löscht, die ein bestimmtes Alter (z.B in Tagen) erreicht
haben. Sonst würde(n) die Festplatte(n) des Servers irgendwann überlaufen.
Außerdem heißt es ja Newsgroups
und nicht Oldsgroups. Bei bestimmten Diensten können Inhalte (Beiträge,
Artikel, Nachrichten, Preislisten etc.) vorab mit einem "Expire"-Datum
versehen werden, das z.B. vom Autor vergeben werden kann.
Explorer
Microsoft nennt seinen Browser "Internet-Explorer". Der schärfste
Konkurrent ist Netscape mit seinem Navigator.
Extension
Dateityp bzw. Endung eines Dateinamens. Anhand dieser Endung kann das
Betriebssystem bestimmte Zuordnungen treffen: Eine Datei DATEI.DOC
kann so dem Programm WinWord zugeordnet werden. Auch für den Browser
sind solche Zuordnungen wichtig: Wird z.B. eine Datei HANDBUCH.PDF
geladen, wird automatisch das Plug-In Acrobat-Reader gestartet, um diese
Datei darstellen zu können.
Extranet
Extranet bezeichnet den Intranet-Datentransfer
über das Internet. So können
weit entfernte Firmen-Filialen verbunden werden, wenn eine direkte Intranetverbindung
zu aufwendig wäre. Auch Partnerfirmen, Lieferanten, Geschäfts-
und Privatkunden können via Extranet erreicht werden. Die Datensicherheit
kann z.B. über kryptologische Verfahren gewährleistet werden.
Siehe auch VPN.
© Bernd Zimmermann 1997-2010 |