Glossar E, Sonderseite: Expanding-Ad
Stand: 2002-12-13
Werbe-Pop-Ups sind schon nervig genug.
Aber es gibt noch Steigerungen.
Dazu gehört das "Expanding Ad", eine besonders aggressive
Form der Werbung.
Ich habe dies für Sie in der freien Wildbahn einmal beobachtet
und als Screenshot eingefangen..
Angenommen Sie wollen sich Ihre E-Mails bei einem Web-Mail-Dienst ansehen.
Dafür dass der Dienst gratis ist, haben Sie sich an die üblichen
Werbebanner gewöhnt.
Im Beispiel sehen Sie einen Banner mit dem Text "Gratis ins deutsche
Festnetz telefonieren", der sich noch unscheinbar verhält.
Screenshot Freemail.de, Werbung mit Expanding-Ad
Doch nun bewegen Sie die Maus - wie immer - auf die eingegangen Mails,
um sie zu öffnen oder direkt zu löschen (wie das Spam-Mail ganz
unten).
Aber das Expanding-Ad macht Ihnen einen Strich durch die Rechnung!
Es macht sich breit und klappt sich über die Anwendung.
Solange das Banner aktiv ist haben Sie keine Chance an die Mails zu
kommen.
In Ihrer Not klicken Sie sogar auf die Werbung. Das wird aber auch
nicht damit belohnt, dass die Mails wieder erreichbar sind.
Erst wenn Sie im Browser die Java-Scripts abschalten, können Sie
dem Treiben Einhalt gebieten.
Screenshot Freemail.de, Werbung mit Expanding-Ad
Diese Effekte werden bewusst in Kauf genommen. Man kann diese Form der
Werbung buchen,
siehe http://advertising.web.de/Werbeformen/Expanding%2BAd/
(Stand 2002-12-13).
Der Anbieter Web.de wirbt sogar mit einem
"Überraschungseffekt für Ihre Zielgruppe!". Ob es sich
dabei aber um eine "positive Überraschung" handelt, oder gar
von "hohe Akzeptanz" ist, müssen Sie selber beurteilen. Auch
die Leidensfähigkeit des Surfers ist begrenzt.
© Bernd Zimmermann 1997-2012 |