Glossar H
Stand: 2010-06-29
H/PC
Steht für Handheld PC, d.h. ein PC im Westentaschenformat,
den man "in der Hand halten kann". Siehe auch PDA.
H323
Ist ein Standard für Audio- und Videokonferenzen. Der H323-Standard
wird von vielen gängigen Telefonie- bzw. Konferenz-Anwendungen unterstützt,
wie beispielsweise NetMeeting (Microsoft) und Conference (Netscape).
Siehe auch Kurs-Seite "Konferenzen über das
Internet".
Hack
Ein kleines Programm oder eine Programmänderung, die schnell und
schmutzig ("Quick and Dirty") erstellt wurde, um z.B. ein Problem zu beheben.
Hacker
Jemand, der sich in komplizierte Programmsysteme einarbeitet, um die
Möglichkeiten eines Programms auszureizen oder gar zu erweitern. Hacker
selbst bezeichnen Leute, die in böser Absicht versuchen in Rechnersysteme
einzudringen, als Cracker.
Der Übergang vom Hacker zum Cracker ist allerdings fließend.
Hackse oder Häckse
In deutschsprachigen Landen die weibliche Form von Hacker.
In beiden Fällen gesprochen wie Hexe.
halbduplex
Datenübertragung in nur eine Richtung. Soll in beide Richtungen
übertragen werden (pseudo-vollduplex), so muss, wie beim Walkie-Talkie,
dauernd hin und her geschaltet werden. Vergleiche auch Vollduplex.
half duplex
Siehe halbduplex.
Handling
Englisch für "Handhabung", "Gebrauch". Zum Beispiel der Umgang
mit einem Browser oder auch die Navigation
(das Zurechtfinden) auf einer Web-Site.
Handshake
Verfahren zur Synchronisation von Datenübertragungen bei unregelmäßig
anfallenden Daten. Sender und Empfänger stimmen sich ab, wann die
Bereitschaft zum Senden bzw. Empfangen besteht.
Hardware
Alle "fassbaren" Komponenten eines Computersystems, im Gegensatz zur
Software.
Hash
Name des Sonderzeichens "#", das unter HTML
eine besondere Bedeutung bei der Defintion von Links
hat.
HAVI
Home Audio Video Interoperability. Ein
1998 von führenden Unternehmen der Unterhaltungselektronik festgelegter
offener Standard, um z.B. Videorecorder über einen Internetrechner
zu programmieren oder die Aufzeichnung eines Filmes (Video-on-Demand)
an einen Rechner oder einen DVD-Recorder
weiterzuleiten. HAVI ist, im Gegensatz zum Konkurrenz-Standard Home-API,
plattformunabhängig.
Hayes-Befehlssatz
Kommandosprache zur Modem-Ansteuerung, die ursprünglich von der
Firma Hayes entwickelt wurde. Inzwischen als De-facto-Standard in vielen
unterschiedlichen Versionen verbreitet. Da alle Befehle mit "AT" beginnen,
heißt er auch AT-Befehlssatz. In Beschreibungen von Modems findet
man oft den Begriff "Hayes-kompatibel".
HBCI
Home Banking Computer Interface. Standard
der deutschen Bankenverbände für sichere Finanztransaktionen
im Internet. Folgende Vorteile werden genannt: Hohe Sicherheit durch SSL-Verschlüsselung,
elektronische Signatur, public und private Keys. Außerdem ist keine
TAN
mehr erforderlich. Siehe auch Kurs-Seite "Homebanking/Onlinebanking".
Mehr Details unter http://www.hbci.de/
bzw. http://www.hbci-kernel.de/
(Stand 2005-10).
HDSL
Single line Digital Subscriber
Line.
Digitaler
Teilnehmeranschluss zur Übertragung von Daten über ein Kupferkabel-Paar
(twisted-pair) für kurze Entfernungen mit hohen Übertragungsraten.
Dafür sind spezielle Modems erforderlich.
Siehe auch Übersicht unter xDSL.
HDTV
High-Definition TeleVision.
Hochauflösendes Fernsehen. Um solch hohe Bildqualitäten als Video-on-Demand-Dienste
über das Internet zu übertragen, werden noch höhere Übertagungsgeschwindigkeiten
nötig sein. Übliche Videos können komprimiert
im MPEG-Format mit 2,048 Mbit/s inklusive
Stereo-Sound übertragen werden.
Header
Englisch u.a. für "Kopf (einer Seite)". Ist
der Vorspann eines Datenpakets im Internet (Datagramm), der - je nach Protokoll
- über mehrere Bytes hinweg wichtige Informationen zum Datagramm enthält.
Der Header einer Nachricht (E-Mail,
News)
enthält Informationen wie Absender, Empfänger, Zeit, Datum etc.
Headset
Ein Headset
ist eine Kombination von Kopfhörer und Mikrofon. Es kann z.B. sinnvoll
zur Internet-Telefonie verwendet werden. Die Vorteile: Es ist leicht, die
Hände sind frei und der Mund ist immer im gleichen Abstand zum Mikrophon,
was die Sprachqualität fördert. Weitere Informationen finden
Sie auf der Kurs-Seite "Telefonieren über das
Internet".
Helpdesk
Person(en), Dienst oder Dienstleistungsangebot, an das (die) man sich
mit Fragen oder mit der Bitte um Unterstützung (Support)
wenden kann. Ein Beispiel wäre ein Helpdesk einer Firma, an den sich
die Anwender bei DV-Problemen aller Art wenden können. Einige Probleme
können sofort (telefonisch, E-Mail) gelöst werden, weil auf vorhandenes
Know-how
zurückgegriffen werden kann. Andere Probleme müssen erst analysiert
werden oder von anderen Spezialisten (Hotline-Dienste,
Kundendienst etc.) bearbeitet werden. Die Lösung oder eine Abhilfe
(Workaround) wird dann an den Anwender
weitergegeben. Ergeben sich Schwerpunkte, können "Meistgestellte Fragen
und deren Antworten" (FAQ) z.B. im Internet
oder Intranet für die Anwenderschaft publiziert werden. Damit wird
gleichzeitig der Helpdesk entlastet, weil sich die Anwender dann teils
selber helfen können.
herunterladen
(engl. download, sprich "daunlot"). Mit 'herunterladen'
meint man das Übertragen einer Datei eines anderen Rechner auf den
eigenen PC.
HiColor
steht für eine Farbtiefe von 16 Bit. Pro Bildpunkt (Pixel)
können 65.536 unterschiedliche Farben dargestellt werden. Damit werden
fotorealistische Darstellungen möglich. Vergleiche
auch TrueColor und Video-RAM.
Highlight
Englisch für "Glanzlicht", "Glanzpunkt", "Höhepunkt". Textbeispiel:
"Als weiteres Highlight bietet der Kurs ein umfangreiches Glossar
mit über 1000 Einträgen und läßt sich zudem auf den
eigenen Rechner downloaden!"
History
Der Browser merkt sich die zeitliche Reihenfolge (also die Historie)
der zuletzt aufgerufenen Webseiten. Damit kann zu bereits besuchten Seiten
zurückgefunden werden (Vor- und Zurück-Funktion oder Sprung zu
einer beliebigen Seite in der History-Liste).
Hit
Englisch für "Treffer". Jeder Zugriff auf ein Web-Objekt auf einem
Server wird in der Server-Logdatei protokolliert,
d.h., nicht nur der Zugriff auf eine Web-Seite
selbst, sondern auch die Zugriffe auf eingebundene Grafiken (Logos, Fotos),
Sounds, Videos etc. Wird ein solches Objekt aus einem Cache-Speicher
(des eigenen PC oder des Providers)
geladen, wird dieser Aufruf nicht erfasst. Die tatsächliche Zahl der
Aufrufe wird in der Regel höher als die registrierten Hits sein.
Siehe auch AdClick, AdView,
PageView,
Visit,
Web-Rating.
Hitrate
je nach Themenumfeld
1.) Trefferquote (z.B. bei Suchmaschinen),
2.) Zugriffshäufigkeit (z.B. Aufrufe von Internetseiten) oder
3.) das Verhältnis von erstellten Angeboten zu den gewonnenen
Aufträgen.
Hoax
englisch für foppen, narren. Im Internet
wurden des öfteren, meist per E-Mail,
Warnungen vor Viren mit Namen PKZ300, Irina, Good Times, Deeyenda, Penpal
Greetings, Ghost, "Win a Holiday" etc. verbreitet.
Es handelte sich aber um Falschinformationen, die darauf abzielten, Verwirrung
zu stiften. Die vorgeblichen Warnungen erfolgen in der Regel als Kettenbriefaktion
(Sie werden von einem guten Freund gewarnt und gleichzeitig aufgefordert,
Ihre guten Freunde zu warnen). Nur vom Anschauen des E-Mail-Textes lässt
sich bestimmt kein Virus einschleusen. Vorsicht aber doch beim Öffnen
von beigefügten Dateien! Siehe auch Kurs-Seite "Schutz
vor Viren".
Mehr über solche "Computer-Viren", die keine
sind, erfahren Sie beim "Hoax-Info Service": http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax.shtml
(Stand 2005-10).
hochladen
Mit dem Begriff 'hochladen' meint man das Übertragen
einer Datei vom eigenen PC auf einen anderen Rechner. Siehe auch Upload
als Gegenteil von Download.
Home-API
Home Application Program Interface. Ein
von Microsoft und Intel definierter Standard zur Kommunikation von Haushaltsgeräten
untereinander bzw. über das Internet. Da auf den USB
als Hardware-Schnittstelle gesetzt wird, ist Home-API, im Gegensatz zum
Konkurrenz-Standard HAVI, nicht plattformunabhängig
und damit proprietär.
Homebanking
siehe unter Telebanking bzw.
Kurs-Seite "Homebanking/Onlinebanking".
Homeshopping
siehe unter Teleshopping.
Homepage
Bedeutet soviel wie (Suchen Sie sich was aus
!): Leitseite, Stammseite, Hausseite, Heimseite, Startseite, Anfangsseite,
Einstiegsseite, Titelseite, Hauptseite, Netzseite, Internetseite, Web-Seite.
Die Homepage ist die erste Seite eines World-Wide-Web Angebotes einer Person
oder Firma, die im WWW vertreten ist.
Wie Sie Ihre eigene Homepage kostenlos ins Internet
bekommen, lesen Sie auf der Kurs-Seite "Der Weg
zur eigenen Homepage".
Hop
Englisch für "Hüpfer". Um Daten in einem Server zum Rechner
des Anwenders zu übertragen, werden Datenpakete in der Regel nicht
direkt, sondern über mehrere Verbindungsrechner (Router) übertragen.
Jeder Wechsel von einem zum anderen Router
nennt man Hop. Beispiel siehe unter Tracert.
Host
Englisch für "Wirt" oder "Gastgeber". Hosts
sind Computer im Internet, die Dienste oder Daten anbieten.
Auf den Festplatten von Host-Rechnern sind die
Daten gespeichert, die Sie als Online-Surfer im Internet abrufen können.
Hosts sind durch das globale Datennetz weltweit miteinander verbunden:
Per Mausklick auf einen Link (markiertes
Bild oder Textstelle) springen Sie von einem Host zum anderen.
Hosting
Möglichkeit, den eigenen Internet-Rechner, die eigene(n) Domaine(n) mitsamt Web-Seiten und E-Mail-Funktionen bei einem Provider aufzustellen
bzw. von ihm betreiben zu lassen. Die Mehrheit der privaten und auch geschäftlichen Nutzer stellen auf diese Art und Weise ihre Inhalte ins Internet.
Es gibt zahlreiche deutsche Anbieter mit einer vielseitigen Produktpalette
in Sachen Hosting wie z.B. http://www.greatnet.de/ [Stand 2010-06] oder
http://www.strato.de/ (Stand 2010-01).
Hot-Plug
Bei Hot-Plug-fähigen ("hot-pluggable") Systemen
können während des Betriebs Komponenten an- und abstöpselt
werden. Ein Beispiel wäre die serielle FireWire-Schnittstelle
für die unterschiedlichsten Peripheriegeräte.
Hotbot
Eine der größten Suchmaschinen
im Internet. Siehe auch Kurs-Seite "Suche - international".
Hotline
Englisch für "Heiße Leitung" oder "Heißer Draht".
Hotline-Dienste gibt es für unterschiedliche Aufgaben wie Informations-
, Auskunfts- oder Bestell-Dienste, Kummerkasten, Kundendienst (Support),
Telefonseelsorge etc.
So bieten z.B. viele Internet-Provider
ihren Kunden eine Hotline-Telefonnummer, die mitunter rund um die Uhr erreichbar
ist.
Siehe auch Call-Center oder Helpdesk.
Hotspot
1.) Definierter "sensitiver" Bereich in einer Grafik (Bild), der einen
Hyperlink enthält. Siehe auch Clickable-Map.
Ein Beispiel ist auf allen Glossarseiten die Grafik im Seitenkopf mit
den anklickbaren Bereichen für jeden Buchstaben. Bewegen Sie mal die
Maus darüber und achten Sie auf die angezeigten Adressen in der Statuszeile
2.) Bereich eines drahtlosen Netzwerkes (Wireless Local Area Network,
W-LAN),
in dem man sich mit einem Laptop oder
PDA
einwählen kann, um z.B. im Internet zu surfen. Solche Hotspots finden
sich auch auf Flughäfen, in Hotels oder Restaurants. Sind private
drahtlose PC-Netze unzureichend gesichert, können sich auch Unbefugte
aus der Nachbarschaft oder mit Laptop im Auto vor dem Haus einwählen.
HowTo
Ein "HowTo" (also wie etwas gemacht wird) ist
die Antwort auf eine FAQ (Frequently Asked
Question, häufig gestellte Frage). Viele Firmen beantworten ständig
wiederkehrende Fragen auf ihren Serviceseiten im Internet.
HSCSD
High Speed Circuit Switched Data
ist eine Erweiterung des GSM Mobil-Funk-Standards.
Man bündelt bis zu 4 Funkkanäle und erreicht eine Übertragungsgeschwindigkeit
von (4*9,6) kbit/s = 38,4 kbit/s. Berauschend sind diese Werte nicht, da
eine ISDN-Leitung fast doppelt so schnell
ist.
Erst mit UMTS wird der Mobilfunk entscheidend
beschleunigt. Vergleich auch GPRS.
HSDPA
High Speed Downlink Packet Access
ist ein Datendienst im UMTS-Mobilfunknetz.
Die Übertragungsgeschwindigkeit von 1,8 MBit pro Sekunde entspricht
in etwa der einer DSL-Leitung im Festnetz.
HTML
steht für HyperText Markup
Language.
HTML ist eine Anwendung (Application) von
SGML
und beschreibt die Sprachelemente zum Aufbau von Hypertext-Dokumenten.
Textformatierung, Darstellung und Positionierung von Bild, Text und interaktiven
Elementen erfolgt durch spezielle, in den Quell-Text eingefügte, Steuersymbole
(Tags). HTML ist ein offener Standard und wird ständig weiterentwickelt.
Die momentan letzte Version ist HTML 4.0, die am 18.2.1998 vom W3-Konsortium
(W3C) verabschiedet wurde (Stand 2000-01).
Wenn Sie sich mit Hilfe des Browsers den Quellcode
einer WWW-Seite anzeigen lassen, sehen Sie "HTML pur". Aber keine Angst,
mit HTML-Editoren erstellen Sie auf einfachste Art und Weise solche Seiten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Kurs-Seite
"HTML". Vergleiche auch XML.
HTMLHelp
Erweiterung des HTML-Standards von Microsoft, um Online-Hilfen von
Programmen mit HTML zu ermöglichen.
HTTP
steht für Hypertext Transfer
Protocol
(Hypertext-Übertragungsprotokoll). HTTP ist ein Standard zur Übermittlung
von HTML-Seiten im Internet. HTTP-Server, also Internetrechner, die HTTP
beherrschen, werden oft auch kurz WWW-Server genannt. HTTP wurde am CERN
entwickelt.
Weitere Informationen finden Sie auf der Kurs-Seite
"HTTP".
HTTP-Adresse
Gleichbedeutend wie URL.
HTTP-NG
NG bedeutet 'Next Generation'.
Dies ist die Bezeichnung für eine weiterentwickelte Form des HTTP-Standards.
HUB
Englisch für "Nabe" bzw. "Zentrum". Eine technische Einrichtung,
um mehrere Rechner eines Netzwerks sternförmig zu verbinden.
Hype
Englisch für "Aufheben", "Getue", "Wirbel", "Rummel", "Tamtam",
"Viel Lärm um Nichts".
Auch als eingedeutschtes Adjektiv: "Diese Web-Site
ist 'hype'."
Hyperlink
Meist hinter farblich unterlegten Texten oder
auch Grafikelementen verbergen sich Hyperlinks. Über solchen Stellen
ändert sich der Mauszeiger in ein Handsymbol. Diese verweisen auf
andere Dokumente, die auf beliebigen Internet-Rechnern gespeichert sein
können. Auf diese Weise sind weltweit verstreute Daten auf einfachste
Weise miteinander verbunden.
Hypermedia
Elektronische Dokumente, die Verbindungen (Hyperlinks)
zu anderen themenverwandten Dokumenten bzw. Informationen enthalten. Hypermedia
umfasst neben (Hyper-) Text auch Grafiken, Bilder, Sounds, Videos und andere
Informationsmedien. Beispiele sind HTML-Dokumente
und Windows-Hilfe-Dateien.
Hypertext
Bezeichnung für elektronische Dokumente, die aus einer Vielzahl
von Informationsbausteinen (Knoten) und
Querverweisen (Hyperlinks) bestehen,
die der Leser in beliebiger Reihenfolge abrufen kann.
© Bernd Zimmermann 1997-2010 |