Glossar N
Stand: 2013-04-16
Name-Server
Ist ein Server,
der für die Zuordnung von Namen und Internetadressen zuständig
ist, siehe DNS.
Naming
Gerade Marketing-Abteilungen sind ständig auf der Suche nach neuen
Namen für ihre Produkte, die kurz und prägnant sind, hohe Werbewirksamkeit
bzw. Wiedererkennungswert haben und sich möglichst von den Konkurrenzprodukten
unterscheiden. Besonders englische Begriffe suggerieren "Innovation" und
"Fortschritt", lassen sich aber auch besser international vermarkten. Also
weg mit dem alten "Ortsgespräch", denn "CityCall" klingt besser! Siehe
auch Anglizismen, Branding
und Wording und Kurs-Seite "Wording,
Denglisch & Co."
Nano-Site
Kleiner als "mini" und "micro" ist "nano". Eine Nano-Site ist eine
Web-Site
mit Text, Bildern und Links im Format eines
Banners.
Solche Seiten sieht man häufig im Werbe-Frame
(meist oben) vieler Web-Seiten. Siehe auch Micro-Site.
NAS
... steht für Network Attached Storage, also
ein Laufwerk/Speichergerät, das über ein lokales Netzwerk angeschlossen
wird.
Für den Hausbedarf gibt es externe Laufwerke die sowohl über
USB oder auch LAN
angeschlossen werden können.
Doch Vorsicht! Nicht das auf einmal Ihre privaten Inhalte weltweit
erreichbar im Internet stehen.
Hier ein Zitat aus einem Original-Mail, von einem der seine Download-Version
meines Kurses mit Hilfe eines NAS angeblich unfreiwillig ins Internet gestellt
hatte.
Dagegen bin ich besonders allergisch! Besonders dann, wenn dies
auch noch mit Google zu finden ist!
... ich möchte mich für die unbeabsichtigte
Verletzung Ihrer Urheberrechte entschuldigen. Diese Seite ist nicht für
die Öffentlichkeit bestimmt (war es auch nicht), ist mir unklar wie sie auf die Googleseiten
kommt (es wurde in keiner Weise diese Adresse angemeldet, bzw. publiziert).
Das ist mein Testserver für Webseiten und steht nur in meinem
internen Heim-Netz (nur für mich) zum Nachschlagen. Wie Sie auf meiner
offiziellen Seite ersehen können, sind dort keinerlei Hinweise auf
ihre Seiten vorhanden (www.*******.net).
Ich werde diese Seiten sofort bei mir rausnehmen lassen und den vergessenen
Port schließen lassen ...
... ich hatte keine Zeit/Nerven und Gelegenheit diese
Ungereimtheiten zu ersehen und auch abzuändern, als ich den NAS
in Betrieb nahm. |
NC
Der Net Computer ist als preiswertes neues Computersystem
mit grafischer Bedienoberfläche konzipiert, der seine Programme aus
dem Internet bezieht. So wird z.B. ein Programm-Update
automatisch geladen. Kosten für Installation und Updates
werden minimiert. Ausführbare Programme können z.B. als Java-Applets
geladen werden. Auf den Einbau einer relativ teuren Festplatte kann verzichtet
werden. Siehe auch Thin-Client.
NCSA
National Center for Supercomputing Applications.
Das NCSA war neben dem CERN eine der Wegbereiter
der WWW und entwickelte den ersten Web-Browser
"Mosaic".
Nerd
Jargon für eine Spezies von Internet-Freaks: Hochintelligent taucht
er/sie ab in die Online-Welt. Einige isolieren sich dadurch von ihrem sozialen
Umfeld. Es gibt Nerds, die dem anderen Geschlecht nur noch virtuell begegnen.
;-)
Siehe auch Cyberholic bzw. IAD.
Net-to-Phone oder auch
Net2Phone
siehe unter Web-to-Phone.
NetBEUI
NetBIOS Extended User Interface. Ein proprietäres
und schnelles
Netzwerkprotokoll, von IBM
das auch von Microsoft Betriebssystemen
verwendet wird, um eine Verbindung zwischen zwei Rechnern herzustellen,
die auf dem NetBIOS-Protokoll aufbaut. Es kann auch auf anderen Protokolle,
z.B. TCP/IP oder IPX,
aufgesetzt werden. Im Unterschied zu TCP/IP
kann es nicht über Router weitergeleitet
werden.
NetBIOS
Steht für Network Basic Input/Output
System,
ein von IBM entwickeltes Netzwerkprotokoll.
Es ist eine Erweiterung des BIOS eines Rechners
um ihn netzwerkfähig zu machen. Siehe auch NetBEUI
und TCP/IP.
Netcenter
"Portalseite" von Netscape.
Netdrive
Einige Service-Anbieter stellen Ihnen - oft kostenlos - Speicherplatz
im Internet zur Verfügung, quasi ein Netz-Laufwerk.
Dort können Sie einige Megabyte an Daten ablegen. Je nach Softwareunterstützung
des Anbieters und der Übertragungsgeschwindigkeit ist dies fast so,
als ob man die Daten auf eine Festplatte bzw. Diskette speichert.
Der Vorteil: Überall wo ein Internetzugang besteht können
Sie (oder weitere Berechtigte), auf die Daten zugreifen.
Bleibt nur zu hoffen, dass der Anbieters des Dienstes sich nicht an
Ihren Daten vergreift. Vorsicht mit persönlichen und vertraulichen
(Firmen-)Daten.
Tipp für den Urlaub: Zuvor alle wichtigen Unterlagen (Tickets,
Mietwagenvertrag, Telefonnummern etc.) auf ein Netdrive für alle Fälle
als Sicherungskopie ablegen. Siehe auch Kurs-Seite "Virtuelles
Büro".
Hier einiger Anbieter (Stand 2011-09):
http://www.netdrive.net/
http://www.ibackup.com/
Netiquette
Auf Basis freiwilliger Übereinkunft entstandene
Verhaltensregeln für das Internet. Siehe Kurs-Seite "Netiquette",
vergleiche Chatiquette.
Netizen
Verknüpfung der englischen Worte "net" und "citizen": Ein über
das Internet vernetzter Bürger.
NetMeeting
Kostenloses Konferenz-Programm von Microsoft, dass bis Windows XP als Komponente des Betriebssystems ausgeliefert.
Unter Windows Vista oder Windows 7 ist TeamViewer eine gute Alternative.
Siehe auch Kurs-Seite "Internet-Konferenz".
Netscape
Die Firma Netscape Communications Corporation entwickelte mit dem Netscape-Navigator
den ersten erfolgreichen Browser, und half mit das Internet in kürzester
Zeit zum weltweiten Massenmedium werden zu lassen.
Der Quasi-Nachfolger ist der kostenlose Firefox-Browser.
NetShow
NetShow ist eine Server-Software von
Microsoft, um Audio- und Video-Daten bereitzustellen. Auf der Anwenderseite
(Client) können die Inhalte vom Windows
Media
Player dargestellt werden. Konkurrenzprodukt ist RealVideo.
Siehe auch Kurs-Seite "Streaming
Audio und Video".
Netzklasse
Die Netzklasse ist abhängig von der Anzahl der innerhalb einer
Firma oder anderen Einrichtung an das Internet angeschlossenen Computer.
Man teilt Subnetze des Internet ein in die Klassen A, B und C:
| Klasse |
max. angeschlossene
Computer
|
TCP/IP-Adress-Bereich
|
|
A
|
16.7 Millionen,
(nur für wirklich große
Firmen bzw. Einrichtungen)
|
0.xxx.xxx.xxx bis
127.xxx.xxx.xxx |
|
B
|
65.536
|
128. 0.xxx.xxx bis
191.255.xxx.xxx |
|
C
|
256
|
192. 0. 0.xxx bis
223.255.255.xxx |
|
für technische Belange
reserviert: |
größer 224.xxx.xxx.xxx |
Netzwerk
Computer, die miteinander verbunden sind, um
Ressourcen wie Software, Drucker etc. zu teilen. Gruppenarbeit wird durch
den Zugriff auf gemeinsame Datenbestände und Funktionen wie
E-Mail,
Termin-Manager etc. gefördert. Das Internet besteht aus weltweit vernetzten
Netzwerken.
Netzwerkprotokoll
Ein Protokoll, das den Datentransfer
in Netzwerken ermöglicht. Siehe IPX,
NetBEUI,
SPX,
TCP/IP.
Neuartige Rundfunkgeräte
Solche Begriffe können nur von Behörden oder Beamten geschaffen
werden!
Die "Neuartigen Rundfunkempfangsgeräte" erblickten im Rundfunkänderungsstaatsvertrag
des Jahres 2004 erstmals das Licht der Welt.
Es handelt sich um Geräte ohne eigenen Empfangsteil, die aber
Hörfunk- oder Fernsehprogramme über eine Internet-Verbindung
oder UMTS (Mobilfunk) wiedergeben können.
Also auch ein Smartphone, ein internetfähiger
PC/Notebook (via LAN, WLAN
oder UMTS) oder auch eine Spielkonsole, mit der man nebenbei auch noch
im Internet surfen kann.
Zum Vergleich:
Herkömmliche Rundfunkgeräte sind alle Geräte,
die über einen Empfangsteil TV- und/oder Radioprogramme über
Antenne, Satellit oder Kabel empfangen können, egal ob sie tragbar
sind oder nicht. Neben den klassischen Radio oder Fernseher wäre das
auch ein MP3-Player mit Radioteil,
ein PC mit einer Empfängerkarte oder mit einem externen Empfänger
(Tuner) mit USB-Anschluss oder ein Handy
bzw. ein DVD-Player die zusätzlich DVB-T-Empfang
(terrestrischer TV-Empfang) ermöglichen.
Wer ein "Neuartiges Rundfunkgerät" in seiner Zweit- oder Ferienwohnung
betreibt oder auch nur "bereithält" muss dafür eine Grundgebühr
von monatlich 5,76 Euro zahlen.
Näheres unter http://www.gez.de/
(Stand 2011-09)
Wenn es aber die GEZ übertreibt indem sie
 |
für Computer-Kassen einer Steakhauskette Gebühren verlangt
(da sie interfähig sind) |
 |
oder auch von ALDI, da man ja Geräte verkaufe, mit denen der Empfang
von Radio- und Fernsehsendungen möglich ist |
fragt man sich: "GEZ-noch!?" Dann muss sich die GEZ
nicht wundern, dass die Beliebtheitswerte ihrer Kontrolleure ähnlich
denen der
"Zeugen Jehovas" sind.
New Economy
Als "New Economy" bezeichnen sich die Unternehmen,
die digitale Marktplätze für das E-Business
bzw. den E-Commerce anbieten bzw.
realisieren. Fast schon etwas abfällig bezeichnet man die
traditionelle Wirtschaft als "Old Economy".
Newbie
Englisch für "Neuling". Jemand, der sich zum erstenmal in den
Newsgroups
(Usenet)
umschaut. Hier sollte man zuerst einmal die Usenet-Foren news.announce.newusers
(international) oder de.newusers (deutsch)
anschauen, um festzustellen, welche Newsgroup sich mit welchem Inhalt beschäftigt.
Beiträge, die inhaltlich in der falschen Newsgroup landen, sind bei
den Anwendern nicht gerade beliebt.
News
Öffentliche Nachrichten in einem Netz. Z.B. eine E-Mail
an eine Newsgroup, die weltweit gelesen werden
kann. Siehe Kurs-Seite "Newsgroups".
Newsgroups
Nachrichtenbereiche im Usenet,
die alle ein bestimmtes Thema zum Inhalt haben. Siehe Kurs-Seite "Newsgroups".
Newsletter
Viele Web-Seiten bieten einen Newsletter-Service.
Sie können sich registrieren lassen und erhalten automatisch per E-Mail
Informationen z.B. zu neuen Produkten oder Nachrichten. Sie ersparen es
sich, ständig auf die Internetseiten einer solchen Firma zu schauen,
ob Sie hier was neues finden.
Eine Übersicht deutschsprachiger Newsletter bzw. Mailinglisten
finden Sie unter http://www.newsmail.de/
(Stand 2011-11).
Hier eine E-Mail Marketing Agentur mit Newsletter Software
für den professionellen Bedarf,
zur Miete (SaaS),
in einer privaten Cloud oder
als Lizenz: http://www.backclick.de/
[Stand 2013-04]
Newsticker
Wie früher die Nachrichten aus den Fernschreiber tickerten, kann
man ähnliche Effekte auch auf Web-Seiten
darstellen. Sie können Werbung, aber auch "richtige" aktuelle Nachrichten
enthalten.
Newsreader
Programm, um die Artikel im Usenet
zu empfangen und auch zu versenden. Diese Netzwerk-Nachrichten werden mit
dem Net News Transfer
Protocol (NNTP)
übertragen. Beim Netscape-Browsers
übernimmt der "Messenger" diesen Dienst. Sie benötigen also kein
weiteres Programm für diesen Zweck. Ansonsten bieten viele E-Mail-Clients
(z.B. Outlook-Express) einen Newsreader. Siehe Kurs-Seite "Newsgroups".
NFS
Das Network File System
wurde von Sun Microsystems entwickelt, um die Daten von weit entfernten
Rechnern ohne den Umweg über FTP direkt
verfügbar zu machen. NFS kann Verzeichnisse von NFS-Servern auf lokale
Verzeichnisse mappen (zugreifen), so dass es von außen so aussieht,
als arbeite man auf dem eigenen Rechner, in Wirklichkeit jedoch benutzt
man Ressourcen aus dem Internet. Vergleiche auch SMB.
NGI
Next Generation Internet. Internet der nächsten
Generation mit wesentlich höheren Übertragungsgeschwindingkeiten.
Siehe unter Internet2.
NIC
Network Information Center. Die Toplevel-Domains
des Internet (die dreistelligen amerikanischen, wie 'edu', 'com',
'gov', 'mil', 'net' und 'org' oder die länderspezifischen Domains,
wie z.B. 'de', ''jp' etc.) werden jeweils von einem NIC verwaltet. Das
NIC erhält einen Teil des Namensraumes, und kann Subdomains beliebig
vergeben. Für Deutschland ist DENIC (http://www.denic.de,
Stand 2011-09) zuständig. Hier können Sie online abfragen, ob
eine Adresse wie "www.ihre-firma.de" noch zu haben ist oder bereits
von anderen belegt ist.
NIC
Network Interface Card, also eine Netzwerk-Karte.
Nickname
Ist ein Spitzname oder Phantasiename, mit dem man sich z.B. in einem
Chat-Dienst
meldet:
CyberDude: pacman: Wie bist du heute drauf?
NNTP
steht für Net News Transfer
Protocol
(Protokoll zur Übertragung von Netzwerk-Nachrichten). Mit Hilfe des
Netscape-Browsers können Sie News
senden und empfangen. Sie benötigen also kein spezielles Programm
wie einen Newsreader für diesen Zweck. Siehe Kurs-Seite "Newsgroups".
Notebook
Im "Amtsdeutsch" wäre dies ein "Klapprechner". Transportabler akkubetriebener Personal Computer, meist mit aufklappbaren
LCD-Bildschirm.
Solche Geräte haben in etwa die Grundfläche eines DIN A4-Blattes und sind nur einige Zentimeter hoch.
Vergleiche auch Palmtop.
Ein modernes Notebook kann über mehrere Wege eine Verbindung mit
dem Internet herstellen:
Funkverbindung über WLAN.
Kabel- Verbindung mit einem
Netzwerk über die LAN-Buchse.
Telefonverbindung über
die Modem-Buchse mit Hilfe des eingebauten Modems des Notebooks.
Bevor man ein neues und damit teureres Notebook
kauft, sollte man mal prüfen, ob es das gleiche Modell nicht gebraucht erheblich billiger gibt:
Z.B. hier http://www.nbwn.de/
[Stand 2013-04]
NSA
Die National Security Agency ist ein amerikanischer
Geheimdienst, größer als die CIA, die keiner demokratischen
Kontrolle unterworfen ist. Ihr jährlicher Etat wird auf 10 bis 15
Milliarden Dollar für 60 000 bis 100 000 Mitarbeitern geschätzt.
Die NSA-Zentrale befindet sich seit 1957 auf der Armee-Basis Fort Meade
in Maryland. Zusammen mit anderen UKUSA-Staaten
betreibt die NSA den internationaler Abhörring ECHELON.
Siehe auch Kurs-Seite "Der Lauschangriff".
Internetadresse: http://www.nsa.gov/
(Stand 2011-09).
NSAPI
Das Netscape Server API ist eine Software-Schnittstelle
(API) für die Client/Server-Programmierung
von Netscape-Web-Servern. Siehe auch: CGI,
ISAPI.
NT
1.) Als Network Terminator bezeichnet die Telekom den
ISDN-Netzanschluss,
der im Postdeutsch auch Netzabschluss genannt wird.
2.) New Technology. Kürzel für eine Version
des Windows-Betriebssystems.
nTLD
national Top Level Domains. Siehe unterToplevel-Domain.
NTSC
National Television Standards Committee
(boshaft auch für "Never The Same Color").
In den USA und Japan geltende Fernsehnorm. Siehe auch PAL,
SECAM.
Nutzer
Der typische Internet-Nutzer (Surfer) war in den Anfangsjahren des Internets jung,
männlich, gut ausgebildet und verdiente gut. Die Unterschiede in der Internetnutzung, abhängig von Alter, Geschlecht, Bildung und Verdienst, nehmen aber weiterhin stetig ab.
© Bernd Zimmermann 1997-2013 |