Glossar O
Stand: 2006-05-25
Objekt
Ein Objekt ist eine Software-Struktur, die sowohl Daten als auch die
dazugehörigen Methoden zusammenfasst. So ist jede Datei unter Windows
95 bzw. NT als Objekt definiert. Sie hat Eigenschaften wie Dateigröße,
Erstellungsdatum, verschiedene Dateiattribute etc. Die Methoden, die zur
Verfügung stehen, finden Sie beim Klicken auf dieses Objekt mit der
rechten Maustaste: umbenennen, kopieren, löschen, Eigenschaften anzeigen,
etc. Siehe auch OOP.
Objektmodell
Definition der Darstellung von Objekten im Rechner, so dass sie universell
verwendbar sind. In verteilten Objektmodellen (z.B. den Erweiterungen
DCOM
und DSOM von COM
bzw. SOM) ist der Aufruf der Methode von
Objekten nicht davon abhängig, ob sie sich auf demselben Rechner befinden
oder per Netzwerk auf einem fremden Rechner angesprochen werden.
OCR
Optical Character Recognition. Texterkennung aus
gescannten Vorlagen. Solche Programme sind oft im Preis von Scannern enthalten.
OCX
OCX (OLE Controls basierend auf dem Microsoft VBX-Standard)
sind Software-Komponenten, die ihre Dienste über
COM-definierte
Software-Schnittstellen zur Verfügung stellen. Durch den OCX-Einsatz
können Software-Module anderer Hersteller in Progamme integriert werden.
So sind
ActiveX-Controls
internet-fähige OCX-Controls.
Vergleiche auch ActiveX,
COM,
DCOM,
JavaBeans,
OLE
und
OLE.
ODA
Open Document Architecture ist ein Standard zur
plattformunabhängigen Beschreibung von Dokumenten. Siehe auch PDF.
ODB
In einer Objektorientierten Datenbank werden anstatt
streng strukturierter Datensätze Objekte gespeichert.
Dies erlaubt ein flexibleres Speichermodell der Daten und eine gewisse
Änderungsfreundlichkeit dieses Modells.
ODBC
Open Database Connectivity. Von Microsoft
entwickelte Software-Schnittstelle, mit der Clients
auf SQL-Datenbanken zugreifen können.
ODI
Open Datalink Interface. Von Novell entwickelte
Software-Schnittstelle für Netzwerktreiber für DOS-
und OS/2-Betriebssysteme.
OEM
Original Equipment Manufacturer. Hersteller von
Geräten oder Zubehörteilen, die komplett in die Anlagen anderer
Hersteller integriert werden. So wird z.B. das Betriebssystem
oft zusammen mit einem neuen PC-System als OEM-Version verkauft. Der PC-Anbieter
erhält vom Hersteller günstige Rabatte.
Off-Topic
Einen Artikel, der nichts mit dem Thema einer Newsgroup
zu tun hat, bezeichnet man als Off-Topic-Posting. Dieses Verhalten ist
sehr unpopulär und zieht oft Flames
nach sich. Siehe auch Netiquette.
Offline
Es besteht keine Datenverbindung, etwa zum Internet.
Tipp: Schalten Sie auf "Offline", nachdem ihre E-Mails
vom Provider übertragen wurden und lassen sich dann zum Lesen und
Beantworten ausreichend Zeit. Erst, wenn Sie eigene E-Mails
senden wollen oder weitersurfen wollen, schalten Sie wieder auf "Online".
Siehe auch "Online".
Offline-Browser
Ein Offline-Browser ist eine Software, die beliebige Seiten und Informationen
aus dem Internet auf die lokale Festplatte kopiert. Auf diese Art spart
man Online-Kosten und Wartezeit. Einige Offline-Browser können zeitgesteuert
ins Internet gehen, um Seiten schneller zu laden, wenn z.B. morgens um
4 Uhr wenig Betrieb im Internet ist.
Eine deutsche Version des Web Downloader gibt es unter http://www.geocities.com/SiliconValley/Vista/2865/
kostenlos (Stand 2003-09).
Ebenfalls kostenlos ist der HTTrack Website-Copier bzw. Offline-Browser,
siehe unter http://www.httrack.com/
(Stand 2003-09).
Beim Microsoft Internet Explorer ist ab der Version 5 diese Funktion
zum "Offline-Surfen" bereits eingebaut.
Siehe auch Offline-Reader.
Offline-Reader
Ein Programm zum Schreiben von E-Mail
oder Newsgroups-Artikeln,
ohne dass eine ständige Online-Verbindung
zu einer Mailbox oder zu einem Mail-Server
erforderlich ist. Der Offline-Reader überträgt E-Mail bzw. Artikel
automatisch und lädt neu eingegangene Post und Artikel. So können
Online-Kosten reduziert werden.
Steht kein Online-Reader zur Verfügung, kann man nach der Übertragung
der eingegangenen Mail die Verbindung trennen. Dann sichtet man seine Post
und beantwortet sie. Erst zum Senden stellt man die Verbindung wieder her.
Siehe auch Offline-Browser.
OGG
Dateiendung von Ogg Vorbis Audio-Dateien.
Ogg Vorbis
ist ähnlich dem MP3-Standard ein
offenes, nicht-proprietäres und patentfreies Kompressionsformat für
Audio-Daten.
Solche Dateien erkennt man an der Endung .ogg
OLAP
steht für "OnLine Analytical Processing"
(in etwa: "Datenbank mit analytischer Onlineverarbeitung").
Damit können umfangreiche (relationale) Datenbanksysteme abgefragt
und ausgewertet werden,
wie es z.B. in Unternehmen für das Controlling, Management, Rechnungswesen
und Vertrieb erforderlich ist.
Komplexe Fragestellungen wie: "Welcher Kunde hat im letzten Quartal
unsere Produkte der Warengruppe xy bestellt?"
können auch von "Nicht-Datenbankexperten" ohne Kenntnis einer
Abfragesprache formuliert werden.
Man erwarten von OLAP-Systemen sehr kurze Antwortzeiten.
Siehe auch OLTP, vergleiche Datawarehouse.
Old Economy
Als "Old Economy" bezeichnet man die
traditionelle Wirtschaft, im Gegensatz zu den "New
Economy"-Unternehmen, die sich das E-Business
bzw. den E-Commerce auf die Fahnen
geschrieben haben. Siehe auch "brick
and mortar"-Unternehmen.
OLE
Object Linking (verknüpfen)
and Embedding (einbetten). Microsoft-Software-Standard,
um Daten anderer Programme in ein Dokument integrieren zu können.
Wird z.B.bei ActiveX verwendet,
um Audio, Animationen, Video und Virtuelle
Realitäten in
Web-Seiten einzufügen.
Ab
der Version 2 basiert OLE auf dem von Microsoft definierten COM-Standard.
Ohne OLE könnte unter Windows z.B. keine Grafik über die Zwischenablage
in ein Textdokument oder eine E-Mail kopiert
werden.
Vergleiche auch ActiveX,
COM,
DCOM,
JavaBeans
und OCX.
OLR
Siehe unter OffLine-Reader.
OLTP
steht für "OnLine Transaction Processing"
Erfolgen Änderungen in Datenbanken, stehen diese für den
nächsten Zugriff aktualisiert zur Verfügung.
OLTP-fähige Datenbanksysteme sind wichtig für Bankgeschäfte,
Bestell- und Lagerhaltungssyteme.
Beispiel: Sie heben Geld von Bankautomaten ab und sehen die Buchung
unmittelbar später ("in Echtzeit") auf Ihrem frischgedruckten Kontoauszug,
ohne warten zu müssen bis der Kontostand aktualisiert wurde.
Primitivbeispiel: Sobald Sie sich in das Gästebuch des Kurses
eingetragen haben, steht beim nächsten Aufruf die aktualisierte Seite
zur Verfügung.
Siehe auch OLAP, vergleiche Datawarehouse.
OMA
Object Management Architecture
Ein von der OMG definierter Software-Standard
für verteilte Objektsysteme. Siehe auch COM,
CORBA,
DCOM
und SOM.
OMG
Object Management Group
Ein internationales Konsortium von Unternehmen aus verschiedenen Branchen
mit dem Ziel, die Portabilität (Austausch, Übernahme), Interoperabilität
(Zusammenarbeit), Verteilung und Wiederverwendung objektorientierter Software
in heterogenen Umgebungen (also plattformunabhängig) zu fördern.
Dazu wurden Standards wie OMA oder CORBA
definiert.
on-demand
Englisch für "auf Befehl", "auf Abruf". Wird gerne bei der Namensgebung
von Produkten und Dienstleistungen verwendet:
Siehe
Audio-on-Demand,
Books-on-Demand,
Internet-on-Demand,
Music-on-Demand
oder Video-on-Demand.
One-Stop-Shopping
Im E-Business versteht man darunter
elektronische Marktplätze, wo es "alles" gibt. Man muss also nur "einmal"
anhalten bzw. sich über eine Web-Seite einwählen, um einzukaufen.
Ein Beispiel wäre ein Internet-Reiseveranstalter, der "Alles aus
einer Hand" bietet:
Pauschalreisen, individuallisierte Reisen mit Flug, Unterkunft, Leihwagen
und weitere Dienstleistungen, Informationen und "Benefits" (Länderinformationen,
Routenplaner, Newsletter, Währungsumrechner, ...) als Mehrwert für
den Kunden. So verwöhnt schaut sich der Kunde erst gar nicht bei der
Konkurrenz um.
Die angebotenen Dienste können auch sparten- oder sogar länderübergreifend
sein. Vergleiche auch E-Mall.
one-to-more
Begriff aus dem E-Business
für die Beziehung zwischen Lieferant und Kunde.
Ein Beispiel wäre eine elektronische
Auktion (E-Auction),
also eine Versteigerung eines Anbieters and mehrere Interessenten.
Der
Höchstbietende erhält den Zuschlag. Siehe auch more-to-one,
more-to-more.und
one-to-one.
one-to-one
Begriff aus dem E-Business für die Beziehung eines Lieferanten
zu einem Kunde.
Dies kann z.B. eine spezielle Lösung des elektronischen Bestellverkehrs
eines Herstellers zu einem Großabnehmer (etwa in der Autoindustie)
sein.
Auch E-Shops, die dem Kunden ein auf
ihn induviduell zugeschnittenes Angebot zeigen, gehören dazu. Dazu
muss zuvor ein Profil des Kunden gespeichert werden, wo die Art und der
Umfang der gewünschten Information zu Produkten und Dienstleistungen
hinterlegt ist. Betritt der Kunde den E-Shop
erneut, kann er mit Hilfe eines Cookies
erkannt werden. Daraufhin stellt der Shop-Rechner das gewünschte Angebot
zusammen. Siehe auch more-to-one,
more-to-more
und one-to-more.
Online
Online heißt elektronisch verbunden sein.
Das sind Sie, wenn Sie sich z.B. über Modem
und Telefon bei einem Provider eingewählt
haben und Internet-Seiten oder andere Dienste abrufen.
Online-Dienst
Solche Dienste ermöglichen ihren Mitgliedern
den Zugang zum Internet. Außerdem bieten sie ein (möglichst)
ausgewähltes, überschaubares und gut strukturiertes Angebot.
Man spricht dann auch von Content-Providern
(content: engl. für Inhalt). Bekannte
Namen sind
AOL,
CompuServe
oder T-Online.
Online-Dokumentation
Online abrufbare Dokumentationen über Produkte, Dienstleistungen
u.a., die über Netze (firmeninterne Intranets
oder öffentliche Netze wie dem Internet)
abrufbar sind. Der Anwender ruft sie bei Bedarf "Online"
ab. Dieser Kurs ist auch eine Online-Dokumentation. Sobald ich eine Änderung
ins Internet "gestellt" habe, ist der aktualisierte Inhalt weltweit abrufbar.
Ein Papier-Handbuch muss erst gedruckt und dann verteilt werden, was
höhere Kosten verursacht. Es kann schon veraltet sein, wenn es der
Anwender ins Regal räumt. Viele Handbücher werden erst gar nicht
gelesen, d.h.sie wurden umsonst gedruckt. Siehe auch Online-Hilfe.
Online-Hilfe
Vielseitige, elektronisch und online verfügbare
Hilfe-Angebote gibt es für die unterschiedlichsten Zwecke und Zielgruppen:
Mit geeigneten Programmen wie WinHelp können (parallel zur Windows-Hilfe)
auch Online-Hilfen
realisiert werden, die internetfähig sind. Vorteile: immer aktuell,
muss nicht gedruckt und verteilt werden.
Online-Magazin
siehe unter E-Zine.
OnSite
Ein "OnSite"-Service oder eine "OnSite"-Garantie hat nichts mit dem
Internet zu tun.
Man kann es ins Deutsche als "Vor-Ort-Garantie" übersetzen. Ein
defektes Produkt wird vor Ort repariert, ausgetauscht oder abgeholt und
repariert zurückgeliefert. Viele PC-Anbieter bieten gegen Aufpreis
solche Service-Leistungen. Lesen Sie aber vor Vertragsabschluss das Kleingedruckte.
OOP
Die Objektorientierte Programmierung ist eine
Methode zur Erstellung von Software. Dabei werden Daten sowie Verfahren
zur Manipulation dieser Daten in Objekten zusammengefasst.
Beispiele objektorientierter Programmiersprachen sind C++
und Java.
Siehe COM, CORBA,
Objektmodell,
OCX,
OMA
und
OLE.
Open-Source
Software, die sowohl als Quelltext ("source
code") als auch in ausführbarer Form inspiziert, verändert und
auch verändert unter gleicher Lizenz weitergegeben werden darf.
Der Quellcode ("source code") ist meist öffentlicht zugängig
und kann von anderen Programmierern verwendet werden.
Typisches Open-Source-Beispiele wären
das Betriebssystems Linux,
der Firefox-Browser,
der Thunderbird E-Mail-Client,
das Grafikprogramm GIMP
oder die Verschlüsselungs-Software GnuPG.
Siehe auch unter Internetadresse: http://www.opensource.org/
( Stand 2010-03).
OpenGL
Open Graphic Language wird häufig zur Programmierung
von interaktiver 3D-Grafik und Animationen
eingesetzt und ist für viele Plattformen (Betriebssysteme)
verfügbar. Siehe auch DirectX.
Opera
ist ein norwegischer WWW-Browser
und eine Alternative zu seinen Konkurrenten Firefox oder dem Microsoft-Internet-Explorer. Er ist
klein und systemressourcen-schonend, schnell, konfigurierbar, anwender-freundlich.
Das Download gibt es kostenlos unter
http://www.opera.com/
(Stand 2010-03).
OPS
Open Profiling Standard. Der Anwender definiert
sich einen elektronischen "Passport", der neben persönlichen Angaben
z.B. auch Daten, wie beispielsweise das frühere Kaufverhalten beinhalten
kann. So kann der Anwender einem E-Commerce-Anbieter
sein bisheriges "Einkaufsprofil" übermitteln und erhält dann,
ein diesen Vorlieben entsprechendes Warenangebot zur Auswahl. OPS wurde
dem W3C als Diskussionsentwurf vorgelegt.
Um einen Missbrauch zu verhindern, wurde aus OPS der P3P-Standard
entwickelt. Dieser Standard soll die Kommunikation beim Datenaustausch
zwischen Anbieter und Anwender regeln.
opt-in
Beim opt-in-Verfahren können sich die Anwender für
den Empfang von Werbe-E-Mails bei einem Anbieter in eine "Opt-in-Liste"
eintragen (subscribe). Er erhält
dann auf eigenen Wunsch Werbung, im Gegensatz zum opt-out-Verfahren.
opt-out
Beim opt-out-Verfahren hat der Empfänger einer Werbe-E-Mail
die Möglichkeit, sich aus der Verteilerliste des Anbieters entfernen
zu lassen (unsubscribe), wenn er
keine weitere Werbung wünscht. Siehe auch opt-in-Verfahren.
OS
Operating System. Siehe unter Betriebssystem.
OSI
Die Open Systems Interconnection ist eine Sammlung
von ISO-Standards zur Kommunikation zwischen
Computersystemen.
OTA
Over-The-Air.
Technik, um z.B. ein Handy automatisch über den Netzbetreiber
per Konfigurations-SMS einzustellen.
Outlook
Kostenpflichtiges E-Mail-Programm
der Firma Microsoft.
Outsourcing
Beim Outsourcing werden komplette Betriebsfunktionen an Dritte vergeben.
Klassische Beispiele wären Kantine, Wartung von Geräten, Hotline-Tätigkeiten
über ein Call-Center. Oft entstehen
dadurch Kostenvorteile, weil der neue Dienstleister mehr Erfahrung hat
oder besser sein Personal und Ressourcen einplanen kann. Die Firmen müssen
sich fragen: Make or Buy? - Selbermachen oder kaufen? Werden nur Teilaufgaben
an externen Partner vergeben, spricht man von Outtasking.
Outtasking
Beim Outtasking werden, im Gegensatz zum Outsourcing,
nur einzelne (Teil-)Aufgaben (englisch: "tasks") und keine kompletten Betriebsfunktionen
an externe Partner übertragen. Man behält die Planung und Kontrolle
und ist weniger abhängig.
© Bernd Zimmermann 1997-2010 |