Glossar P Stand:
2011-10-09
P2P
Kurzform von peer-to-peer oder "person-to-person".
P2P-Lending
... steht für "person to person lending", zu deutsch "ein Kredit unter Privatpersonen".
Ermöglicht wird diese Kreditform gerade über das Internet, das dafür die ideale Plattformen bieten kann.
Auf einem Kreditmarktplatz im Internet treffen sich private Kreditgeber
und -Nehmer. Die Kreditgeber entscheiden welche der vorgestellten Projekte der Kreditnehmer
sie zu welchen Konditionen (Zinsen und Laufzeit) finanzieren möchten.
Vorteile für den Kreditnehmer: Er bekommt wahrscheinlich Kredite
zu besseren Konditionen (wenn überhaupt) als von seiner Hausbank.
Vorteile für den Kreditgeber: Er bekommt in der Regel mehr Zinsen
für sein Geld als es z.B. für ein Tagesgeldkonto gibt.
Ein deutsches Beispiel wäre http://www.smava.de/ [Stand 2011-03]
P3P
steht für Platform for Privacy Preference
Project.
Es ist ein Protokoll speziell für die Übertragung von Anwenderdaten.
Nur dann, wenn der Anbieter einer Web-Site
angibt, welche Daten wozu übermittelt werden (Privacy
Policy) und der Anwender dieser Datenweitergabe zustimmt, kommt es
zur Übertragung. Das World Wide Web Consortium (W3C)
hat den P3P-Standard als Entwurf vorgelegt, um die Privatsphäre des
Anwenders besser zu schützen.
Der Microsoft Internet-Explorer erlaubt Cookie-Einstellungen nach P3P.
Da P3P nicht für alle Anbieter verbindlich ist, sollte man diese Möglichkeit
nicht nutzen.
Packet Radio
Ein Netzwerk, bei dem der Datentransport über Frequenzen des Amateur-Funks
erfolgt. Über Packet Radio können E-Mails,
News und Dateien übertragen werden.
Page-Impressions
siehe unter PageView.
Page-Ranking
Bedeutet soviel wie der Rang einer Web-Seite
in einer Suchmaschine. Dieser kann
erkauft (und damit verbessert) werden oder wird über deren Popularität
(d.h. Links auf diese Seite) ermittelt, wie es die Google unter http://www.google.com/
(Stand 2003-09) macht. Testen Sie selbst und geben Sie dort "WWW-Kurs"
ein!
Pager
 |
1.) Pager waren kleine Funkrufempfänger (im Volksmund
auch "Piepser" genannt), die in jede Hosentasche passten. Empfangene Nachrichten
wurden auf einem Display als Zahlen (numerisch) oder Text (alphanumerisch)
dargestellt. Der SMS-Dienst auf Mobiltelefonen und immer günstigere Mobilfunktarife hat dann sehr schnell die Pager-Dienste sterben lassen.
Pager-Dienste in Deutschland waren: Scall, Telmi, Skyper, Quix, CityRuf
|
 |
2.) Nicht verwechseln darf man den Pager als Funkrufempfänger
mit einem Internet-Pager.
Mit Hilfe solcher Pager lassen sich Bekannte ausfindig machen, die
momentan ebenfalls "online" sind. Kommt
eine Verbindung zustande kann man sich, je nach Pager-Programm, direkt
Nachrichten, E-Mails, URLs
oder Dateien gegenseitig zuschicken, Chatten
und vieles mehr. Bekannte Pager-Dienste bzw. -Programme sind ICQ,
der AOL Instant Messager (AIM) oder der Yahoo!-Pager. |
PageView
Englisch für "Seitenabruf". PageViews bezeichnen die Anzahl der
Aufrufe einer Web-Seite mit allen zugehörigen
Elementen (Grafik, Fotos, Sounds etc.). Für Werbetreibende ist dies
eine wichtige Informationen über die Attraktivität der Seiten.
Siehe auch AdClick, AdView,
Hit,
Visit,
Web-Rating.
PaidMail (oder auch Paid4Mail,
gelesen "paid for mail")
Während der "normale" Internet-User sich über Werbe-E-Mails
ärgert, die täglich sein elektronisches Posteingangskörbchen
zumüllen (siehe auch Spam), gibt es
andere, die damit sogar Geld verdienen.
Bei verschiedenen PaidMail-Diensten (im Deutschen auch Mailtauscher)
kann als freiwilliger Empfänger von Werbe-E-Mails melden. Diese bestätigt
man durch eine Antwort-Mail oder durch Klicken auf einen entsprechenden
Link in der Mail. Die Vergütung erfolgt in Geld (z.B. 2 Eurocent pro
Mail) oder durch Guthabenpunkte, mit denen man z.B. in eigener Sache Werbung
für seine Web-Seiten machen kann (Prinzip der Gegenseitigkeit).
Stellt sich die Frage: Woher kommt das Geld?
Einige Internet-Werber "beweisen" so ihren Auftraggeber, dass sich
ihre Werbung gelohnt hat, wenn sie Statistiken über Werbe-Mails vorlegen,
auf die der Empfänger zumindest reagiert hat. Sie verschweigen aber,
dass sie dafür "bezahlte Klatscher" engagiert haben.
Mit der Möglichkeit PaidMails automatisch mit speziellen Programmen
bestätigen zu lassen, ist der PaidMail-Empfänger der Gewinner.
Zu den Verlierern gehören Firmen, die für ihre Produkte werben
lassen und die jeweiligen Provider der PaidMail-Empfänger,
die ohne Vergütung die Masse an E-Mails transportieren müssen.
In der PaidMail-Szene gibt es viele schwarze Schafe. Diese erkennt
man z.B. daran, wenn die ausstehende Vergütung nicht auf dem Konto
eintreffen will, oder persönliche Daten ungefragt an Dritte weitergegeben
werden.
Links zu Anbietern: http://www.money-money.info/mehrbesucher.htm
(Stand 2005-05)
PAL
Phase Alternate Line. Fernsehnorm in Deutschland
und Westeuropa, außer Frankreich. Siehe auch NTSC,
SECAM.
Palette
Farbpalette einer Rastergrafik.
Siehe auch CLUT.
Palmtop
"palm" englisch für Handfläche. Ein Mobil-PC, der kleiner
ist als ein Notebook und auf einer Handfläche
bzw. in der Jackentasche Platz findet. Siehe auch PDA.
PAP
Password Authentification Protocol zur Authentifizierung
eines Teilnehmers bei einer PPP-Verbindung. Der anrufende
Klient (User) identifiziert sich mit einem Benutzernamen (Username) und
einem Passwort, das auch verschlüsselt sein
kann. Diese Technik gilt als nicht sehr sicher, da jemand z.B. die Telefonleitung
anzapfen könnte, um die Sequenz aufzuzeichnen und später zu wiederholen.
Vergleiche auch die PAP-Variante CHAP.
parallel
Eine parallele Datenübertragung erfolgt über mehrere Datenleitungen
(in der Regel Vielfache von 8) gleichzeitig und ist damit um ein Vielfaches
schneller als eine serielle Datenübertragung.
Beispiel wäre die parallele Druckerschnittstelle eines PC oder Bussysteme
mit 16, 32 oder gar 64 parallelen Datenleitungen.
Parser
Ein Software-Modul, das Dokumente oder Quelltexte syntaktisch analysiert
und für die Weiterverarbeitung aufbereitet.
Passphrase
Eine Passphrase ist ähnlich einem Password,
nur dass man hier ganze Sätze (Phrasen) inklusive Sonderzeichen und
Leerzeichen angeben werden können, z.B. "Alles klar. - Oder was?".
Eine Passphrase ist aufwendiger zu "knacken" und somit sicherer als
ein Password. Beim Verschlüsselungsprogramm
PGP
wird dies auch als "Mantra" bezeichnet.
Passport
Authentifizierungs-System
von Microsoft nach dem Prinzip: "Ein Name ein Kennwort!"
Der Vorteil für den Anwender soll sein, dass er sich nur bei diesem
Dienst mit seinem Daten (und Kontonummer!) anmeldet.
Danach kann er z.B. bei anderen Passport-Partner-Sites
einkaufen (E-Shop) oder deren Dienstleistungen
nutzen.
Internetadresse: http://www.passport.com/
(Stand 2003-09)
Datenschützer warnen:
"Wer Passport zur Authentifizierung benutzt, hat keine Garantie, dass
die eigenen Daten nicht weiterverwendet werden."
Password
Geheimes Wort, um sich bei einem Computer, einem
Netz, einem Dienst (z.B. E-Mail) oder
im Internet anzumelden. Es verhindert den Zugang von unberechtigten Personen.
Das Passwort unter der Tastatur ist so wie der
Schlüssel unter der Matte! Siehe auch Seite "Passwort-Tipps",
vergleiche Passphrase.
Passwort
siehe Password.
Patch
Englisch für "Flicken". Eine kleine Änderung an einer Software
zur Behebung eines Fehlers, die oftmals im Internet zum Downloaden
angeboten wird.
Path
Englisch für "Pfad". In Dateinamen der durch besondere Zeichen
geklammerte Teil, der den Speicherort angibt. Unter DOS mit dem Zeichen
'\', in einer Internetadresse mit '/'.
Pauschaltarif
Einige Internet-Provider oder Telefongesellschaften
bieten solche Pauschaltarife. So zahlt man z.B. nur eine monatliche Grundgebühr
an den Provider und kann ohne zeitliche
bzw. mengenmäßige Begrenzungen surfen.
Pay-TV
Fernsehen, für das man bezahlen muss. Beispiele für deutsche
Pay-TV-Sender sind Premiere und DF1. Nur mit einem Decoder
können solche Programme empfangen werden. Prinzipiell ist es schon
möglich, über das Internet ein Video zu bestellen (Video-on-Demand),
das dann auch über das Internet übertragen wird. Aber hierfür
muss für einen kommerziellen Einsatz die Übertragungsgeschwindigkeit
im Internet noch deutlich gesteigert werden.
Paybox
Hinweis: Die paybox deutschland AG hatte ihren Dienst am Donnerstag
den 2003-01-23 mangels Nutzer eingestellt, plant aber ein Comeback "nach
den Sommerferien 2003".
So funktioniert es:
Der Handybesitzer (GSM-Handy eines beliebigen
deutschen Mobilfunk-Anbieters) registriert sich bei Paybox und hinterlegt
dort die Nummer seines Girokontos bei einer beliebigen Bank. Er erhält
eine persönliche PIN-Nummer. Will er dann bei einem
Online-Shop, Taxifahrer, Fast-food-Lieferdienst etc. bezahlen gibt er seine
Handynummer an. Der Verkäufer bzw. Dienstleister veranlasst dann direkt
einen Anruf (telefonisch oder per Internet) bei Paybox.
Paybox ruft dann sofort auf dem Handy des Kunden zurück. Eine
elektronische Stimme fordert zum Bezahlen auf und nennt den fälligen
Betrag. Der "Payboxer" quitiert die Zahlung mit seiner vierstelligen Geheimzahl.
Paybox zieht den Betrag ein und überwiest ihn auf das Konto des Verkäufers
bzw. Dienstleisters.
Vorteile: Keine Übermittlung von Name, Adresse, Kreditkartennummer,
PIN,
TAN,
Kontonummer über unsichere Internetverbindungen, keine zusätzliche
Hard- und Software wie Kartenleser oder Plug-Ins,
mobil einsatzfähig.
Internetadresse:
http://www.paybox.de/
(Stand 2003-09).
Payload
Der Schadteil oder die Schadensfunktion(en) von besonders böswilligen
Computer-Viren, die z.B. Daten löschen,
manipulieren oder ausspähen.
PayPal
Weit verbreitetes Online-Bezahlsystem , sowohl für den Besteller
(der die Ware haben will), als auch für den Lieferant (der das Geld
haben will) besonders sicher.
Beide müssen aber bei diesem Dienst registriert sein.
Internetadresse: http://www.paypal.de/
(Stand 2011-05)
PC
Ein Personal Computer ist ein Rechner, der ausschließlich
einem Benutzer vorbehalten ist. Spötter sprechen daher vom "Persönlichen
Chaos"
oder auch für "Problem Center". Marktführer sind
sogenannte "Wintel-PC", die mit einem Intel-Prozessor (Typ Pentium, ein
Typ 486 gehört schon "zum alten Eisen") und dem Betriebssystem Microsoft-Windows
ausgerüstet sind.
PCs werden meist schon nach 3 Jahren von neuen Modellen in den Schatten
gestellt, so dass Spötter sagen "Kaum ausgepackt und schon veraltet!".
PC-to-PC oder auch
PC2PC
Kürzel für die Kommunikation zwischen zwei (eventuell mehreren)
Rechnern. Siehe Kurs-Seiten "Telefonieren über
das Internet" und "Konferenzen über das
Internet".
PCD
Nachdem der Handy-Markt nahezu gesättigt war, hat man das Handy
als modisches Accessoire entdeckt. Limitierte Auflagen, exklusives Design
und der Name “Personal Communication Device”, kurz
PCD, sollten deren stolze Besitzer vom mobil telefonierenden Hinz &
Kunz abheben lassen. Drinnen verbargt sich allerdings biedere bekannte
Technik. Das Bild zeigt Handys - pardon PCDs - des Labels XELIBRI (sprich
Exelibri) von Siemens.
XELIBRI erwies sich aber als Flop und wurde 2004-05 eingestellt. |
 |
PCM
Pulse Code Modulation ist ein Verfahren zur Umsetzung
analoger in digitale Signale, das im z.B. bei ISDN
eingesetzt wird.
PD
Steht für Public Domain. Definition siehe unter
Public-Domain.
PDA
 |
Ein Personal Digital Assistant ("persönlicher
digitaler Assistent") ist ein kleiner mobiler Computer im "Hosentaschenformat".
PDAs (auch schon mal als H/PC oder Palmtop
bezeichnet) dienen als Terminkalender, Nachschlagewerke und für die
Erfassung kleiner Datenmengen. Auch das Versenden und Empfangen von Faxen
oder eine Internet-Verbindung ist zusammen mit einem Funktelefon möglich.
Einige besitzen statt der Tastatur einen Touch-Screen. |
PDB
Palm DataBase ist ein Dateiformat für E-Books.
Vergleiche ePUB oder Mobile-PDF.
PDF
steht für Portable Document
Format.
Ein von Adobe entwickeltes Format, um fertig formatierte
Dokumente
plattformunabhängig anzeigen bzw. drucken zu können. PDF
arbeitet mit Datenkompression. Hyperlinks
und Verschlüsselung sind möglich. PDF-Files
können mit einem kostenlosen Plug-In vom Browser dargestellt werden.
Der Ersteller eines solchen Dokumentes "druckt" aus seiner Anwendung mit
Hilfe eines speziellen Treiberprogramms (Programm: Adobe Destiller)
in eine Datei. Eine Nachbearbeitung ist möglich. So lässt sich
z.B. das in WinWord auf einem Windows-PC erstellte Handbuch mitsamt Grafik
auch auf einem Apple-PC ausdrucken.
PDF eignet sich insbesondere für die elektronische Publikation
und Verteilung bereits vorhandener Papierdokumentation. Der Import oder
eine Weiterverarbeitung von PDF-Dateien ist nur mit spezieller Software
möglich. Eine PDF-Datei kann auch vor dem Kopieren von Textpassagen
bzw. dem Druck in eine Datei gesperrt werden. Per
Plug-In
kann ein Browser erweitert werden, um solche Dateien anzeigen zu lassen.
Beispiel auf der Kurs-Seite "Plug-In-Test".
PDM
steht für Product(ion) Data
Management.
Dieser Begriff wird meist gleichbedeutend mit EDM
für
Engineering Data Management verwendet.
Bei einem Produkt (oder auch einer Dienstleistung)
fallen über den gesamten Lebenszyklus eine Vielzahl von Daten an,
deren Fluss man mit PDM-Systemen für die unterschiedlichen Geschäftsprozesse
optimieren kann.
Beispiel:
Beim Entwurf eines Produktes (mit CAD-Mitteln)
fallen Konstruktionsdaten an, die zur Steuerung von Werkzeugmaschinen,
Fertigungsplanung und Qualitätssicherung verwendet werden können.
Die Inhalte der Stücklisten der benötigten
Materialien werden an den Einkauf weitergeleitet. Aus den Arbeitsplänen
für die Produktion, den Stücklisten und den Preisen des Einkaufs
lässt sich der Preis für ein Produkt kalkulieren. Zeichnungs-
und Stücklistendaten sind auch zur Erstellung von Ersatzteillisten,
Handbüchern und Bedienungsanleitungen notwendig (siehe auch EDM
für Electronic Document Management).
Produktdaten können für Kataloge eines
E-Shops
im Internet eingebunden werden. Gerade für das Internet kommen für
Marketing-Zwecke (E-Marketing) weitere
multimediale Dokumente wie Video- und Audio-Daten hinzu. Für variantenreiche
Produkte können Konfiguratoren erstellt werden, mit denen der (potenzielle)
Kunde via Internet "sein" Auto (mit Wahl des Typs, Farbe, Innenausstattung,
Sonderzubehör) zusammenstellt oder einen auf ihn zugeschnittenen Versicherungs-Tarif
ermittelt. Auch für Serviceangebote wie Call-Center
und Hotline-Dienste ist der schnelle
und aktuelle Zugriff auf Produktdaten nötig.
Hat ein Produkt schließlich sein Lebensende
erreicht und muss entsorgt werden, sind Angaben über enthaltene (Schad)-Stoffe
von Nutzen.
PDM ist eine "Untermenge" von CPC und
mit PLM verwandt.
PEBKAC
Problem Exist Between Keyboard And
Chair
bedeutet "das Problem sitzt zwischen Tastatur und Stuhl". Gemeint ist also
der Anwender vor dem PC als Problemursache. Siehe auch
DAU.
Peer
Englisch für "Partner". Gemeint ist die jeweils andere Seite einer
Datenverbindung.
Peer-to-Peer
Peer-to-Peer Netzwerke (Kurzform P2P)
sind Netzwerksysteme ohne zentrale Zugriffskontrolle, in denen alle Rechner
gleichberechtigt agieren. Eine Datenverbindung besteht dabei immer direkt
von einem Teilnehmer zum anderen, ohne Zwischenschaltung eines Netzwerk-Servers.
Beispiel: Kopplung zweier PCs, um Daten zu kopieren oder abzugleichen.
Beliebtes Einsatzgebiet sind auch Tauschbörsen (wie eDonkey,
Morpheus
oder KaZaA) für Musik und Videos,
sehr zum Ärgernis der Musik- und Filmindustrie.
Pegasus
Weitverbreitete kostenlose E-Mail-Software
für Windows 32-Bit-Systeme.
Internetadresse: http://www.pmail.gen.nz/
(Stand 2003-09).
Performance
Könnte man mit "Leistungsfähigkeit" übersetzen. Die
"Performance" eines PC hängt zunächst von der Taktgeschwindigkeit
des Prozessors ab. Je mehr Operationen innerhalb einer bestimmten Zeit
durchgeführt werden können, desto zügiger läuft auch
die Anwendung. Natürlich sind andere Komponenten wie Bussystem, Festplatte
oder Grafikkarte auch mitentscheidend. Zwischen der objektiv messbaren
Performance und der empfundenen Leistung eines Rechners muss kein direkter
Zusammenhang bestehen. Wer lange Zeit mit einem Modem
"online" und dabei eigentlich zufrieden
war, könnte sehr frustiert sein, wenn er z.B. bei einem Bekannten
einmal zig-fach schnellere, "performantere" DSL-Verbindung
selbst erlebt hat.
PERL
Practical Extraction Report Language. Eine
Script-Sprache (Batch-Sprache), die für viele Plattformen verfügbar
ist. Viele CGI-Programme sind in Perl realisiert.
Siehe auch JavaScript.
Persistenz
Aus dem lateinischen für "Dauerhaftigkeit", "Widerstandskraft".
Datentechnisch bedeutet Persistenz, dass Daten den Programmlauf überdauern.
Daten und Programmcode lassen sich speichern, wodurch sich die "Lebenszeit"
verlängert.
Personal Certificate
Siehe Digitale Signatur.
personalize
Bezeichnet das Anpassen bzw. "das Personalisieren" von Software-Oberflächen
und -Funktionen an die persönlichen Vorlieben des Anwenders (Users).
Ein Beispiel aus den Internet wäre "My Yahoo!" unter http://de.my.yahoo.com/
(Stand 2003-09), wo man seine persönliche Startseite einrichten kann.
Siehe auch "customize".
Pfad
Die vollständige Beschreibung der Lage einer
Datei auf einem Laufwerk oder einem Server.
PFB
Eine Printer Font Binary-Datei enthält die
binäre
Darstellung (Outline-Information, d.h. die Umrißbeschreibung) eines
PostScript-Fonts.
Siehe auch PFM,
ATM,
Type1,
vergleiche TTF.
PFM
Eine Printer Font Metrics-Datei enthält die
Bemaßungen (Zeichenbreite, Zeichenabstande) eines PostScript-Fonts.
Siehe auch PFB, ATM,
Type1,
vergleiche TTF.
PGML
Precision Graphics Markup Language. Der
von Adobe, IBM, Sun und Netscape entwickelte PGML-Standard liegt dem World
Wide Web Consortium (W3C) seit 1998 als Entwurf
vor. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung des PDF-Standards
mit der Möglichkeit, auch hochauflösende Grafiken platzsparend
zu speichern.
PGP
Steht für Pretty Good Privacy und ist ein
Programm zur Verschlüsselung von E-Mails.
PGP ist Freeware und damit kostenlos
über viele Shareware-Archive zu
beziehen.
Im E-Mail-Bereich ist PGP mittlerweile zu einem Quasi-Standard geworden
und wird von sehr vielen Leuten eingesetzt. Siehe Kurs-Seite "Pretty
Good Privacy (PGP)".
Phishing
Kunstwort aus "passwort" und "fishing". Gemeint ist das "Abfischen
von Passwörtern".
Versuche, meist unter einem Vorwand, persönliche Daten in Erfahrung
zu bringen. Wenn Sie z.B. eine E-Mail von Ihrer Bank erhalten, mit der
Bitte Ihre PIN (mit TAN)
"zur Überprüfung" zu nennen oder von einer Behörde gebeten
werden über Ihre finanzielle Situation Auskunft zu geben ist äußerste
Vorsicht angebracht.
Wenn ein Täter mit solchen Daten Ihre Identität illegal übernimmt
(engl. "Identity Theft") können
die Folgen resultierender Straftaten sehr unangenehm sein. Ist plötzlich
Ihr Konto nicht nur leergeräumt sondern auch noch überzogen,
wird Ihnen die Bank nicht entgegenkommen, da Sie selber ja die Daten "ausgeplaudert"
haben.
Die Banken weisen darauf hin, das vertraulichen Informationen niemals
telefonisch, per E-Mail oder über das Internet abgefragt werden!
Mehr dazu unter http://www.antiphishing.org
(Stand 2004-07)
Phone-to-Phone oder auch
Phone2Phone
Bezeichnet das Telefonieren zwischen zwei "normalen" Telefonen, wobei
aber die Verbindung größtenteils über das Internet hergestellt
wird. Siehe "Telefonieren über das Internet",
vergleiche PC2PC und Web-to-Phone.
PHP
Ist eine "rekursive Abkürzung" und steht für "PHP:
Hypertext
Preprocessor",
wobei das PHP vor dem Doppelpunkt für bereits für "Professional
Home
Page"
steht. PHP ist eine sehr mächtige serverseitige Skriptsprache, mit
der man relativ leicht dynamische bzw. interaktive Seiten programmieren
kann. Solche Seiten erkennt man an der Endung
*.php.
Es handel sich um HTML-Dokumente, die
zusätzlich Programm-Sourcecode (die Syntax orientiert sich stark an
C) in der PHP-Interpretersprache enthalten. Das auf der Server-Seite laufende
PHP-Programm interpretiert die PHP-Befehle. So könnte dann z.B. auf
der Seite das Ergebnis einer Datenbankabfrage eingeblendet werden. Die
Seite ist dann nicht mehr nur "statisch", sondern kann "dynamisch" arbeiten.
Ein PHP-Befehl wird mit den HTML-Tags
<? und ?> umschlossen. Jeder PHP-Befehl muss mit einem Strichpunkt (;)
abgeschlossen werden.
PHP unterstützt Cookies, File-Uploading,
Senden von E-Mails, Zugriff auf Umgebungsvariablen,
ist IMAP-fähig, verfügt über
Funktionen zum Abfragen eines LDAP-Servers
und kann auf Dateien über HTTP bzw. das lokale Dateisystem zugreifen.
So lassen sich z.B. einfach dynamische GIF-Bilder erzeugen und mit
einem Truetype-Font-Schriftzug versehen. Am 2000-05-22 wurde die Version
PHP4.0.0 final publiziert.
Tipp für PHP-Programmierer: http://www.php-center.de/
und ein Online PHP-Schulungsngebot http://thinkphp.de/
(Stand 2003-09)
PHP3
Steht für Professional HomePage, Version
3.
Siehe unter PHP.
PHP4
Steht für Professional HomePage, Version
4.
Siehe unter PHP.
PICS
Platform for Internet Content Selection.
Bei diesem Verfahren lassen Content-Provider (also Anbieter von Web-Seiten)
im World Wide Web ihre Seiten von einer unabhängigen Stelle (z.B.
Recreational Software Advisory Council (RSACi)
oder über das SafeSurf Rating System) zertifizieren.
Nach einer Überprüfung der Web-Angebote durch diese Zertifzierungsstellen
erhalten die Content-Provider einen HTML-Code,
der in den HTML-Seiten aufgenommen werden muss. Anwender, z.B. die Eltern,
können über ein Profil festlegen, für welche Stufe der Jugendgefährdung
die Übertragung unterbunden werden soll. Ruft nun ein Browser,
bei dem das PICS-Verfahren aktiviert ist, solche Seiten ab, werden sie
nur dargestellt, wenn es das angegebene Profil erlaubt.
Bei RSACi werden beispielsweise die
Bereiche "Sprache", "Gewalt", "Nacktbilder" und "Sex" unterschieden. In
jedem dieser Bereiche besteht eine 5-stufige Skala zur Bewertung des Angebots.
In der Kategorie "Sex" umfasst die Skala die Werte:
"0" Kein Sex oder nur unschuldiges Küssen, Romanzen
"1" Leidenschaftliches Küssen
"2" Sexuelle Handlungen zwischen Bekleideten
"3" Nicht-explizitie sexuelle Handlungen
"4" Explizite sexuelle Handlungen und Sexualverbrechen
Solche Klassifizierungen sind von der jeweiligen Vorstellungen über
Moral und Sexualität abhängig.
So gibt es zwischen amerikanischen, europäischen oder moslemischen
Staaten teils gravierende Unterschiede.
Allerdings hat das PICS-Modell einer freiwilligen Selbstkontrolle weder
bei den Anbietern noch bei den Konsumenten besonderes Interesse gefunden.
Die Klassifizierung ist relativ aufwendig bzw. zeitraubend, nicht alle
Browser unterstützen PICS, außerdem kann die PICS-Filterung
relativ einfach umgangen werden. Vergleiche auch ICRA.
PICT
Grafikformat für Macintosh-Rechner. Neben Rastergrafiken können
auch Kommandos für Vektorgrafiken enthalten sein. Siehe auch CGM,
EMF,
EPS
und
WMF.
PIM
Personal Information Management ist ein Sammelgegriff
für Tools und Funktionen zur Verwaltung
von persönlichen Informationen. Dazu gehören Adressbücher
(mit E-Mail-Adressen, Telefon- und Faxnummern), E-Mail,
Kalender und Termine, Aufgabenliste, Notizen. Viele Mobiltelefone oder
PDA´s
bieten PIM-Funktionen. Microsoft-Outlook, vielen "nur" als E-Mail-Programm
bekannt, ist ein typisches PIM-Tool.
PIN
Persönliche Identifikationsnummer. Auf Checkkarten
oder beim Telebanking verwendete
Geheimzahl zur Identifikationsprüfung. Hinzu ist pro Transaktion oft
auch eine
TAN erforderlich. Siehe auch Kurs-Seite
"Homebanking/Onlinebanking".
Ping
Ein Hilfsprogrammm, das die Möglichkeit
bietet, zu sehen, ob ein Rechner arbeitet und mit dem Netzwerk verbunden
ist. Ein Datenpaket wird ausgesendet und vom "angepingten" Rechner reflektiert.
Die Zeitspanne, die die Datenpakete für
die Reise vom eigenen Rechner zum Zielserver und wieder zurück benötigen,
nennt man Round Trip Time (RTT).
TTL steht für Time To
Live.
Die Angabe dieser "Lebensdauer" soll vermeiden, dass fehlgeleitete Daten-Pakete
(Routingfehler, Schleifenbildung) endlos im Netz umherirren. Der TTL-Wert
wird vom Absender voreingestellt und von jeder durchlaufenden Vermittlungsstelle
(Router) um eins verringert. Das Daten-Paket wird weggeworfen, wenn der
Wert 0 erreicht ist.
Versuchen sie einmal als Windows-Nutzer während
einer Internet-Sitzung im DOS-Modus die Eingabe:
| C:\WINDOWS>ping www.fireball.de
Pinging www.fireball.de [193.189.227.22] with
32 bytes of data:
Reply from 193.189.227.22: bytes=32 time=240ms
TTL=55
Reply from 193.189.227.22: bytes=32 time=192ms
TTL=55
Reply from 193.189.227.22: bytes=32 time=209ms
TTL=55
Reply from 193.189.227.22: bytes=32 time=219ms
TTL=55
Ping statistics for 193.189.227.22:
Packets: Sent = 4, Received
= 4, Lost = 0 (0% loss),
Approximate round trip times in milli-seconds:
Minimum = 192ms, Maximum
= 240ms, Average = 215ms |
(So lässt sich
übrigens die TCP/IP-Nummer eines Rechners ermitteln!)
Pixel
Ein Pixel ist ein Bildpunkt bzw. Bildelement. Ein Computerbild setzt
sich aus einer Vielzahl von farbigen bzw. schwarzen und weißen Pixeln
zusammen. Siehe auch Rastergrafik.
PLC
PowerLine Communication bezeichnet die Komunikation
über Stromleitungen. Den meisten ist dieses Prinzip von Wechselsprechanlagen
bzw. "Babyphones" bekannt, die man nur in die Steckdose stecken muss. Über
kürzere Strecken (circa 300 Meter, in Gebäuden 50 Meter) könnten
so auch Telefonate, E-Mails oder WWW-Inhalte
übertragen werden. Da jeder Haushalt eine "Standleitung" zum Stromnetz
besitzt, möchten die Stromversorger auf diese Art und Weise der Telekom
Konkurrenz machen.
Deren Euphorie dürfte allerdings überzogen sein, da hierfür
ein sehr hoher Aufwand erforderlich ist. Wetten, dass PLC für Privathaushalte
die nächsten 3 Jahre nicht flächendeckend zum Einsatz kommt !?
(Stand 2001-08)
PLM
steht für Product Lifecycle Management, ein
wohl von SAP geprägter Begriff. Gemeint
ist das intelligente Management von Produktdaten von der "Wiege" (Entwurf)
über Produktion, Lagerhaltung (siehe auch
SCM),
Qualitätssicherung, Vertrieb, Service (siehe auch CRM),
bis hin zur "Bahre" (Entsorgung) eines Produktes. Siehe auch PDM
und CPC.
Plug-In
Englisch für "to plug = einstecken, stöpseln". Zusätzliche
Programme, um die Funktionen eines Browsers
zu erweitern.
Etwa, um bestimmte Dateitypen anzeigen bzw. verarbeiten
zu können (MS-Word-Text *.DOC, PDF-Dateien, Sound-
Ton- oder Videodaten). Ärgerlich wird es dann, wenn eine Unzahl von
Plug-Ins die Festplatten blockieren. Viele Plug-Ins leisten Ähnliches
(Video- oder Audio-Player), arbeiten allerdings mit unterschiedlichen Methoden
bzw. Techniken. Schöner wäre es, wenn man sich auf Standards
einigen könnte, die dann in die Browser
integriert werden.
Siehe Beispiele auf der Kurs-Seite "Plug-In-Test".
Plug&Play (PnP)
Englisch für "einstecken und loslegen". Produkte mit Plug&Play-Eigenschaften
funktionieren direkt nach Anschluss an das Stromnetz bzw. nach dem Einstecken
bzw. Anschließen an einen PC. Mühsames Initialisieren oder Konfigurieren,
z.B. von PC-Erweiterungskarten oder Geräten mit USB-Schnittstelle,
entfällt bzw. erfolgt automatisch. Sollte es nicht klappen, spricht
man auch von "Plug&Pray", also "einbauen und beten".
PNG
Das Portable Network Graphics-Format soll der
Nachfolger des GIF-Formats werden. PNG unterstützt
16 Mio. Farben, Transparenz, verlustfreie Kompression, inkrementelle Anzeige
der Grafik (erst Grobstruktur, bis Datei ganz übertragen ist) und
das Erkennen beschädigter Dateien. Außerdem kann das PNG-Format,
im Gegensatz zum GIF-Format, lizenzfrei verwendet werden. Der Netscape
Navigator ab Version 4.04 bzw. der Microsoft Internet Explorer ab Version
4.0b1 unterstützen das PNG-Format.
Ein Beispiel finden Sie auf der "PNG-Test-Seite
". Siehe auch GIF, JPEG,
und TIFF.
PnP
siehe unter Plug&Play.
Podcast
... ist ein Kunstwort entstanden aus "iPod" (einem Audio-Player von Apple) und "Broadcast"
(englisch für Sendung). Gemeint ist eine Aufnahme einer Radio oder Fernsendung,
die man über das Internet abrufen kann.
Entweder zum direkten Anhören/Ansehen oder als Datei die man auf einen Player kopieren kann,
um sie dann abzuspielen wenn man dazu Zeit bzw. Lust hat.
Polling
Methode zur Synchronisation bei der Datenübertragung. Beim Polling
fragt der eine Partner periodisch ab, ob der andere etwas senden will oder
empfangen kann.
PONA
Persons Of No Account, also Menschen ohne
Internetzugang. So nennt man im Internet-Slang die modernen "Analphabeten",
die mit diesem Medium nicht umgehen können.
PoP
Als Point of Presence bezeichnet man die Zweigstellen
eines ISP s, die ihn vor Ort vertreten. Je
nach ISP können die PoPs Tochterfirmen oder unabhängige Wiederverkäufer
sein. Technisch betreiben PoPs in der Regel neben einer telefonischen Einwahl-Möglichkeit
auch WWW-, FTP-, E-Mail- und Newsserver.
POP3
POP3 steht für Post Office
Protocol
Version 3, ein Protokoll zum Empfangen von E-Mails
über das Internet. Das zum Versenden von Internetmails verwendete
Protokoll
SMTP hat den Nachteil, dass eingehende
Mails nur ausgeliefert werden können, wenn der Empfänger gerade
"online" ist. Dieses Manko behebt POP3: E-Mails
werden in einer Art Briefkasten zwischengespeichert, bis der Benutzer,
der sich durch ein Passwort ausweisen muss, sie abholt. Siehe auch IMAP.
POP3S
Sichere Variante des POP3-Protokolls. Das Passwort
zum Abholen der E-Mails wird verschlüssel
(mit SSL) übertragen. Vergleiche auch
IMAPS.
Pop-Up
Heißt englisch soviel wie "aufspringen". Ein Pop-Up ist ein Fenster,
das im Vordergrund über alle anderen Fenstern aufgeblendet wird. Auf
einigen Internetseiten werden solche Pop-Ups zu Werbezwecken eingeblendet,
was beim Surfen mitunter sehr nervig ist.
Port
-
Eine Anschlussmöglichkeit eines PC, wie etwa die serielle oder die
parallele Druckerschnittstelle.
-
Prozesseingänge eines Rechners im Internet. Erkennbar an der Nummer
(im Bereich zwischen 0 und 1023), die nach einem Doppelpunkt in einer URL
auftaucht.
Es gibt Standard-Portnummern z.B.
80 für HTTP, 25 für SMTP,
21 für FTP, 119 für NNTP.
-
Ein Programm, das von einem auf ein anderes Betriebssystem
"portiert" wurde.
Portal, Portalseite
bzw. Portal-Site
WWW-Seiten von Web-Indexen
und Suchmaschinen sind beliebte
Einstiegsseiten der Internet- Surfer.
Sie betreten also das Internet durch diese "Portale". Dem Surfer muss natürlich
was geboten werden, sonst nutzt er solche Angebote nicht. Die Anbieter
lassen sich da schon was einfallen, um ihn auf die eigenen Seiten zu locken:
Newsticker, aktuelle bzw. interessante Links, Suchhilfen, redaktionelle
Seiten. Schließlich zahlt die Werbekundschaft nach "Einschaltquote"
(siehe Hit).
Beispiele nach Ländern:
http://web.de/
http://guide.at/
http://www.sharelook.ch/
(Stand 2003-09)
Auch für bestimmte Zielgruppen (Branchen, Geschäftskunden,
Arbeitssuchende, Gewerbe, Handwerk etc.) können Portalseiten optimiert
werden.
Post Mortem
(lateinisch: post mortem = nach dem Tod.)
Nach dem unvermittelten Tod eines Programmes wird mitunter noch schnell
ein "Grabstein" erstellt, was den Anwender aber in der Regel auch nicht
fröhlicher stimmt. Eventuell ist die Arbeit seit der letzten Speicherung
umsonst gewesen.
Bei einigen Programmen sind hier Abstürze so häufig, das
es durchaus für einige Firmen interessant wäre, Werbung einzublenden.
Die "Einschaltquote" wäre dann umgekehrt proportional zur Qualität
des Programmes. Oder war es doch das Betriebssystem?
;-)
posten
Englisch für "aufgeben" oder "versenden". Im Internet versteht
man darunter das Versenden eines Artikels
an eine Newsgroup.
Poster
Usenet-Jargon für den Absender
eines Artikels in eine Newsgroup.
Posting
Eine Nachricht (Artikel), die über
eine Newsgroup veröffentlicht
wird.
Postmaster
Derjenige, der für den E-Mail- (evtl. auch News-) Verkehr eines
Rechners verantwortlich ist.
PostScript
Seitenbeschreibungssprache zur geräteunabhängigen Ausgabe
von Daten (meist auf PC-Druckern).
Power-User
Der Power-User ist das genaue Gegenteil eines DAUs.
Er kennt sich in Sachen PC und Programmen aus oder ist zumindest Spezialist
für ein bestimmtes Programm. Auftretende Probleme löst er meist
selbständig und lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen.
PPP
Abkürzung für Point-to-Point
Protocol.
Dieses Protokoll wird meist zur Übertragung
von TCP/IP-Paketen auf einer seriellen
Verbindung (Modem,
ISDN)
genutzt. PPP handelt beim Verbindungsaufbau die Kommunikationsparameter
aus und übernimmt die Authentifizierung der Teilnehmer mittels PAP
oder CHAP.
Dieses technisch sehr ausgereifte, stabile und
leicht konfigurierbare Verfahren verdrängt den alten de-fakto Standard
SLIP.
Pre-Sales
Alle Prozesse die dem Verkauf eines Produktes bzw. Dienstleistung vorausgehen.
Dabei ist das Internet ein wichtiges Instrument zur Akquisition.
Beispiele: Erstellen von Kundenprofilen um zielgerichtete Werbung zu
platzieren,
Newsletter, Präsentation
der Produkte in Katalogen (E-Catalog),
Aufbau und Intensivierung der Kundenbindung (E-Bonding).
Siehe auch After-Sales.
Preview
Eine Funktion zur Vorausschau, um sich z.B. das Ergebnis vor der Fertigstellung
anzuschauen. So können Browser
das Aussehen der Internet-Seite vor dem Druck auf dem Bildschirm anzeigen.
Primärmultiplexanschluss
Ein ISDN-Anschluss. Siehe unter S2M.
Privacy Policy
In der "Privacy Policy" erläutert der Anbieter dem Besucher die
"Allgemeinen Geschäftsbedingungen zur Behandlung von Datenmaterial".
Art, Grund, Umfang, Zweck, Weiterverarbeitung und Weitergabe der Daten
müssen daraus hervorgehen. Nutzt der Anwender diesen Dienst, hat er
die "Privacy Policy" des Anbieters akzeptiert (auch wenn er sie nicht detailiert
gelesen hat).
Profil
oder auch Benutzerprofil bzw.
Anwenderprofil.
Surfen hinterläßt spuren, siehe Kurs-Seite "Sicherheits-Checkliste".
Viele Firmen interessieren sich für zusätzliche Daten ihrer (potenziellen)
Kunden.
Wird beispielsweise beim zweiten Besuch ein Anwender via Cookie
wiedererkannt, kann sein Weg durch das Internetangebot des Anbieters verfolgt
und protokolliert werden. So lernt man seine Interessen und Vorlieben kennen.
Bietet man dem Anwender z.B. ein Gewinnspiel und bittet "nebenbei" um weitere
Daten wie Name, Anschrift, Telefonnummern, E-Mail-Adresse, Alter, bis hin
zum Familienstand und seinen finanziellen Verhältnissen entsteht sehr
schnell ein "gläserner Internet-Surfer".
Wenn man dann anschließend einen Brief oder ein E-Mail erhält,
in dem neben dem Glückwunsch zum 18. Geburtstag auch Werbung für
eine Versicherung, Autokauf etc. enthalten ist, braucht man sich nicht
zu wundern. Einige Firmen arbeiten nur für solche Zwecke (siehe auch
E-Bonding).
Für so gesammelte Daten zahlen andere Firmen hohe Summen für
ihre zielgerichtete Werbeaktionen. Gerade amerikanische Firmen nehmen es
mit dem Datenschutz nicht so genau.
Achten Sie daher auf die "Allgemeinen Geschäftsbedingungen zur
Behandlung von Datenmaterial" (Privacy
Policy) der Firmen.
Progressive-JPEG
Ähnlich wie beim Interlaced-GIF-Format werden Progressive JPEGs
in aufeinanderfolgenden Schritten aufgebaut, wodurch sich die Qualität
des Bildes während des Ladevorgangs fortlaufend erhöht.
Projektarbeit
Wie heißt es so schön: "Und wenn man nicht weiter weiß,
dann gründet man einen Arbeitskreis!"
Projekte sind zeitlich begrenzte Aufgabenstellungen, die es zu bewältigen
gilt. Meist werden hierfür mehrere Projektmitarbeiter benannt, die
sich dann zusammenraufen müssen. Ob man sich 'Arbeitsgruppe', 'Arbeitskreis',
'Team', 'Power-Team' oder ähnlich nennt, ist relativ nebensächlich.
Bei der Projektarbeit trifft man aber immer wieder auf folgende drei
typischen Charaktere:
Der 'Macher': "Ist doch alles ganz
einfach. Da nehmen wir dies und das, ändern da ein wenig und es wird
schon funktionieren!"
Der 'Bedenkenträger':
"Das wird nie funktionieren! Das geht nicht!"
Der 'Erfahrungsträger':
"Wenn wir es so machen, hätten wir folgende Vor- und Nachteile ....
. Damals hatten wir was ähnliches so und so gemacht!"
Wenn trotz dieser teils unterschiedlichen Naturelle die Projektmitarbeiter
in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren, voneinander zu lernen und
sich überzeugen lassen, kann durchaus was Gescheites herauskommen.
Projektmanagement
Für Firmen deren Mitarbeiter über mehrere Standorte verteilt
sind und in unterschiedlichen Projekten für mehrere Kunden arbeiten,
ist eine webbasierte Projektmanagement-Software von Vorteil.
Typische Funktionen wären:
Erfassung von Projektkosten, Projektzeiten und Reisekosten,
Dokumenten-, Ressourcen-, Terminmanagement und Trouble-Ticket-Management,
Zeiterfassung mit Urlaubsplanung bzw. Urlaubsgenehmigungsprozessen.
Damit können auch "verstreute Mitarbeiter" zu "virtuellen
Teams" zusammengebracht werden.
Ein Beispiel für eine Projektplanung-Software
wäre TimO® (Time Management Office).
Infos und einen Testzugang finden sie unter http://www.projektmanagementssoftware.de/
[Stand 2011-10]
proprietär
Heißt laut Fremdwörterbuch soviel wie ausschließlich,
wesentlich oder eigentlich.
So leistet sich Microsoft z.B. beim Mail-Programm Exchange mit RTFein
proprietäres Format, um formatierte Texte (fett, unterstrichen, links/rechtsbündig
etc.) zu speichern.
Die Konkurrenz von Netscape nutzt zum Speichern formatierter E-Mail-Texte
den im WWW üblichen HTML-Standard.
Damit ist man plattformübergreifend, was der Internet-Philosophie
entspricht.
Protokoll
Kurzform für Übertragungsprotokoll. Ein
Protokoll ist vereinfacht gesagt eine Definition, die bestimmte Regeln
festlegt, an die sich Computer bei der Kommunikation zu halten haben. Man
unterscheidet zwischen Hardware- und Software-Protokollen. Ein
bekanntes
Modem-Protokoll aus der Mailboxszene
ist zum Beispiel Z-Modem, das zur direkten Datenübermittlung zwischen
zwei Systemen dient und eine Fehlerkorrektur beinhaltet.
Wichtige Protokolle für verschiedene Internet-Dienste
sind HTTP, FTP,
NNTP
und SMTP.
Provider
Eine Firma, die Ihren Kunden gegen eine Gebühr
den Zugang zum Internet ermöglicht. In der Regel wird die Zugangssoftware
(z.B. ein Browser als Client)
gestellt. Es gibt zahlreiche Internet-Anbieter (engl. Provider) mit den
unterschiedlichsten Tarifen. Welcher Anbieter bzw. welcher Tarif der richtige
ist, muss individuell entschieden werden (siehe Tarife).
Reine Internet-Provider sorgen lediglich für den Netzanschluss.
Sogenannte Online-Dienste wie AOL,
T-Online
oder CompuServe halten zusätzliche
Informationen bereit, die aber nur ihre Mitglieder abrufen können.
Hier spricht man auch von Content-Providern.
Weitere Information auf der Kurs-Seite 'Provider'.
Vergleiche auch IPP, ISP
und PoP.
Proxy
Proxy steht für "Stellvertreter". So werden
z.B. die PCs eines Firmennetzes über einen Proxy-Server
an das Internet gekoppelt. Der Proxy-Server kann zudem die Aufgabe eines
Firewalls
haben, d.h., er schützt das firmeninterne Intranet vor Zugriffen von
außen. Die Person, die Internetinhalte abruft, ist nach außen
hin nicht erkennbar. Viele Proxy-Server besitzen Cache-Speicher,
um den Informationsfluss zu beschleunigen bzw. die Leitungen zu entlasten.
Pseudonym
Benutzernamen, die nichts mit dem richtigen Namen des Benutzers zu
tun haben. Pseudonyme werden oft von Usern in Newsgroups
oder Chats verwendet, um anonym zu bleiben.
Siehe auch Avatar.
PSN
Processor Serial Number.
Authentifizierungsnummer des geplanten neuen Pentium III Prozessors
von Intel. Jeder dieser Prozessoren hat eine eindeutige Nummer, die sich
per Software abfragen lässt. Damit kann auf den Besitzer bzw. den
Anwender zurückgeschlossen werden. Sie soll z.B. die Sicherheit beim
elektronischen Handeln erhöhen, da sich der Kunde bei Transaktionen
identifizieren kann.
Kritiker (z.B. EPIC) halten dagegen:
Wer tatsächlich an einem solchen Rechner saß, kann nicht bewiesen
werden. Außerden kann sie z.B. zur Daten-Schnüffelei oder dem
Anlegen von User-Profilen ("Wer hat sich wann, was und wo angesehen?")
missbraucht werden.
Public-Domain
Public Domain: Der Öffentlichkeit gewidmet bzw.
zugänglich. PD-Software ist Freeware,
die ohne Copyright verbreitet, kopiert
und verändert werden darf.
Der Autor stellt sein Programm der Allgemeinheit
zur Verfügung. Neben dem eigentlichen Programm ist auch der Quellcode
für eigene Programmierversuche und -arbeiten verfügbar. Bekanntestes
Beispiel ist das Betriebssystem
"Linux", das erfolgreich mit dem kommerziellen
Betriebssystem
"UNIX" konkurriert. Siehe auch Shareware.
Public-Key
Öffentlicher Schlüssel. Siehe Kurs-Seite "Verschlüsselung".
Punycode
Seit Anfang 2004 gibt es internationalisierte Domain-Namen (i-DNS).
Das bedeutet für deutschsprachige Länder, dass auch Umlaute
wie Ä, Ö, und Ü und andere Sonderzeichen im Domain-Namen
unterstützt werden.
Dabei bedient man sich eines Tricks. Mit Hilfe des Punycodes werden
die Namen mit Sonderzeichen in bisher üblichen ASCII-kompatiblen
Zeichensatz übersetzt, wobei 'xn--' am Beginn jeder Domain steht.
Gibt man 'www.tüv.de' ein, wandelt der Browser
(für den Anwender unsichtbar) den Namen intern in 'www.xn--tv-xka.de'
um.
Unter http://www.pstruh.cz/util/idn/punycode-decoder-encoder.asp
(Stand 2004-07) findet sich ein Punycode-Übersetzer.
Testen Sie selber:
| i-DNS Domain |
Punycode |
| www.münchen.de |
www.xn--mnchen-3ya.de |
| www.köln.de |
www.xn--kln-sna.de |
| www.Smørebrød.dk |
www.xn--Smrebrd-r1ae.dk |
| www.théâtre.fr |
www.xn--thtre-4qa2c.fr |
Tipp:
Wenn das Mailprogramm Probleme mit i-DNS-Adressen
hat, können Sie eine Adresse wie
Wilhelm@Müller-Lüdenscheid.de
im Punycode eingeben: Wilhelm@xn--Mller-Ldenscheid-jzbg.de
Push-Technik
Wenn Sie "Surfen", holen Sie sich aktiv die Informationen aus dem Netz
(englisch "pull", etwa "sich Informationen runterziehen"). Der klügere
(oder der faulere?) lässt sich die gewünschte Information auf
den Bildschirm "schieben" (englisch "push").
Mit dem etwas schwammigen Begriff "Push-Technik" werden alle Techniken
zusammengefasst, bei denen einen Benutzer Informationen erreichen, obwohl
er sie nicht aktiv abgerufen hat. Zuvor ist allerdings der Benutzer einmal
aktiv geworden, um festzulegen, worüber er informiert werden möchte.
Beispiele hierfür sind: Intercast,
Netmind-Dienst (siehe Kurs-Seite "Links"),
Einträge in Mailinglisten,
abonnierte Newsletters, Programm Netcaster
von Netscape.
PWG
Printer Working Group, eine Vereinigung von Druckerherstellern,
die an einem universell einsetzbaren Druckertreiber UPDF
arbeitet.
©
Bernd Zimmermann 1997-2012 |