Glossar X
Stand: 2010-03-26
X-Modem
Neben Kermit
eines der ältesten Datenübertragungsprotokolle.
X.400
ISO-Standard zur systemübergreifenden Kommunikation
(UNIX, DOS/Windows,
Mac-OS und Novell) zwischen Computersystemen. X.400 sieht den Transport
von 8-Bit-Daten vor und integriert den Austausch von z.B. Telefax- oder
Teletex-Nachrichten.
Wenn in der Praxis X.400-Mail und Internet-Mail
(SMTP) aufeinanderstoßen, muss man
auf einige Überraschungen gefasst sein.
X.500
Erweiterung des X.400 Standards
um die dezentrale Wartung von Dateien und Verzeichnisstrukturen.
X.509
Standard von Echtheitsbestätigungen mit
Zertifikaten. Siehe SSL.
X3D
... steht für EXtensible 3D und ist ein Standard
zur Darstellung von animierten 3D-Inhalten im Web, der als Nachfolger von
VRML
vom Web3D-Consortium vorgestellt wurde.
Durch Plug-Ins wird die Darstellungsmöglichkeit
des Browsers erweitert.
Internetadresse: http://www.web3d.org/
(Stand 2003-08)
XBL
... steht für XBox Live. Es ist der Nachfolger der
Spielkonsole XBox von Microsoft, mit der man online gegen andere Spielern
irgendwo auf der Welt antreten kann. Man benötigt dafür einen
leistungsstarken (breitbandigen) Internetanschluss wie DSL.
XBL startete im Herbst 2002 in Deutschland. Ein Headset
zur Verständigung mit den anderen Spielern gehört mit zum Lieferumfang.
Siehe auch MORPG.
XBM
Dateityp für ein zweifarbiges (monochromes) X11 BitMap
Format aus der UNIX-Welt um z.B. Programmsymbole
(Icons)
oder Hintergründe zu speichern. Acht Bildpunkte (Pixel) werden
zu einem Byte-Wert zusammengefaßt und als ASCII-Text
gespeichert. Auch die Programmiersprache C nutzt diese Methode, um Bildinformation
im Programmcode (Source) zu speichern.
Für größere Bilder ist dieses Format ungeeignet, weil
zuviel Speicherplatz verschwendet wird. Siehe auch XPM
für farbige Grafiken.
xCBL
Steht für XML Common Business Library.
Es ist ein proprietäresXML-Format
für Business-to-Business-Transaktionen (B2B)
des E-Commerce. Mit xCBL lassen sich
Produktdaten (Katalogdaten) zwischen Lieferanten und Einkaufssystemen austauschen.
Siehe auch konkurrierende Standards: BMECat,
cXML.
Internetadresse: http://www.xcbl.org/
(Stand 2003-08)
xDSL
Oberbegriff für alle Digital-Subscriber-Line-Techniken,
die den Datentransfer über normale Telefonleitungen (Kupferkabel)
beschleunigen.
Diese "letzte Meile" zwischen einem Netz-Knotenpunkt bzw. einer Vermittlungsstelle
einer Telefongesellschaft und dem Teilnehmer ist klassischerweise eine
Kupferleitung, die hierzulande 4polig ausgeführt ist. Die Übertragungsleistung
nimmt mit der Länge des Kabels stark ab.
Nicht alle Haushalte können DSL nutzen. Gute Chancen haben diejenigen,
die nahe am nächsten Knotenpunkt eines DSL-Providers (Telefongesellschaft
wie z.B. die Telekom) liegen.
Die bekannteste Variante ist ADSL(Asymmetric-DSL.
Bei allen Varianten dieser Technik (ADSL, HDSL,
SDSL)
werden spezielle Modems an Kupferdraht-(Stand)Leitungen betrieben.
xDSL Kupferübertragungstechniken,
Übersicht
| Bedeutung |
Datenüber-tragungsrate |
Anwendung |
| zum Vergleich: Analog-Modem |
bis 56 kbit/s beim V.90-Standard |
Datenübertragung |
| zum Vergleich: ISDN |
64 kbit/s für einen Kanal (Duplex) bzw.
124 kbit/s bei Kanalbündelung |
Sprach- und Datenübertragung |
DSL
Digital Subscriber Line |
160 kbit/s
(Duplex) |
ISDN,
Sprach- und Datenübertragung |
HDSL
High data rate Digital
Subscriber
Line
HDSL erreicht solche Übertragungsraten
auf einem 0,5 mm "Twisted Pair" (verdrilltes Leitungspaar) Kupferkabel
bis zu einer Länge von 3,6 km. |
1.544 Mbit/s bis 2.048
Mbit/s
(Duplex) |
WAN,
LAN,
Server-Zugriff |
SDSL
Single line Digital Subscriber
Line
HDSL-Variante,
mit nur einer einzigen "Twisted-Pair" Leitung
bis zu einer Länge von circa
3 km. |
1.544 Mbit/s
(Duplex) |
wie HDSL
zusätzlich Dienste mit symmetrischen Übertragungsraten |
ADSL
Asymmetric Digital Subscriber
Line
Weiterentwicklung von HDSL.
Die Verbindung besteht aus 3 Informationskanälen:
1. Ein Hochgeschwindigkeitskanal in
Richtung des Teilnehmers (Downstream),
2. ein Duplex-Kanal mittlerer Geschwindigkeit
(Upstream)
und
3. einem konventionellen Telefonkanal,
der durch Filter von den anderen Kanälen getrennt ist. Er funktioniert
auch beim Ausfall des ADSL-Modems.
ADSL ist weit wirtschaftlicher und
daher weiter verbreitet als andere DSL-Varianten, da vorhandene Leitungen
genutzt werden können. |
asymmetrisch mit
1,5 bis 9 Mbit/s für Downstream
und
16 bis 640 kbit/s für Upstream |
Internetzugriff,
Video-on-Demand,
RLA-Zugriff,
interaktive Multimediadienste |
VDSL
Very high data rate Digital Subscriber
Line
Nachfolgetechnologie von HDSL.
Häufiger Einsatz in Hybridnetzen
aus Glasfaser- und Kupferleitungen in Gebäuden bzw. Distanzen unter
500m. |
asymmetrisch mit
13 bis 52 Mbit/s für Downstream
und
1,5 bis 2,3 Mbit/s für Upstream |
wie ADSL
plus HDTV |
XHTML
steht für "EXtensible HyperText Markup
Language".
Der Standard XHTML erweitert HTML und bietet
dem Web-Seiten-Ersteller mehr Möglichkeiten
zur Seitengestaltung geben. Drei DTD (Dokument
Type Definition) werden bereitgestellt. Die XHTML-Syntax-Regeln sind wesentlich
strenger als die von HTML.
Dadurch werden Fehler und Interpretationsunterschiede diverser Browser
bzw. Editoren vermieden bzw. minimiert. Außerdem können die
Seiten von anderen Programmen besser verarbeitet werden. In der Praxis
bedeutet dies, dass zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden
wird, jedes geöffnete
Tag auch wieder
geschlossen werden muß und Tags korrekt
verschachtelt sein müssen.
Beispiel
HTML würde dies erlauben: <B><I><U>Text</b></i></u>
XHTML würde aber auf: <b><i><u>Text</u></i></b>
bestehen.
XING
Bei Xing stehen Job, Karriere und Vertrieb im Mittelpunkt.
In persönlichen Profilen tragen die Mitglieder ein was sie anbieten
und was sie suchen und geben Auskunft über ihre Ausbildung, Abschlüsse
und Berufserfahrung.
Neben Mitgliederprofilen gibt es auch Unternehmensprofile, um auch
gezielt nach Firmen, Branchen und Standorten zu suchen.
Mit dem "Event Tool" lassen sich Events, Termine und Meetings organisieren.
Ein mobiler Zugriff auf XING ist auch über Handy, iPhone, PDA
oder Blackberry möglich.
XING-Mitglieder profitieren von exklusiven Angeboten "Best Offers"
unterschiedlichster Firmen.
Einstellbare Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Türkisch
und Chinesisch.
Internetadresse: http://www.xing.com/
(Stand 2010-03)
XML
Steht für EXtensible Markup Language und
ist eine Sprache zur Beschreibung von Dokumenten. XML ist eine sog. META-Sprache,
d.h. mit Hilfe von XML kann nach bestimmten Regeln eine eigene Auszeichnungssprache
geschaffen werden. XML ist ein Abkömmling von SGML.
Das World Wide Web Consortium (W3C) hat die
Programmiersprache 1998 XML 1.0 als Standard verabschiedet. In der Praxis
wird XML bereits für den von Microsoft definierten Push-Standard
CDF
(Channel Definition Format) eingesetzt. Siehe auch XSL.
XPM
Dateityp für ein farbiges X11 PixMap Format
aus der UNIX-Welt um z.B. Programmsymbole
(Icons) oder Hintergründe zu speichern.
Der Farbwert (maximal 256 verschiedene Farb- oder Grauwerte) eines Bildpunktes
(Pixel) wird ASCII-Text gespeichert. Auch
die Programmiersprache C nutzt diese Methode, um Bildinfomation im Programmcode
(Source) zu speichern. Für größere
Bilder ist dieses Format ungeeignet, weil zuviel Speicherplatz verschwendet
wird. Siehe auch XBM für monochrome
Grafiken.
XRef
Englische Kurzform für "Cross Reference",
also eine Referenz, ein Verweis auf andere Inhalte.
XSL
EXtensible Stylesheet Language.
Mit dieser Programmiersprache können für XML-Dokumente
Formatvorlagen für Präsentation in anderen Medien (Web-Seite,
WAP,
Printmedien) erstellt werden. Dadurch kann man bestimmen, wie einzelne
Elemente des XML-Quelldokuments im jeweilig anderen Medium dargestellt
werden sollen. Inhaltliche Änderungen brauchen nur im XML-Dokument
vorgenommen werden.
XSLT
... steht für EXtensible Stylesheet
Language
Transformation.
XSLT ermöglicht die Umwandlung von XML-Dokumenten
in eine andere XML-Struktur oder in andere Ausgabe-Formate.
So kann z.B. aus den Kapitelüberschriften
eines Dokumentes ein Inhaltsverzeichnis erstellt werden, oder eine HTML-Seite
in ein WML-Format (für Handys) oder
in eine PDF-Datei (für den Ausdruck)
umgewandelt werden.
XSSI
eXtended Server Side Includes. Erweiterung
von SSI (Server Side Includes,
zur dynamischen Generierung von Web-Seiten)
um zusätzliche Befehle. So sind auch "wenn ... dann" Befehle möglich.
Beispiel: "Blende auf der Web-Seite ein deutschsprachiges Banner
ein, wenn der Aufruf von einem deutschen Rechner (Domain
gleich .de) erfolgt".
XXX
| 1. |
Ein im Internet gerne verwendeter Platzhalter für bestimmte Ausdrücke
in Beispielen.
Leseprobe: E-Mail-Adresse beim Provider
"XXX": "vorname.name@xxx.com". |
| 2. |
Nach der sogenanntem X-Rating-Bewertung ein mit 3-mal "X" klassifiziertes
Material. Kriterien sind Gewalt, Nacktaufnahmen/Sex und Sprache.
Oft als Einstufung (quasi als "Gütesiegel für Nicht Jugendfrei")
auf Erotik-, Sex- bzw. Pornoangeboten (der Übergang ist fließend)
zu finden.
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© Bernd Zimmermann 1997-2012 |