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Passwörter Stand: 2005-12-21

* Wenn Sie keine Mail mehr bekommen, obwohl ein Bekannter Ihnen mehrfach was geschickt hat ... 
* Wenn Sie sich die von Ihrem Provider in Rechnung gestellten Megabytes nicht erklären können ... 
* Geld von Ihrem Konto verschwindet ... 
... arbeitet eventuell ein Fremder mit Ihrem Passwort! 

Besteht auch nur ein Verdacht, sollten Sie das Passwort sofort ändern.

Einige Tipps, die Sie beherzigen sollten

  • Keine Namen von Personen im persönlichen Umfeld verwenden.
  • Keine Telefonnummer, Auto-Kennzeichen, PIN der EC-Karte.
  • Keine Passwörter, die dem Benutzernamen entsprechen.
  • Das Passwort nicht offen "rumliegen" lassen (z.B. unter der Tastatur) oder leichtsinnig weitergeben (telefonisch, schriftlich oder per E-Mail). 
  • Nie unbeaufsichtigt auf dem Bildschirm stehen lassen, auch wenn sie mit Sternchen "verdeckt" sind. Es existieren Programme, die Passwortfelder in Klartext übersetzen können.
  • Keine kabellosen Tastaturen verwenden, die unverschlüsselt senden. Jeder Tastendruck kann ausgespäht werden!
  • Speichern von Passwörtern kann gefährlich sein. Wenn z.B. Passwörter für den Netzzugang auf der Festplatte gespeichert werden und bekannt ist wie und wo sie abgelegt sind, können sie ausspioniert werden. Dies ist Hackern ja auch gelungen, indem sie mit Hilfe von "Trojanischen-Pferden" die Passwörter von T-Online- und AOL-Kunden herausbekamen.
  • Das Passwort sollte 8 Stellen lang sein, als "richtig sicher" gelten Passwörter ab 15 Zeichen.
  • Keine Begriffe aus Wörterbüchern (z.B. Duden) verwenden.
  • Passwort von Zeit zu Zeit ändern (z.B. einmal pro Quartal).
  • Keine Passwortlisten benutzen, ansonsten diese Daten besonders schützen.
  • Vermeiden Sie Tastaturmuster wie qwert oder 1234.
  • Nur 'Einwegpasswörter' nehmen, d.h. bereits "benutzte" Passwörter nicht erneut verwenden.
  • Keine simplen Bildungsregeln verwenden und diese jahrelang beibehalten, wie z.B. 2 Stellen Initialen + 2-stelliger Monat + vierstelliges Jahr
  • Buchstaben, Klein- Großschreibung, Sonderzeichen und Ziffern möglichst mischen. Z.B. "1-2&Drei"
  • Sofern es unterstützt wird, gezielt Groß- und Kleinschreibung einsetzen.
Für diejenigen, die sich Passwörter schlecht merken können, hier einige Beispiele von Gedächnisstützen:

EFsBM1:0 (für den Fußballfan: Eintracht Frankfurt schlägt Bayern München 1:0
Ew1m1teH (für den Karnevalisten: Es war 1-mal 1treuer Husar) 
1PS+2gEZ (für den Hausmann/die Hausfrau: 1Prise Salz +2gehäufte Esslöffel Zucker) 
BZ!!=(&/ (Initialen und Geburtsdatum mit gedrückter Umschalttaste) 
b00t$teg (Zeichen ersetzen o wird Null, s wird $) 
HJswblau (Titel aus der Tagespresse: Harald J. schon wieder blau

Also, kreativ sein und nicht einfach diese Beispiele verwenden! 



Tipp
Wer vor der Password-Inflation kapituliert und keine Gehirnwindungen für solch kryptisches Zeug übrig hat, dem sei ein für den Privatanwender kostenloses "Passwort-Manager"-Programm empfohlen:
Password Safe and Repository 
Sie können es unter http://www.passwordsafe.de/ downloaden (Stand 2005-12).
Damit können Sie Ihre Passwörter (Internet, Ebay, PIN- und TAN-Nummer, etc.) verwalten. Sie müssen sich lediglich das Hauptpasswort merken:
Password-Safe Login

Ihre Daten werden verschlüsselt in der Windows-Registry oder als Datei gespeichert. 
Die Passwörter lassen sich über Zwischenablage kopieren und in eine Anwendung einfügen, auch ohne dass eine Anzeige erfolgt.
Hier im Beispiel sind Benutzernamen und Passwort angezeigt.
Password-Safe

Tipp fürs Büro
Jeder verwaltet mit Hilfe des Password-Safe seine Zugangsdaten, speichert diese auf einem gemeinsamen Laufwerk und gibt der Sekretätrin in einem versiegelten Umschlag das Passwort für seinen Password-Safe. Wenn dann Not am Mann bzw. an der Frau ist (Urlaub, Krankheit, dringende Vertretung, etc.) wird der Umschlag geöffnet. So ist der Zugriff auf immer aktuelle Daten gewährleistet. Nach einem solchen Notfall kann wieder ein neues Passwort vergeben werden.


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