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Pretty Good Privacy (PGP)
Stand: 2006-02-03
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Was ist PGP?
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PGP steht für "Pretty Good
Privacy"
(zu deutsch etwa "recht gute Privatsphäre") und ist ein Programm zur
Verschlüsselung von E-Mails und anderen Dateien. Außerdem
können Dokumente mit einer elektronischen Unterschrift versehen
werden. Der Empfänger eines solchen Dokumentes kann sich darauf verlassen,
dass der Absender auch der Autor ist, und kein Dritter es versendet
bzw. verändert hat.
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PGP wurde von Philip Zimmermann [nicht
verwandt mit mir ;-) ] entwickelt.
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PGP arbeitet mit dem RSA-Algorithmus
und öffentlichen Schlüsseln (Public-Keys) und gilt als
sehr sicher.
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PGP kann als Freeware
kostenlos über viele Sharewarearchive bezogen werden.
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PGP ist für plattformunabhängig
und für Atari, DOS, Macintosh, Unix, VAX/VMS, Windows, u.a.
Systeme verfügbar.
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PGP ist im E-Mail-Bereich mittlerweile
zu einem Quasi-Standard geworden, sowohl für private als auch
professionelle Anwender.
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Wenn Sie sich PGP besorgt und installiert haben, erzeugen Sie sich
erst einmal ein Schlüsselpaar ,
bestehend aus dem öffentlichen Schlüssel (Public-Key)
und
dem privaten bzw. geheimen Schlüssel (Secret-
oder
Private-Key).
Der private Schlüssel
wird nicht herausgegeben und muss sorgsam gehütet werden.
Jeder, der Ihnen eine mit PGP verschlüsselte Nachricht zukommen
lassen will, benötigt hierfür Ihren öffentlichen Schlüssel .
Man spricht daher auch von einer Public-Key-Verschlüsselung.
Die Nachricht wird vom Absender mit dem öffentlichen Schlüssel
des Empfängers verschlüsselt und an ihn geschickt. Nur der Empfänger
kann die für ihn bestimmte Nachricht mit seinem privaten Schlüssel
entschlüsseln.
Im Gegensatz zu herkömmlicher Verschlüsselungstechnik werden
keine "abhörsicheren Kanäle" gebraucht, durch die zwischen Sender
und Empfänger die Schlüssel ausgetauscht werden. Außerdem
muss man die öffentlichen Schlüssel nicht verstecken, was
zusätzlich die Sicherheit des Verfahrens erhöht.
PGP kann über Prüfsumme der Schlüsselbits einen Fingerprint
(Fingerabdruck) erzeugen. Bestätigt der Sender dem Empfänger
diesen Fingerprint, so muss der Schlüssel echt sein.
Ein Fingerprint eines Schlüssels kann so aussehen: F9 E5 BA B3
36 CE CC 1E CE CC 43 12 3D 16 26 57 86 F5
Ähnlich den Nummern auf Sicherheitsschlüsseln gibt es für
jeden Key eine eindeutige Key-ID, also eine Schlüsselnummer.
Es ist eine Ziffer, die mit '0x' anfängt, z.B.: 0x21F1B8E1
Beispiel
Schüsselbund:
Lucy
Charlie |
Lucy
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Woodstock
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Schüsselbund:
Woodstock
Snoopy |
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...
Charlie
Lucy
Snoopy
Woodstock
... |
Key-
Server
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Schüsselbund:
Snoopy
Woodstock
Charlie |
Snoopy
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Charlie
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Schüsselbund:
Charlie
Lucy
Snoopy
Woodstock |
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Wenn Lucy eine verschlüsselte E-Mail an Charly schicken will, benötigt
sie seinen öffentlichen Schlüssel. Diesen bekommt sie entweder
per E-mail von Charlie selber oder holt ihn von einem Keyserver, sofern
er dort hinterlegt ist. Jeder hat an seinem "Schlüsselbund"
sein eigenes Schlüsselpaar und ein oder mehrere öffentlichen
Schlüssel von möglichen Adressaten.
Charlie kann an alle 3 anderen eine verschlüsselte Botschaft schicken,
Woodstock nur an Snoopy.
Die öffentlichen Schlüssel werden zusammen mit der zugehörigen
E-Mail-Adresse auf dem eigenen Rechner gespeichert.
Downloadmöglichkeiten finden Sie z.B. beim "International PGP Home" unter http://www.pgpi.org/ ( )
(Stand 2003-09: PGP-Version 8.0 for Windows 9x/ME/NT/2000/XP).
PGP-Links
Als Alternative zu PGP empfiehlt sich der Einsatz
der Open-Source Verschlüsselungs-Software
"GNU Privacy Guard", siehe im Glossar unter GnuPG.
© Bernd Zimmermann 1997-2010 |