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Provider testen
Stand: 2002-09-29
Wenn Sie Internet-Surfern beim Erfahrungsaustausch zuhören, geht
es oft um das Thema Geschwindigkeit bzw. neudeutsch: Internet-Performance..
"Bei mir dauert es einige Minuten, bis die Seite übertragen
ist. Ich kann die Bytes fast mitzählen, die über die Leitung
tröpfeln." sagt der eine. Der andere: "Kurz, nachdem ich die
Adresse eingegeben habe, ist die Seite auch schon da!"
Wie kommt es zu unterschiedlichen Resultaten?
Von welchen Faktoren ist eine schnelle Übertragung
abhängig?
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Auch Sie können an Ihrem PC etwas für die Geschwindigkeit tun:
siehe auf Seite Browser-Tipps unter 'Verbindungen'
und 'Cache'.
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Anbindung des PCs ans Internet

Per Modem oder ISDN
ist üblicherweise der Privatmann mit dem Internet verbunden.
Übliche Modems schaffen maximal 56kBit/s im Download
und 33kBit/s im Upload (V.90-Standard).
Damit ist aber auch die Grenze des Analogen über die Telefonleitung
z.Z. erreicht. Bei schlechter Leitungsqualität oder wenn der Provider
diesen Standard nicht unterstützt, wird einfach 'runtergeschaltet'.
Wundern Sie sich nicht, wenn weniger kBit/s nach dem Verbindungsaufbau
gemeldet werden.
Ein "Quantensprung" ergibt sich bei ISDN
mit 64kBit/s bzw. 128kBit/s.
Merke: Weder leistungsfähigste Modems noch ISDN helfen,
wenn vom Provider nicht genügend Daten bereitgestellt werden können,
um die maximal mögliche Leitungskapazität zu erreichen.
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Nachdem Sie eine Internet-Adresse eingegeben haben oder auf einen Link
geklickt haben, muss zu diesem Rechner, der die gewünschte Seite gespeichert
hat, eine Verbindung aufgebaut werden. Diesen Vorgang nennt man Routing
(siehe Beispiel auf Seite HTTP). Auch hier sind
unterschiedliche Zeiten von Provider zu Provider möglich. Dieses kann
z.B. mit Tracert ermittelt werden. Bei
Seiten mit vielen Objekten wirkt sich ein schlechtes Routing besonders
aus.
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Auf Providerseite gibt es auch einige Faktoren, die Auswirkungen
auf die Geschwindigkeit haben.
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Anbindung ans Internet, Kapazität der Leitung(en),
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Hard- und Softwareausstattung des Einwahlknotens,
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Anzahl der gleichzeitig eingewählten Nutzer. Erhält ein Provider
z.B. durch einen Geschwindigkeitstest einer Fachzeitschrift regen Zulauf,
ohne seine Kapazitäten auszubauen, dürfte ein erneuter Geschwindigkeitstest
schlechter ausfallen.
Beim gleichen Provider kann es, je nach Einwahlpunkt, zu unterschiedlichen
Ergebnissen kommen.
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Auf dem Datenhighway ist es auch nicht anders, als auf der Autobahn. Ist
viel los, kommt es öfters zu Staus, Sie müssen Geduld haben.
Entscheidend ist hier die Tageszeit: Schlafen die Amerikaner,
können Seiten von amerikanischen Rechnern schneller geladen werden.
In den frühen Morgenstunden lässt sich auch bei langsamen Providern
noch einigermaßen Surfen.
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Am Ende der Kette steht dann der Server, von dem die Seiten geladen
werden. Wenn der sich kaum der gestellten Anfragen erwehren kann oder
eine kümmerliche Hardware bzw. Leitung ins Internet besitzt, bremst
er alles aus.
Dann nützt auch Ihre schöne ISDN-Leitung oder ein schnelles
Modem nichts mehr. Ihrem Provider ist auch kein Vorwurf zu machen.
Provider Tests
Ein objektiver Test ist gar nicht so einfach. Zuviele Faktoren müssen
berücksichtigt werden.
Deshalb sollten fairerweise die Testbedingungen genannt werden.
Einige Tests bewerten nur Ladezeiten von FTP-Downloads, was nur bedingt
Rückschlüsse auf das Laden von HTTP-Seiten erlaubt.
Ist eine solche Verbindung zustande gekommen, läuft die Übertragung
in der Regel relativ gleichmäßig.
Im Beispiel hat sich die Übertragung auf 2,7 Kilobyte/s "eingeschwungen",
was für ein 28,8kBit Modem noch passabel ist. |
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Mein Tipp
Wenn Sie Zweifel haben, dass Ihr momentaner Provider zu den schnellsten
gehört, könnten Sie sich gleichzeitig bei einem anderen Provider
anmelden. Vergleichen Sie beide, sowohl die Geschwindigkeit, als auch die
Tarife.
Kündigen Sie anschließend den langsameren bzw. den teureren
von beiden.
Testbedingungen
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Stellen Sie sich zuvor eine Auswahl von nationalen und internationalen
Seiten zusammen. Beispielsweise bekannte Softwarefirmen, die in der Regel
relativ leistungsfähige Server haben. Die Seiten sollten recht aufwendig
sein (viele Bilder, Hintergrundbild).
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Auch ein paar nationale und internationale Download-Seiten mit ein paar
hundert Kilobyte sollten dabei sein.
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Die Adressen lassen sich als Bookmark-Datei anlegen und dann der Reihe
nach "absurfen".
Messen Sie pro Testdurchlauf die Zeit, bis alle Seiten übertragen
sind.
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Löschen Sie jeweils pro Testdurchlauf den Cache-Speicher auf der Platte
und im Arbeitsspeicher. Sonst wird der Provider bevorzugt, der als zweiter
getestet wird.
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Achten Sie darauf, mit wieviel bit/s die Verbindung aufgebaut wird. Je
schlechter die Leitung, desto geringer dieser Wert.
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Notieren Sie Versuche, bei denen beim Einwahlversuch "besetzt" war.
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Testen Sie beide Kandidaten zur gleichen Tageszeit bzw. kurz hintereinander.
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Wiederholen Sie den Test an weiteren Tagen.
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Führen Sie die Tests zu unterschiedlichen Tageszeiten durch:
z.B. 7:00 Uhr morgens, wenn insgesamt wenig los ist,
dann 14:00 Uhr nachmittags, wenn es durch viele kommerzielle Surfer
recht eng werden könnte, und kurz nach 21:00 Uhr, wenn viele private
Surfer zu günstigen Telefontarifen im Netz sind.
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Ändern Sie die Browsereinstellung während der Testphase nicht.
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Vergleichen Sie auch das Zeitverhalten von Werktagen zum Wochenende.
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Natürlich kosten diese Tests auch etwas. Bedenken Sie, dass bei Volumen-Tarifen
jedes übertragene MB zu Buche schlägt.
© Bernd Zimmermann 1997-2010 |