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Soziale Netzwerke (social networks) Stand: 2013-11-25

Diese Seite ist etwas länger. Sie gelangen von hier durch einen Klick direkt zu folgenden Überschriften:
Einleitung und Übersicht
Wie komme ich in ein Netzwerk?
Was bietet mir ein soziales Netzwerk?
Vorteile sozialer Netzwerke
Soziale Netzwerke und die Werbung
Privatsphäre im sozialen Netzwerken wahren
Gefahren in sozialen Netzwerken
Cyber-Mobbing


Einleitung und Übersicht
Soziale Netzwerke (social networks) im Internet erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
Es gibt sie für unterschiedliche Zielgruppen wie Schüler, Studenten, Jedermann oder für spezielle Themen.
Sie dienen zum Kennenlernen, Erfahrungsaustausch, Selbstdarstellung, Jobsuche, Terminplanung, Zeitvertreib...
Ihre Verbreitung kann unterschiedlich sein: lokal, regional, landesweit, weltweit.

Soziale Netzwerke findet man auf Online-Plattformen (Portale) im Internet.
Sie werden meist von Sponsoren oder durch Werbung finanziert und den Teilnehmern bzw. Anwendern kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die eigentlichen Inhalte sorgen die Anwender selbst (User Generated Content (UGC)).

Hier eine Übersicht bekannter Netzwerke:
Logo
Name
(Def. aus Glossar)
Adresse
Verbreitung
Zielgruppe /
Umfeld
Logo askalo
askalo
(Der Name kommt von "ask a local",
also "frage einen Einheimischen")
http://www.askalo.de
weltweit
(mehrsprachig!)

Leute, die sich auskennen,
antworten auf Fragen Anderer
zu ihrer Stadt
Logo Facebook
Facebook
http://www.facebook.com/
weltweit
(mehrsprachig!)
Jedermann
Logo LinkedIn
LinkedIn
http://www.linkedin.com/
weltweit
(mehrsprachig!)
berufliches Netzwerk
Logo myspace
myspace
http://www.myspace.com/
weltweit
(mehrsprachig!)
Jedermann,
zum Erstellen einer
Profilseite (Homepage)
Logo meinVZ
meinVZ
http://www.meinvz.net/
deutscher
Sprachraum
Jedermann
Logo Researchgate
ResearchGate
https://www.researchgate.net/
international
(englisch)
Wissenschaftler
und
Forscher
Logo StayFriends
StayFriends
http://www.stayfriends.de/
Deutschland,
Österreich,
Schweiz
Jedermann,
zum Finden und Verwalten
von Schulfreunden
Logo studiVZ
studiVZ
http://www.studivz.net/
deutscher
Sprachraum
Studenten
Logo twitter
Twitter
http://twitter.com/ 
weltweit
(mehrsprachig!)
Jedermann
Logo XING
XING
http://www.xing.com/
 weltweit
(mehrsprachig!)
Job und Karriere
Logo wer-kennt-wen
wer-kennt-wen
http://www.wer-kennt-wen.de/
Deutschland,
Österreich,
Schweiz
Jedermann



Wie komme ich in ein Netzwerk?
Um überhaupt mitmachen zu dürfen, muss man sich erst anmelden bzw. registrieren. Man hinterlegt einige Mussangaben zur Person, um überhaupt identifiziert werden zu können. Man braucht einen Benutzernamen und ein Passwort.
Bei Facebook z.B. ist der Benutzernamen gleich der E-Mail-Adresse. Nach dem Registrieren schickt Facebook eine E-Mail auf diese Adresse, die man bestätigen muss. Das kann nur der Eigentümer des Postfaches (es sei denn, andere sind ebenfalls wegen eines Sicherheitslecks im Besitz der Zugangsdaten!).

Screenshot Facebook
 
Freunde bei WKW Dann geht es los. 
Man muss Freunde finden, die auch im jeweiligen Netzwerk registriert sein müssen.
Dafür gibt es Suchfunktionen. 
Freundschaften müssen aber erst angefragt und bestätigt werden. Man kann Freunde nicht selber in die Kontaktliste schreiben. Erst nach der Bestätigung erscheint der Kontakt in der Freundesliste.
(hier die von "wer-kennt-wen")
Personenbeziehung Bei der Suche in "wer-kennt-wen" ermittelt das System, wer wen über wen kennt und zeigt dies an. Man wundert sich, wie klein oft die Welt ist.



Was bietet mir ein soziales Netzwerk?
Für Neueinsteiger ist es oft schon beindruckend, wie schnell sich alte Bekannte, Schulkameraden, Kollegen etc. finden lassen, von denen man lange nichts mehr gehört hat. Auf sich selber gestellt, hätte man wahrscheinlich sehr viel Mühe und Zeit investieren müssen. Beim Blick auf Freunde von Freunden wird man öfters weitere Bekannte entdecken, die man kontaktieren kann.

Hier eine Übersicht von typischen Funktionen, die soziale Netzwerke bieten können.
Suche Bei der Suche nach Freunden oder Kontakten können verschiedene Suchoptionen angeboten werden. Dies hängt aber von der Zielgruppe des Netzwerkes ab:
Vorname, Nachname (Geburtsname), Ort, Geschlecht, Land, Alter, E-Mail-Adresse (so bei Facebook), Schule/Klasse, Studienfach, Beruf, Firma, Hobby, ...
Nachrichten Die Mitglieder eines Netzwerks können sich untereinander Nachrichten zuschicken
Gruppen Mitglieder  eines Netzwerks können sich zu Gruppen unterschiedlichster Art zusammenschließen
(z.B. "Gymnasium XY, Abiturjahrgang 2005", "Fanclub von YX", "Selbsthilfegruppe XX") 
Chatten ... mit Freunden die ebenfalls gerade online sind
Kleinanzeigen z.B. um etwas loszuwerden oder zu bekommen
Einladen ... von anderen Teilnehmern zu Gruppen oder Veranstaltungen (Events).
Benachrichtigungen wenn ein Geburtstag bevorsteht,
auch können Benachrichtigungen per E-Mail zugestellt oder abonniert werden, wenn man nicht täglich im Netzwerk ist.
Beobachtungsliste um automatisch über Neuigkeiten und Änderungen von Freunden/Gruppen/Ereignissen zu erfahren.
Gästebuch auf denen Freunde oder Besucher sich eintragen können
Fotoalbum um eigene Bilder für andere zugänglich zu machen,
eventuell können Personen auf den Bildern markiert und mit deren Namen verknüpft werden. 
Blogs z.B. als Tagebuch oder zur Berichterstattung, um andere auf dem Laufenden zu halten.
Pinnwand um Texte, Merker, Bilder anzuheften
Anzeige wer gerade online ist,
wer mit wem gemeinsame Freunde hat,
wer über wen eine andere Person kennt,
Spiele die man zusammen mit anderen online spielen kann,
Applikationen Anwendungen unterschiedlichster Art, die man für seine Profilseite einbinden kann. 
Z.B. Familienstammbaum, Geburtstagskalender, Terminmanager, Test, Umfragen, Quiz



Vorteile sozialer Netzwerke
Egal wo man in der Welt ist: über einen Internetzugang bleibt man in Kontakt mit seinen Freunden, zu Hause oder mit Gleichgesinnten. Man muss nicht aufwendig Listen mit Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen etc. führen. Das machen ja die Freunde selber, indem sie Ihre Profildaten aktuell halten.
Lädt man in einem Internet-Cafe am Urlaubsort die Bilder des Tages in sein Fotoalbum im Netzwerk, können alle Freunde sofort sehen, dass es einem gut geht.
Steht  eine (Geschäfts)Reise, ein Umzug, ein Studienplatzwechsel, ein Jobwechsel etc. an, lassen sich bestimmt Leute vor Ort finden, die selber weiterhelfen können oder welche kennen, die dies können. 
Vor allen ist es aber die Schnelligkeit und Leichtigkeit, Kontakte zu knüpfen und zu halten.
So wurden bei den Hochwassern 2013 mit Hilfe der sozialen Netzwerke viele spontane Hilfswillige direkt an Ort und Stelle geleitet, wo dringend je Hand gebraucht wurde.



Soziale Netzwerke und die Werbung
Die meisten sozialen Netzwerke können kostenlos von den Anwendern genutzt werden.
Sie finanzieren sich, wie das Privat-Fernsehen, durch Werbeeinnahmen.
Meist ist es Bannerwerbung, die dank der persönlichen Angaben der Anwender je nach Netzwerk mehr oder weniger personalisiert sein kann.
Aus solchen Angaben ist einiges ableitbar:
wer-kennt-wen Info
Ein Hersteller von Kosmetikprodukten würde hier für Anti-Aging-Produkte werben, da der Anwender weiblich und um die 50 ist. Entsprechend auch Werbe-Banner bei Neuerscheinungen von Büchern von Karin Slaughter oder neuen Rhythm-and-Blues-Musik-CD´s. Reiseunternehmen könnten Last-Minute-Angebote mit Zielen in Australien und Tasmanien schalten lassen.
Auch die Kenntnis, wer mit wem in Verbindung steht ist für eine zielgruppenorientierte Werbung wichtig.

Hier eine Applikation von Facebook, in der man Städte eintragen kann, wo man schon einmal gewesen ist.
Aber auch Favoriten und Städte, die man mal besuchen möchte.
Cities i´ve visited
Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man hier selber wertvolle Angaben für Reiseveranstalter und Fluggesellschaften macht. Die Anzahl der Städte kann auch auf die Finanzkraft des Anwenders oder auf geschäftliche Reiseaktivitäten schließen lassen.


Privatsphäre in sozialen Netzwerken wahren
Alle Daten über sich, alle Texte, Bilder, Videos vertraut man den Rechnern des sozialen Netzwerks an.
Wie im richtigen Leben sollte nicht jeder alles über einen wissen. Freunden hingegen vertraut man mehr an.
Deshalb muss jedes soziale Netzwerk Einstellmöglichkeiten haben zu bestimmen, wer was vom Profil sehen kann.

Bei Facebook kann man dies unter Konto/Privatsphäre-Einstellungen/Profilinformationen
  • Über mich
  • Persönliches (Interessen, Aktivitäten, Favoriten)
  • Geburtstag
  • Religiöse Ansichten und politische Einstellung
  • Familie und Beziehung
  • Familienmitglieder, Beziehungsstatus
  • "Interessiert an“ und "Auf der Suche nach"
  • Ausbildung und Beruf
  • Fotos und Videos von mir
  • Fotoalben
  • Beiträge von mir
  • Freunden das Schreiben an meine Pinnwand gestatten
  • Beiträge von Freunden
  • Kommentare zu Beiträgen
Pro Eintrag hat man hat die Wahl zwischen
"Alle (also öffentlich)", "Freunde von Freunden", "Nur Freunde".
Weiterhin kann benutzerdefiniert "Nur ich" eingestellt werden,
oder bestimmten Personen der Zugriff gestattet oder verweigert werden.

Facebook, Einstellung der Privatsphaere

Dagegen sind Sie nicht geschützt:
Facebook veränderte 2009 die Standardeinstellungen zur Privatsphäre (zum Wohl der Werbekunden!), so dass Name, Profilfoto, Freunde und Gruppenzugehörigkeiten zwangsweise für alle sichtbar wurden und sich nicht mehr einstellen lassen!
Wenn Anbieter eines sozialen Netzwerks die Nutzungsbedingungen ändern sollten, informieren Sie sich über die Konsequenzen.
Auch sollte man ab und zu seine Einstellungen kontrollieren und überdenken.



Was kann aus den persönlichen Angaben gelesen werden?

Gesehen bei wer-kennt-wen:
xy kennt yz Leute und ist in über 190 Gruppen Mitglied. Unter seinen Freunden sind mehrheitlich gutaussehende junge Mädchen zu finden.
Ist er arbeitslos und hat daher viel Zeit, im Netzwerk Kontakte zu jungen Mädchen zu knüpfen?
Oder ist er ein Lehrer, der besonders bei Schülerinnen beliebt ist.
Zumindest scheint er beziehungslos zu sein oder seine Lebensabschnittspartnerin ist sehr tolerant und eifersuchtsfrei.
Hier die Antwort von "Bufo" selber: Hintergrund war eine Wette, innerhalb kürzester Zeit mehr als tausend "gut aussehende Frauen" zusammenzutragen. Es sind sogar 3000 geworden. Sicherlich sind viele "gut aussehende Frauen" Fakes. Richtige Freunde zählt er, nach eigenen Angaben, nur 120.
Es gibt in den Netzwerken auch Auswüchse wie "Klickgruppen". Hier klickt man sich gegenseitig an, ohne sich wirklich zu kennen. Hauptsache die Anzahl der "Freunde" steigt.

Ansporn für die Männerwelt, sich um diese 15-Jährige (in Jahr 2010) zu kümmern?
Facebook

Was mag Gina dazu denken? Wartet er, ob sich noch etwas Besseres findet?
im_facebook-2.jpg
Facebook
 
 



Gefahren in sozialen Netzwerken
 
Viele - gerade Anfänger - unterschätzen die Konsequenzen, die ihre Daten im Netzwerk nach sich ziehen könnten.
In der ersten Euphorie merkt man nicht, dass die eigenen Inhalte von mehr als nur den Freunden gesehen werden können.
Fremde könnten mit intimen Informationen "die man ja nur seinen besten Freuden gegeben hat", hausieren gehen.
Das kann ärgerlich und peinlich werden, wenn derjenige, über den man herzieht, dies mitlesen kann.
Tipp: Stellen Sie sich immer die Frage: "Was könnte ein Fremder denken, wenn er meine Texte, Bilder, Kommentare etc. sieht?"
Wenn Freunde von Freunden abfällige und beleidigende Inhalte über den Arbeitgeber "verpetzen", kann eine Abmahnung oder sogar eine Kündigung die Folge sein!
Für einen, der den Zugang zu sozialen Netzwerken nicht schützt (z.B. offenes eingeloggtes Smartphone) muss sich nicht wundern, wenn andere in seinem Namen Kommentare und Meldungen absetzten.
Wird so z.B. über angeblich ungewollte Schwangerschaften getwittert, wird sich dies garantiert schneller in Windeseile in sozialen Netzwerken verbreiten, als man es dementieren kann.
Soziale Netzwerke erfassen die Aktivitäten der Anwender. So wurde einer Angestellten gekündigt, die trotz vom Arzt verordneter Bettruhe in Facebook aktiv war. Beiträge waren mit Datum und Zeit protokolliert.
Auch wenn man z.B. ein eigenes peinliches Foto aus seinem Album z.B. vom Typ "Pleiten Pech und Pannen" wieder entfernt hat, kann dies zuvor schon kopiert und verteilt worden sein. Es könnte sogar an anderer Stelle wieder ins Netzwerk gelangen, auf diese man keinen Einfluss hat.
Wer sich während der Arbeitszeit in sozialen Netzen rumtreibt, braucht sich über eine Abmahnung vom Arbeitgeber nicht wundern.
Auch dies sollte beachtet werden: Facebook behält sich das Recht vor, Inhalte kommerziell zu nutzen und die Nutzungsrechte an Dritte weiterzugeben.
Man sollte sich die Nutzungsbedingungen der Anbieter schon genauer ansehen. 
Gruppen bei wer-kennt-wenAngenommen Sie bewerben sich als Taxifahrer. Sie werden aber abgelehnt. Die Gründe werden Ihnen nicht genannt. Aber eventuell hat man dieses Profil in einem Netzwerk gefunden.
Dann brauchen Sie sich nicht zu wundern!
Hobby: SaufenEine Häufung solcher Party-Bilder in Fotoalben lässt auch gewisse Schlüsse zu. Stellen Sie sich immer vor, dass auch ein möglicher Arbeitgeber Freund eines Freundes sein kann und ebenfalls ihre Inhalte sehen kann.
Es gibt Personalchefs, die Dienstleister beauftragen, regelmäßig und systematisch die Profile der Bewerber in den sozialen Netzwerken abzuklopfen!
---
Dem kann man aber auch vorbeugen: Es gibt auch Firmen, die man vor einer Bewerbung beauftragen kann, die eigenen Profile in sozialen Netzen zu prüfen, ob nicht etwas Verfängliches dabei ist.
Auch kann man gefälschten oder geschönten Profilen aufsitzen. 
Hinter einem Schüler verbirgt sich in Wirklichkeit ein Pädophiler.
Der bedauernswerte Zeitgenosse im Netzwerk ist in Realität ein Krimineller, der versucht Ihre Hilfsbedürftigkeit auszunutzen.
Die attraktive Schönheit ist in Wahrheit ein unscheinbares Mauerblümchen, die 20 Jahre älter als auf dem Foto ist. 
Der verständnisvolle Freund im Netzwerk, dem sie schon die halbe Lebensgeschichte anvertraut haben, ist in Wahrheit ihr ärgster Widersacher, der Ihnen eins auswischen will.
Das Pflegen von Freundschaften in sozialen Netzwerken kann auch (gerade) mit Internet - wie im richtigen Leben - sehr zeitaufwendig sein. 
Es darf nicht zum Selbstzweck werden, Hunderte von Freunden im Profil zu horten.
Nicht zu vergessen:
Für die digitale Schleppnetzfahndung einschlägig bekannter Geheimdienste sind soziale Netzwerke das "gefundene Fressen". Man kann davon ausgehen dass sie direkt Zugriff auf die Daten z.B. von Facebook haben, zumindest im Verdachtsfall. Dann werden auch alle Personen im sozialen Umfeld der Ziel-Person näher beleuchtet. Dazu gehören auch die privat geführten Chats von Personen.



Cyber-Mobbing
Das Schikanieren, Blamieren, Beschimpfen und Anschwärzen von Personen ist mit Hilfe sozialer Netzwerke sehr einfach und effektiv.
 
Verbreitung von Unwahrheiten, Gemeinheiten, üblen Nachreden
Bombardieren mit E-Mails oder Nachrichten, "Vollmüllen" des Postfachs mit E-Mails mit riesigen Dateien im Anhang.
Einstellen von - für den Angegriffenen - peinlichen Videos entweder direkt in soziale Netzwerke oder indirekt per Link zu YouTube. Mit digitalen Kameras und Handys sind Aufnahmen oft unbemerkt möglich. 
Verbreiten von bloßstellenden oder intimen Fotos durch Mail oder über Fotoalben von Portalen.
Das kann auch ein freizügiges Foto (siehe Sexting) von sich selber sein, dass man per Smartphone an den mittlerweise Ex-Lebensabschnittpartner geschickt hat, der es z.B. in seine öffentliche "Trophäen-Sammlung" einbaut und damit angibt.
Wer im Besitz solcher Fotos ist, kann auch leicht den Abgebildeten erpressen alleine damit, dass er die Bilder ins Internet stellt oder per Mail verschickt.
Begünstigt wird das Cyber-Mobbing durch die (vermeintliche) Anonymität im Internet. Dadurch enthemmt, kommt es zu spontanen Aktionen. Es schaut einem ja keiner über die Schulter, wenn man zur Maus und Tastatur greift. 
Motive können Eifersucht, Missgunst, Rache, Geltungssucht, erlangen beruflicher Vorteile etc. sein.
Über Internetmedien ist es besonders leicht, mit wenig Aufwand eine große Wirkung zu erreichen.
Ein peinliches Foto kann sehr schnell über einen großen E-Mail-Verteiler oder unter Freuden in Netzwerken verteilt werden oder dort allen zugänglich gemacht werden. Wenn schon Kopien existieren ist ein "Einsammeln" nicht mehr möglich.
Oft verstehen Eltern gemobbter Kinder gar nicht, was in den Schülernetzwerken so abgeht. Sie wissen nicht viel von der Funktionsweise und Möglichkeiten des Internets und sozialen Netzwerken. Hier müssen Eltern nachsitzen. Am besten lassen sie sich von den Kindern die Welt der sozialen Netzwerke erklären.
Mit der Kenntnis von Usernamen und Passwort zum sozialen Netzwerk kann der Angreifer die Identität seines Opfers übernehmen. Er kann Profildaten verändern und sein Opfer in Misskredit bringen. Die Freunde des Opfers denken dann "Das hätte ich von ihm/ihr nicht erwartet!", "Wie kann man sich nur gehen lassen!?", "Wie kann man sich selber nur so in die Pfanne hauen!", "Ich kündige ihm direkt die Freundschaft!"
Zur Bestrafung eines in Ungnade gefallenen Mitglieds könnte eine Gruppe von Freunden auf die Idee kommen, diese Person auszuschließen. 
Dazu müssen alle nur einen Link im Netzwerk anklicken: WKW: kenne ich nicht mehrund schon ist diese Person isoliert. 
Nicht mehr dazugehören zu dürfen, kann sehr hart sein!
Man spricht auch von Zickenkrieg bzw. Zickenallianzen, wenn eine ganze Gruppe eine bestimmte Person mobbt.

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