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Telefonieren über das Internet  Stand: 2014-04-22

  Telefonieren Sie bereits über das Internet ohne es zu wissen?
Wer zu Hause seine Telefon- und Internet- Verkabelung anschaut, weiß nicht so recht wo Telefon aufhört und Internet anfängt.

Telefondose und DSL-Splitter:
TAE-Dose und DSL-Splitter
Bei einem DSL-Anschluss steckt meist ein Splitter in der Telefondose. Der koppelt das DSL-Signal aus. Das Telefon steckt man dann in die Buchse des Splitters. Der Splitter wird mit einem Router verbunden.
Mit dem Router werden internetfähige Geräte (PC, Notebook, Smartphone, Tablet-PC, Smart-TV, Spiele-Consolen, NAS-Festplatten, u.a.) per Kabel oder drahtlos via WLAN mit dem Internet verbunden.
Telefon und Internetverbindungen sind unabhängig von einander.
So kann beim Ausfall des Routers noch telefoniert werden.

Anschlüsse eines DSL-Routers:
Auch er hat Buchsen (oben links) für Telefon oder Nebenstellen (z.B. Fax)
Router-Anschluesse

Ein IP-basierter Anschluss kostet in der Regel nicht mehr als ein herkömmlicher Telefonanschluss.
Dazu bietet er Leistungsmerkmale, die man bisher nur bei ISDN hatte:
mehrere Rufnummern, Anzeige der Rufnummer des Anrufers, Anrufe weiterleiten, makeln, ...
Außerdem hat man gleichzeitig 2 Telefonate führen bzw. Telefonieren und Faxen.

Bei einem IP-basierten Anschluss werden alle Verbindungen (telefonieren, surfen, mailen, faxen oder fernsehen) über das Internet aufgebaut.
Der eigentliche Telefonanschluss wird nicht mehr benötigt.
Wenn aber der Router oder gar der Strom ausfällt oder der Internetprovider ein Problem hat, dann geht nichts mehr.
In dem Fall könnte man bei einem herkömmlichen Telefonanschluss und bestimmten Festnetztelefonen eventuell noch telefonieren.

Schauen Sie mal in Ihre Telefon/Internet-Unterlagen.
Wenn dort etwas von "IP-basiert", "VoIP", "Internet-Protokoll-Telefonie", "IP-Telefonie" lesen, dann telefonieren Sie wahrscheinlich schon über das Internet, auch wenn Sie es bisher noch nicht gemerkt haben!


*** alter Text ***
*** fehlt noch im Glossar: Splitter, Smart-TV ***
 

Internet-Telefonie von PC zu PC (PC to PC)

 

  • Internet-Telefonie von PC zu Telefon (PC to Phone) 

  • Alternativ zu einem "normalen" Telefon-Teilnehmer, der über das reguläre Telefonnetz mit Hilfe eines Gateway eines ITSP (Internet Telephony Service Provider) an das Internet gekoppelt ist (PC to phone). Doch solche ITSP sind in Europa noch selten. Die Gebühren, die ein solcher ITSP verrechnet, sind in der Regel niedriger als die der Telefongesellschaften. Der ITSP befindet sich meist vor Ort, an dem auch das reale Telefon steht. Um einen Gesprächspartner anzurufen, muss man sich erst einen geeigneten ITSP suchen. 


     
     

  • Internet-Telefonie von Telefon zu Telefon (Phone to Phone) 

  • Für diese Art der Internet-Telefonie können Sie das "gute alte" Telefon benutzen.
    Der Teilnehmer ruft einen Telefon-Computer (Voice-Gateway) an. Der leitet die digitalisierte Sprache über das Internet zu einem anderen Voice-Gateway, das mit dem Ortsnetz des gewünschten Gesprächspartners verbunden ist.
    In der Praxis erreicht die Sprachqualität schon Mobilfunkqualität mit den internet-typischen Verzögerungen. Mit Rauschen und Knacken muss gerechnet werden. Kommerziell werden dieser Technik gute Chancen eingeräumt: Sie ist billiger und flexibler als die traditionelle Telefontechnik.


      Weitere Randbedingungen
     
    Beispiel "PC to PC"
    Internet Phone 5.0
    Internet Phone 
    von VocalTec 
    Die qualitativen Anforderungen an die Internetverbindung sind hoch. Stellen Sie sich vor, dass die Sprache der beiden Teilnehmer ständig digitalisiert, komprimiert, dekomprimiert und in Form handlicher Datenpakete über das Internet hin und her transportiert werden muss. An diesem Transport sind in der Regel eine Vielzahl von Rechnern beteiligt. 
    Diese transportbedingten, nicht ganz minimierbaren Verzögerungen sind gewöhnungsbedürftig. Zu lange Verzögerungen führen zu Störungen ("zerhackte" oder verzerrte  Sprache, Echos, Aussetzer). 
    Bei der klassischen Telefonie besteht zum Zeitpunkt der Verbindung eine direkte Verbindung zwischen den beiden Teilnehmern, die gegen Fremdeinflüsse relativ unempfindlich ist. 
    Einige Programme können zudem noch Videobilder übertragen. Hier kann man, auch in Abhängigkeit der Verbindungsqualität, keine großformatigen, hochauflösenden und lippensynchronen Bilder erwarten. Primär sorgen die Programme dafür, dass der Ton rüberkommt. Notfalls werden die Videobilder vernachlässigt (unscharf, Ruckeln, "Standbilder"). 
     Beispiel "PC to phone"
    Internet Phone 5.0
     Internet Phone 
    von VocalTec 
    Internet-Telefonie von PC to PC hat einen schwerwiegenden Nachteil: Beide Rechner müssen "Online" sein. Man kann keinen PC durch Anwahl so aktivieren, dass der sich bemerkbar macht und der gewünschte Teilnehmer "abhebt". 
    Daher bedient man sich folgender Methoden: 
      1.) Sobald ein Teilnehmer "Online" ist, meldet er sich bei speziellen Servern (Community Browser und Conferencing Server), in denen er sich als erreichbar in eine Liste einträgt (z.B. bei der Buddy-Liste von AOL oder bei dem mittlerweile weitverbreiteten Freeware-Programm ICQ). Potenzielle Gespächspartner, die mit der gleichen Software arbeiten, wählen sich über solche Listen an. 
      Zumindest muss man mit den Anwendern Vorlieb nehmen, die gerade "Online" sind. Wer unbedingt mal schnell einen Bekannten erreichen muss, greift dann besser zum "normalen" Telefon. 

      2.) Anwender, die immer eine feste IP-Adresse besitzen, sobald sie "Online" sind, können über diese "angeklingelt" werden, sofern es die Internet-Telefon-Software erlaubt. Intranet-Firewalls (z.B. von Firmennetzen), lassen allerdings solche Anfragen in der Regel nicht zu. Zudem bekommen die meisten privaten Internet-Nutzer eine dynamische IP-Adresse von ihrem Provider zugeteilt. Hier kann diese Methode auch nicht zum Einsatz kommen. 

      3.) Eine andere Möglichkeit der Kontaktaufnahme kann via E-Mail erfolgen. Wartezeiten müssen eingeplant werden, wenn der gewünschte Anwender seine Post erst beim Mail-Server abrufen muss. 

      4.) Praktiker rufen lieber mit Hilfe des "normalen" Telefons direkt beim gewünschten Gesprächspartner an (sofern die Leitung nicht durch die Internetsitzung blockiert ist), um anschließend die Unterhaltung kostengünstiger über das Internet fortzusetzen. 


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