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Telefonieren über das Internet
Stand: 2005-05-31
Seite wird noch überarbeitet!
Mittlerweile wird für DSL-Internet-Nutzer von mehreren Firmen preiswerte Internet-Telefonie angeboten.
Dazu braucht man nicht einmals den PC, denn die vorhandene Telefon-Anlage wird mit dem DSL-Anschluss verbunden.
... denmächst mehr ...
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Im Prinzip lässt sich über das Internet hervorragend
telefonieren, sogar Bildtelefonie ist möglich. Kontaktfreudige Internet-Nutzer
haben dies längst erkannt. Warum nicht mal einen echten Australier
"live" befragen, was er für Urlaubstipps hat? Oder, anstatt in den
Newsgroups
nach der Lösung eines Problems zu stöbern, den entscheidenden
Tipp direkt von einem anderen Surfer zu bekommen versuchen?
Allerdings sind es wieder die vielen lästigen Details, Einschränkungen
bzw. notwendigen Voraussetzungen, die einem mitunter die Laune an der Internet-Telefonie
verderben können.
Denn:
Wenn es immer einfach und reibungslos funktionieren würde, wäre
man ja "blöd", an die Telefongesellschaften das viele Geld für
Ferngespräche zu zahlen.
Ach ja:
Auch Ortsgespräche sind in Deutschland, je nach Tageszeit, recht
teuer. Es gibt Länder, in denen die glückseligen Telefonkunden
für Ortsgespräche nichts zahlen! In Worten: 0,00 Euro! |
Was brauche ich zum Internet-Telefonieren?
Weitere Randbedingungen
Beispiel "PC to PC"
Internet Phone
von VocalTec |
Die qualitativen
Anforderungen an die Internetverbindung sind hoch. Stellen Sie sich vor,
dass die Sprache der beiden Teilnehmer ständig digitalisiert, komprimiert,
dekomprimiert und in Form handlicher Datenpakete über das Internet
hin und her transportiert werden muss. An diesem Transport sind in der
Regel eine Vielzahl von Rechnern beteiligt.
Diese transportbedingten, nicht ganz minimierbaren Verzögerungen
sind gewöhnungsbedürftig. Zu lange Verzögerungen führen
zu Störungen ("zerhackte" oder verzerrte Sprache, Echos, Aussetzer).
Bei der klassischen Telefonie besteht zum Zeitpunkt der Verbindung
eine direkte Verbindung zwischen den beiden Teilnehmern, die gegen Fremdeinflüsse
relativ unempfindlich ist.
Einige Programme können zudem noch Videobilder übertragen.
Hier kann man, auch in Abhängigkeit der Verbindungsqualität,
keine großformatigen, hochauflösenden und lippensynchronen Bilder
erwarten. Primär sorgen die Programme dafür, dass der Ton rüberkommt.
Notfalls werden die Videobilder vernachlässigt (unscharf, Ruckeln,
"Standbilder"). |
Beispiel "PC to phone"
Internet Phone
von VocalTec |
Internet-Telefonie von PC to PC hat einen schwerwiegenden Nachteil:
Beide Rechner müssen "Online" sein. Man kann keinen PC durch Anwahl
so aktivieren, dass der sich bemerkbar macht und der gewünschte Teilnehmer
"abhebt".
Daher bedient man sich folgender Methoden:
1.) Sobald ein Teilnehmer "Online"
ist, meldet er sich bei speziellen Servern (Community Browser und Conferencing
Server), in denen er sich als erreichbar in eine Liste einträgt (z.B.
bei der Buddy-Liste von AOL oder
bei dem mittlerweile weitverbreiteten Freeware-Programm
ICQ).
Potenzielle Gespächspartner, die mit der gleichen Software arbeiten,
wählen sich über solche Listen an.
Zumindest muss man mit den Anwendern Vorlieb nehmen, die gerade "Online"
sind. Wer unbedingt mal schnell einen Bekannten erreichen muss, greift
dann besser zum "normalen" Telefon.
2.) Anwender, die immer eine feste IP-Adresse
besitzen, sobald sie "Online" sind, können
über diese "angeklingelt" werden, sofern es die Internet-Telefon-Software
erlaubt. Intranet-Firewalls
(z.B. von Firmennetzen), lassen allerdings solche Anfragen in der Regel
nicht zu. Zudem bekommen die meisten privaten Internet-Nutzer eine dynamische
IP-Adresse von ihrem Provider zugeteilt.
Hier kann diese Methode auch nicht zum Einsatz kommen.
3.) Eine andere Möglichkeit der Kontaktaufnahme kann via E-Mail
erfolgen. Wartezeiten müssen eingeplant werden, wenn der gewünschte
Anwender seine Post erst beim Mail-Server abrufen muss.
4.) Praktiker rufen lieber mit Hilfe des "normalen" Telefons direkt
beim gewünschten Gesprächspartner an (sofern die Leitung nicht
durch die Internetsitzung blockiert ist), um anschließend die Unterhaltung
kostengünstiger über das Internet fortzusetzen.
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© Bernd Zimmermann 1997-2010 |