 |
Streaming Audio und Video
Stand: 2011-10-18
Früher musste man Audio- bzw. Video-Dateien erst komplett als Datei
auf die Festplatte haben (z.B. als Download aus dem Internet geladen),
um sie mit einem geeigneten Player abzuspielen.
Das konnte dauern! Erst hinterher wusste man, ob sich der ganze Aufwand
auch gelohnt hat.
Anders bei "Streaming"-Verfahren. Klickt man hier auf einen Link
zu einem Musik-Track oder einem Video-Clip, dauert es nur einige Sekunden:
Der Player (meist ein Plug-In) startet
und produziert die ersten Töne bzw. Bilder. Während der Übertragung
werden ständig weitere Daten nachgeschoben. Damit werden auch Liveübertragungen
von Radio- oder Fernsehsendungen möglich. Trifft das Gehörte
bzw. Gesehene nicht den eigenen Geschmack, kann man die Übertragung
sofort abbrechen.
Dennoch braucht man für eine "ruckelfreie" Übertragung erstens
einen guten Server, der die Daten auch liefern kann, und zweitens eine
ordentliche Leitungsqualität bzw. Übertragungsrate (z.B. ein
DSL-Anschluss).
Geringere Schwankungen in der Übertragungsgeschwindigkeit können
ausgeglichen werden, wobei allerdings hör- bzw. sehbare Qualitätseinbußen
in Kauf genommen werden müssen.
 |
Wie dies funktioniert kann man bei YouTube,
dem wohl bekanntesten Videoportal sehen:
http://www.youtube.com/
Hier darf jeder Videos einstellen, egal ob sie interessant, langweilig,
spannend, peinlich oder wie auch immer sind.
Die Anzahl der Aufrufe entscheidet letztlich über den Beliebheitsgrad.
|
Suchen Sie doch mal nach Ihrem Lieblings-Musik-Video, einem Werbe-Clip,
einer aktuellen Filmvorschau (Trailer), nach Pleiten Pech und Pannen.
Gibt es Videos die zeigen wie man einen Wasserhahn repariert oder Lasagne kocht?
Gibt es Videos von Ihrem nächsten Reiseziel?
Hier ein Beispiel einer Internet-Videothek:
,
ein Unternehmen von Amazon, bietet 2 Möglichkeiten:
1.) Man kann klassisch Filme
leihen, wie in der guten alten Videothek.
Man wählt seinen Wunschtitel aus (DVD
oder Blu-Ray), den man per Post zugeschickt bekommt.
Man behält ihn solange man mag und schickt ihm portofrei wieder
zurück.
2.) Video on Demand (VOD)
Man schaut den gewählten Film direkt online (also als Streaming-Video)
auf der Webseite oder über eine PS3-Spielekonsole auf dem heimischen
Fernseher.
Internetadresse: http://www.lovefilm.de/
[Stand 2011-09]
Fast alle Fernsehsender haben Online-Angebote.
Wenn Sie die Nachrichten verpasst haben können Sie dies
unter
http://www.tagesschau.de oder
http://www.heute.de/
nachholen.
Außerdem finden Sie in den Mediatheken der Sender vieles
im Archiv, und dies meist in recht guter Qualität.
Fernsehen über das Internet
 |
Mit Zattoo kann man dutzende Fernseh- und Hörfunksender auf dem
PC empfangen. Es ist kostenlos, man muss sich aber registrieren. Finanziert
wird es über Werbevideos, die beim Programmstart gezeigt werden.
Zattoo prüft über die IP-Adresse aus welchem Land der Anwender
kommt und zeigt auch nur die Sender, die für Zattoo für dieses
Land freigegeben wurden.
Ein feine Sache beim Arbeiten am PC nebenbei Fernsehen zu schauen!
Zattoo kann auf dem PC installiert werden, kann aber auch über
das Internet gestartet werden.
Mehr Infos und Download unter http://zattoo.com/de/
(Stand 2010-02)
|
Live-Radio
Weltweit bieten die meisten Radiostationen ihr Programm live über
Internet an.
Hier zwei Beispiele:
Bayern 3: http://www.br-online.de/br/jsp/seitentyp/liveStreamFenster.jsp?welle=bayern3
you fm: http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=youfm,
Das kann dann so aussehen bzw. anhören:
 |
Hier können sogar zusätzlich während der Live-Übertragung
Web-Cam-Bilder
aus dem Studio von auswählbaren Kamerapositionen eingeblendet werden. |
 |
|
Weitere Angebote im Internet
Hier eine Übersicht Webradio und Internet-Radiosender:
http://www.medien-index.de/Radio_Internetradios.htm
(Stand 2010-02)
Streaming-Provider
Wenn in einer Fernsehsendung mit hoher Einschaltquote ein solcher Hinweis
gegeben wird:
"Auf unserer Homepage finden Sie weiteres Videomaterial zur Sendung!"
werden mit Sicherheit kurz danach tausende von Zuschauern ins
Internet gehen, um sich die Inhalte anzusehen.
Damit dies zeitgleich überhaupt möglich ist, muss das Video-Material
bei speziellen Anbietern untergebracht werden, deren Internet-Server einen
solchen Massenandrang auch verkraften können, ohne dass das Bild ruckelt
oder gar stehen bleibt. Die mittlerweile selbstverständlichen "Mediatheken"
von Fernsehsendern laufen bei Streaming-Providern.
Auch kostenpflichtige Inhalte (Pay-per-View) z.B. von Lern-Plattformen
oder von Livesendungen (Sportereignisse, Aktionärsversammlungen, Produktpräsentationen,
etc.) lassen sich realisieren.
Streaming-Angebote können zudem auf unterschiedliche Endgeräte
optimiert werden (Smartphones, (hochauflösende)
internetfähige Fernseher)
Ein bekannter Streaming-Provider ist TV1.EU
http://www.tv1.eu/
[Stand 2010-09]
Podcast
Auf den Internet-Seiten vieler Radiosender kann man Beiträge (Reportagen,
Hörspiele, Interviews, …) als Podcast runterladen und auf den MP3-Player
kopieren. Diese kann man sich dann anhören kann, wenn man es will,
und nicht gerade dann, wenn es im Radio gesendet wird.
Hier ein Beispiel: http://www.wdr.de/radio/home/podcasts/index.phtml
(Stand 2010-02)
Beispiel für "Video On Demand"
Videoload unter http://www.videoload.de/
(Stand 2010-02)
Bei solchen Angeboten sucht man sich den Film aus und kann ihn direkt
als Stream ansehen (leihen) oder Downloaden (kaufen). Und dies auch teils
High-Definition Qualität (Film in hoher Auflösung)
Trailer zu den Filmen können zur Entscheidungshilfe bei der Filmauswahl
kostenlos geladen werden. Nach der Wahl des Films wird die Übertragungsgeschwindigkeit
geprüft. Daraus wird rechnerisch ermittelt, wie lange das Download
voraussichtlich dauern wird. Es sollte aber schon eine DSL-Verbinding
sein, da Modem- oder auch ISDN-Verbindungen
(selbst mit Kanalbündelung)
zu langsam sind.
Es gilt: Je größer die Datei desto höher die Qualität
des Videos und umso länger die Downloadzeit.
© Bernd Zimmermann 1997-2012 |