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Schutz vor Viren Stand: 2005-05-06
Wie kann man sich Viren im Internet holen?
... schneller als man denkt!

Vorsicht Fußball-Fans!
Hier lauert der Virus W32/Sober.p im Anhang, der weitere Mails dieser
Art verschickt (Stand 2005-05).
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Immer dann, wenn Sie Dateien aus dem Internet auf den eigenen Rechner
übertragen (neudeutsch "downloaden") oder unbekannte Dateien in den
Änhängen von E-Mails öffnen, können Sie sich Computerviren
einfangen. Die lauern z.B. in ausführbaren Dateien. In der DOS-Welt
wären dies Dateien vom Typ EXE (ausführbare Datei), COM (Befehls-Datei)
oder BAT (Stapeldatei).
Weitere Dateitypen können von Windows ausgeführt werden.
In ihnen können Viren, Trojaner
oder andere Gemeinheiten (Malware) enthalten
sein:
CMD (Windows-Stapelverarbeitung), CHM (Hilfedatei), EML (E-Mail), LNK
(LiNK, Windows-Verknüpfung), PIF (Program-Information-File),
JS (Java-Script-Datei), SCR (SCReensaver, Bildschirmschoner),
VBS (Visual-Basic-Script), VXD (Virtual eXxtended
Driver,
Treiberdatei) und andere.
In Microsoft-Office-Dateien können ebenfalls gefährliche
Scripte bzw. Makros enthalten sein:
DOC (Word-DOCument), XLS (Excel), PPS (PowerPoint), MDB (Microsoft-Data-Base
von Access).
Makroviren verbreiten sich oft
mit Hilfe von Outlook weiter. Werden solche Dateien ausgeführt bzw.
aufgerufen, können weitere Dateien angesteckt, verändert, gelöscht
oder per Mail versendet werden.
Auch in Dateien von Webseiten (HTM oder HTML) oder in HTML-Mails können
gefährliche Scripts enthalten sein.
Bestimmte Viren können sich beim "Infizieren" im Bootsektor von
Festplatten oder Disketten einnisten. Viren, die sowohl Dateien als auch
Partitionssektoren befallen, nennt man "multivalent".
Tipp: Vor dem Klicken Gehirn einschalten!
Sie gewähren ja auch nicht jedem Fremden sofort Einlass. Das gilt
für alle ausführbaren Dateien und Dokumente, die Sie über
Downloadseiten oder E-Mails erhalten und auf Ihrer Festplatte lassen. Wenn
Sie nicht gerade ausländische Bekannte oder
Geschäftspartner haben, sollten Sie Werbesendungen mit vermeintlich
"super-sicheren Geschäftsideen", "Liebesbriefen", "gut gemeinten Ratschlägen"
und dergleichen mit einer gesunden Portion Misstrauen begegnen. |
Am 4. Mai
2000 z.B. verbreitete sich ein bislang unbekannter Makro-Virus "Love-Letter-For-You
/ ILOVEYOU" lawinenartig, legte weltweit etliche Mailserver lahm und sorgte
für Staus und Schäden. Er fühlte sich allerdings "nur" auf
Windows-Maschinen
wohl, wenn dort die Mail-Software Outlook
installiert ist. Das Öffnen der Mail mit dem Betreff "ILOVEYOU" hatte
noch keine Folgen. Klickte man jedoch auf die beigefügte Datei "LOVE-LETTER-FOR-YOU.TXT.vbs"
wurde ein Visual-Basic-Script gestartet.
Das befahl Outlook die Virenmail gleich
wieder an Empfänger aus dem eigenen Adressbuch zu schicken und verbog
dazu noch einige Systemdateien. Auch alle Dateien mit den Endungen MP2,
CSS, JPG, VBE, JSE, JS, WSH, SCT, HTA, JPEG und MP3-Files wurden durch
eine Kopie des Virus ersetzt. Durch diesen Schneeballeffekt kollabierten
dann zahlreiche Computernetze. Einige Firmen und Behörden mussten
die Arbeit zeitweise einstellen.
Wenn Ihnen z.B. als Firmenangestellter leichtsinniges Verhalten
nachgewiesen werden kann, können Sie unter Umständen mit Ihrem
Privatvermögen für Schäden haftbar gemacht werden, die Computerviren
verursachen können. Das kann sehr schnell sehr teuer werden. Überlegen
Sie sich, wie lange professionelle "Kammerjäger" brauchen, um alle
PCs eines Netzes zu "entseuchen", und was deren Arbeitsstunde kostet.
Wenn Viren auch noch Daten zerstört haben, sind die Schäden
noch höher.
Solange Sie nur den eigenen Rechner zu Hause verseuchen, scheint dies
zunächst nur Ihr Problem zu sein. Vielleicht merken Sie den Virenbefall
gar nicht. Wenn Sie dann einem guten Bekannten, ohne böse Absicht,
eine Kopie eines schönen Computerspiels auf Diskette geben, könnte
sich dieser fürchterlich beschweren: Sein Virenschutzprogramm meldet
einen Virenbefall.
Wo lauern Viren im Internet?
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Auf Shareware-Servern, auf denen Software zum "Downloaden" bereitgehalten
wird. Dort könnten sich aus Boshaftigkeit oder aus mangelnder Sorgsamkeit
verseuchte Dateien befinden. Firmen, die ihrem Ruf nicht schaden wollen,
sollten im Eigeninteresse dafür sorgen, dass nur virenfreie Dateien
auf ihren Servern liegen. Stellen Sie sich die Schlagzeile vor: "Microsoft
verbreitet Virus in seinem neuesten XY-Upgrade!"
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Auf Internet-Seiten, in denen z.B. Programme angeboten werden, die als
Trojanisches-Pferd
oder Dropper Einzug in Ihren PC halten,
um dort Schäden anzurichten (Malware).
"Laden
Sie sich gratis den neusten Bildschirmschoner!".
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In gepackten Dateien vom Typ *.zip oder *.exe können
Viren in komprimierter Form vorliegen, die von Virenscannern vielleicht
erst nach dem Entpacken festgestellt werden können.
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In Dateien, die Sie per E-Mail erhalten.
Wie stelle ich einen Virenbefall fest?
Wenn plötzlich die Festplatte formatiert wird, Dateien gelöscht
wurden, Textdateien zerstört sind, Buchstaben "vom Bildschirm fallen",
ein Liedchen aus dem Lautsprecher ertönt, die Festplatte auf einmal
voll ist, ... dann ist es schon zu spät!
Was können Sie gegen Viren tun?
Auf Ihrem Rechner sollte sich auf jeden Fall ein Anti-Viren-Programm
befinden.
Dieses lauert im Hintergrund und gibt bei Verdacht Alarm, wenn z.B.
beim "Downloaden" eine virenbefallene Datei dabei ist. Es sollte gezielt
Festplatten, Disketten und andere Laufwerke auf bekannte Viren untersuchen
können. Bevor Sie also eine Datei weitergeben, sollte sie virengeprüft
sein.
Wenn bekannt ist, wie der Virus "aussieht" bzw. "wirkt", kann er auch
bekämpft werden.
Hier gibt es übrigens aktuelle Viren-News: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI):
http://www.bsi.de/ (Stand 2005-05)
Solche Anti-Viren-Programme sollten in regelmäßigen Abständen
aktualisiert werden, damit auch neue Viren, die mittlerweile von irgendwelchen
Hackern in die Welt gesetzt wurden, erkannt werden können.
Wo gibt es Anti-Viren-Programme?
... unter anderem in Internet!
Eines der bekanntesten deutschen Programme ist AntiVir® .
Die AntiVir® Personal Edition ist für den privaten (individuellen,
nicht-kommerziellen) Einsatz sogar kostenfrei!
Einsetzbar für Windows 95, 98, Me, NT, 2000 und XP.
Download über http://www.free-av.de/
(Stand 2004-12)
Alternative: BitDefender Free Edition, Download
über http://www.bitdefender.com/
(Stand 2004-12)
© Bernd Zimmermann 1997-2012 |