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Wer bietet was und warum im Web? Stand: 2004-09-11
Mittlerweile gehört es fast zum guten Ton, auf Visitenkarten neben der E-Mail Adresse auch noch seine private Homepage oder die der Firma zu drucken. Im Internet darf sich jeder tummeln, ob Universität, Firma, Verein, Privatmann oder irgendeine andere Institution. 

Universitäten stellen Forschungsergebnisse, wissenschaftliche Daten, Projekte, Kontaktadressen etc. im Internet bereit. Die Daten können so weltweit abgerufen werden. Oft kann auch auf Ergebnisse anderer zurückgegriffen werden, d.h. das Rad muss nicht nochmal erfunden (d.h. erforscht) werden. 

Für Firmen ist das Internet aus vielen Gründen ein interessantes Medium. 
Werbung: Für das, was eine Werbeminute im Fernsehen kostet, kann eine sehr lange Zeit ein Web-Server betrieben werden. Außerdem können die Inhalte weltweit empfangen (abgerufen) werden. 
Service: Auch die Kundenbetreuung kann rationeller organisiert werden: Oft gestellte Fragen (FAQ) werden nicht zum 1000sten-mal von einem Hotline-Mitarbeiter beantwortet, sondern können abgerufen werden. Oft helfen eigene Suchmaschinen, das Richtige zu finden. Um z.B. an eine aktuelle Treiber-Software zu gelangen oder ein Update zu erhalten, braucht keine Diskette mit hohen Kosten verschickt zu werden. Der Anwender lädt die Dateien einfach über das Internet auf den eigenen Rechner ab und kann sofort installieren. 
Ein größeres Unternehmen aus der DV-Branche ohne Internet-Präsenz ist "mega-out" und hat den Anschluss verpasst. 
Der Aufwand, den die Firmen betreiben, ist unterschiedlich. Die einen haben nur eine Seite mit den üblichen Daten wie Adresse, Telefon, Fax-Nummer und kurzer Beschreibung, die anderen bieten einen kompletten Produktkatalog samt Online-Bestellmöglichkeit. 
Damit die eigenen Seiten auch besucht werden, lässt man sich was einfallen: Download von Shareware oder Gratissoftware, Auskunftsyteme und Dienste unterschiedlichster Art, Preisausschreiben, Kundenbefragungen, Tipps und Tricks, Links etc. (siehe auch Benefitting).
Man kann auch Surfer auf die eigenen Inhalte locken, indem man Seiten für bestimmte Personengruppen erstellt, deren Neugierde weckt, damit sie dann bestimmten Links folgen: 
Kleines Beispiel, aber nur für Leute mit fragwürdigem Humor! (Auf der Folgeseite dann auf Diskette achten!): http://www.www-kurs.de/kentucky/
Viele Internetdienste werden über Firmenwerbung finanziert. Je öfter eine Seite aufgerufen wird, desto interessanter wird sie für die werbende Firma. Was im Fernsehen die Einschaltquote ist, ist im Internet die Zahl der Aufrufe einer Seite. 

Für viele Firmen ist das Internet gleichzeitig auch die Geschäftsgrundlage, weil sie damit ihr Geld verdienen.
Dazu gehören alle Formen des E-Commerce, also die elektronische Vermarktung und der Handel von Waren und Dienstleistungen über elektronische Medien. Mit dem Internet sind auch ganz neue Formen von Dienstleistungen und Geschäftsideen entstanden.
Hierzu siehe auch V-Commerce, E-Consulting, E-Publishing, Telebanking und Teleshopping bzw. die Kurs-Seiten "E-Shopping im Internet".
 

Staatliche Einrichtungen bieten in der Regel Informationen, Aufklärungsmaterial und Dienstleistungen. 
Hätte man Präsident Kennedy damals einen Blick in die Zukunft gewähren können, hätte er bestimmt sehr gestaunt und den Kopf geschüttelt. Dass man einen seiner Nachfolger derart öffentlich und zudem via Internet weltweit vorführt, hätte er nicht verstehen können. So etwas scheint aber auch nur in den USA möglich zu sein, wenn die Gesetzgebung einem übereifrigen und scheinheiligen Ermittler (pikanterweise auch politischer Gegner Clintons) solche Freiheitsgrade einräumt: 

Politiker und Parteien haben sich auch schon im Internet etabliert. Hoffen wir, dass damit die Politikverdrossenheit abnimmt. 

Städte und Gemeinden haben natürlich auch das Anliegen, ihren Ort zu präsentieren. Einige bieten ihren Einwohnern Informationen und Serviceleistungen. Kurstädte oder Fremdenverkehrsorte können auf sich aufmerksam machen. Hinter einem Server mit dem Namen einer Stadt können natürlich auch kommerzielle Anbieter stehen, die mit Internet-Mitteln werben. Oft gibt es auch mehrere Server in einer Stadt (z.B. http://www.erlangen.com und http://www.erlangen.de). 
Da sich keiner freiwillig seitenweise Werbung ansieht, muss dem Informationssuchenden etwas geboten werden. Dies könnten aktuelle Veranstaltungskalender, Kleinanzeigenseiten, Informationen aus dem Rathaus, Befragungen, Gewinnspiele etc. sein. 

Leider auch Negatives wie Spammer die millionenfach Tag für Tag mit ihren Werbe-Mails die Postfächer von millionen Internet-Nutzern zumüllen. Siehe Kurs-Seite Spam-Mails.
Außerdem, als zweite Geisel des Internets, die Lawinen von virenverseuchten E-Mails Siehe Kurs-Seite Schutz vor Viren.

... und natürlich der Privatmann
Viele stellen ihre eigene Homepage ins Internet. Dazu muss man nicht unbedingt Computerfreak sein (siehe Homepage erstellen). Dass eigene Inhalte international zugänglich sind, ist schon beeindruckend. E-Mail-Nummer und die Adresse der Homepage machen Eindruck auf Visitenkarten. 
Viele veröffentlichen die Ergebnisse ihrer Hobbys oder Sammelleidenschaft oder schaffen Foren zu einem bestimmten Thema. Weiterhin findet man Tipps für alle möglichen Lebenslagen, Sammlungen von Links zu bestimmten Themenbereichen, Preislisten, Tipps- und Tricks u.v.a. mehr. 
Bilder von sich und der Familie können auch vom Onkel in Amerika angesehen werden. 
Die Bandbreite der Qualität der Inhalte geht von banal bis hochinteressant, von dilettantisch bis professionell. 
Einige haben auch den Hang, sich zu profilieren oder (unfreiwillig) zu blamieren. 

... und dann gibt es noch Leute, die sich Nächte um die Ohren hauen, um solche Kurse wie diesen in die Welt zu setzen, in der stillen Hoffnung, dass es andere interessieren könnte.   ;-)


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