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Wer bietet was und warum im Web? Stand: 2015-09-20

Wer keine E-Mail-Adresse hat oder keine Homepage im Internet hat muss fast schon als medialer Analphabet gelten.
Im Internet darf bzw. muss sich jeder tummeln, ob als Firma, Universität, Privatmann, Verein  oder irgendeine andere Institution.

Für Firmen ist das Internet aus vielen Gründen ein interessantes Medium.
Werbung: Für das, was eine Werbeminute im Fernsehen kostet, kann eine sehr lange Zeit ein Web-Server betrieben werden. Außerdem können die Inhalte weltweit empfangen (abgerufen) werden.
Service: Auch die Kundenbetreuung kann rationeller organisiert werden: Oft gestellte Fragen (FAQ) werden nicht zum 1000sten-mal von einem Hotline-Mitarbeiter beantwortet, sondern können abgerufen werden.
Suchmaschinen helfen das Richtige zu finden. Um z.B. an eine aktuelle Treiber-Software zu gelangen oder ein Update zu erhalten, braucht kein CD mit hohen Kosten verschickt zu werden. Der Anwender lädt die Dateien einfach über das Internet auf den eigenen Rechner ab und kann sofort installieren. Auch Handbücher gibt es elektronisch.
Ein größeres Unternehmen ohne Internet-Präsenz ist "mega-out" und hat den Anschluss verpasst.
Der Aufwand, den die Firmen betreiben, ist unterschiedlich. Die einen haben nur eine Seite mit den üblichen Daten wie Adresse, Telefon, Fax-Nummer und kurzer Beschreibung, die anderen bieten einen kompletten Produktkatalog samt Online-Shop.
Damit die eigenen Seiten auch besucht werden, lässt man sich was einfallen: Download von Shareware oder Gratissoftware, Auskunftsyteme und Dienste unterschiedlichster Art, Preisausschreiben, Kundenbefragungen, Tipps und Tricks, Links etc. (siehe auch Benefitting).
Man kann auch Surfer auf die eigenen Inhalte locken, indem man Seiten für bestimmte Personengruppen erstellt, deren Neugierde oder Interesse weckt, damit sie dann bestimmten Links folgen.
So kann es auch sein, dass z.B. eine Web-Seite, die als Selbsthilfe-Forum von Betroffenen einer speziellen Krankheit erscheint, in Wahrheit von einem Pharmaunternehmen unterhalten wird, die sich damit eine Umsatzsteigerung ihrer Medikamente erhofft.
Viele Internetdienste werden über Firmenwerbung finanziert. Je öfter eine Seite aufgerufen wird, desto interessanter wird sie für die werbende Firma. Was im Fernsehen die Einschaltquote ist, ist im Internet die Zahl der Aufrufe einer Seite.

Für viele Firmen ist das Internet gleichzeitig auch die Geschäftsgrundlage, weil sie damit ihr Geld verdienen.
Dazu gehören alle Formen des E-Commerce, also die elektronische Vermarktung und der Handel von Waren und Dienstleistungen über elektronische Medien. Mit dem Internet sind auch ganz neue Formen von Dienstleistungen und Geschäftsideen entstanden.
Hierzu siehe auch V-Commerce, E-Consulting, E-Publishing, Telebanking und Teleshopping bzw. die Kurs-Seiten "E-Shopping im Internet".
 

Staatliche Einrichtungen bieten Informationen, Aufklärungsmaterial und (Online-)Dienstleistungen für die Bürger.

Für Politiker und Parteien ist es ein Muss im Internet vertreten sein.
 
Jackpot Affäre Für den jeweiligen politischen Gegner ist es ein gefundenes Fressen, wenn sich ein Politiker der anderen Partei (unfreiwillig) blamiert.
Hier ein Beispiel:  
Januar 2011: Ausgerechnet der Sohn eines erzkonservativen Ministers präsentiert sich auf YouTube als "Pornogangster-Rapper", so taufte ihn die jedenfalls die Presse.
Selbst wenn man es schafft, dass Youtube die Peinlichkeit aus dem Netz nimmt, tauchen mit Sicherheit Kopien an anderer Stelle wieder auf.
Dazu zahlreiche Kommentare und Berichte auf Webseiten von Nachrichtenangeboten und Zeitungen.
Eine Internetseite sperren oder löschen zu lassen ist aufwendig oder gar unmöglich. Man kann nichts rückgängig machen. Das Internet vergisst nichts.
Im Beispiel fand man sogar u.a. auf einem arabischen (!) Server ein Video mit dem Bild des Vaters und dem Rapp-Song des Sohnes im Hintergrund. 
Dazu Kommentare wie "Dies steht allerdings im Wiederspruch zu den moralischen Grundsätzen der [Partei]".

Nur ein paar Wochen später erklärte der Bundesminister der Verteidigung, Mitglied der gleichen Partei, am 1. März 2011 den Rücktritt von allen politischen Ämtern. Ihm konnte mit Hilfe des Internets nachgewiesen werden, dass seine Doktorarbeit ein Plagiat ist. Ohne Angaben der Quellen wurden beim Erstellen dieser Arbeit Passagen anderer Autoren im erheblichen Umfang einkopiert. Ebenfalls mit Hilfe des Internets.
 

... und natürlich der Privatmann.
Viele stellen ihre eigene Homepage ins Internet. Dazu muss man nicht unbedingt Computerfreak sein (siehe Homepage erstellen). Dass eigene Inhalte international zugänglich sind, ist schon beeindruckend. wie Wie die Telefonnummer gehören auch E-Mail-Adresse und Adresse der Homepage auf die Visitenkarte.
Viele veröffentlichen die Ergebnisse ihrer Hobbys oder Sammelleidenschaft oder schaffen Foren zu einem bestimmten Thema. Weiterhin findet man Tipps für alle möglichen Lebenslagen, Sammlungen von Links zu bestimmten Themenbereichen, Preislisten, Tipps- und Tricks u.v.a. mehr.
Bilder von sich und der Familie können auch vom Onkel in Amerika angesehen werden.
Die Bandbreite der Qualität der Inhalte geht von banal bis hochinteressant, von dilettantisch bis professionell.
Einige haben auch den Hang, sich zu profilieren oder (unfreiwillig) zu blamieren.

Städte und Gemeinden haben natürlich auch das Anliegen, ihren Ort zu präsentieren. Einige bieten ihren Einwohnern Informationen und Serviceleistungen. Kurstädte oder Fremdenverkehrsorte können auf sich aufmerksam machen. Hinter einem Server mit dem Namen einer Stadt können natürlich auch kommerzielle Anbieter stehen.
Beispiel: http://www.berlin.de im Vergleich zu http://www.berlin.com (Stand 2011-01).
Da sich keiner freiwillig seitenweise Werbung ansieht, muss dem Informationssuchenden etwas geboten werden. Dies könnten aktuelle Veranstaltungskalender, Kleinanzeigenseiten, Stadtpläne, Informationen aus dem Rathaus, Befragungen, Gewinnspiele etc. sein.

Die beliebten "Sozialen Netzwerke", kennen die ihre Mitglieder besser als alle anderen.
Diese Dienste finanzieren sich über Werbeeinnahmen.
Aus den Profilen ihrer Mitglieder (Alter, Geschlecht, Hobbies, Interessen, etc.) können sie für andere Firmen gezielte Informationen für Werbezwecke zur Verfügung stellen.
 

Leider auch Negatives wie Spammer die millionenfach Tag für Tag mit ihren Werbe-Mails die Postfächer von millionen Internet-Nutzern zumüllen.
Siehe Kurs-Seite "Spam-Mails" oder "Gefahren und Nepp im Internet".
Außerdem, als zweite Geisel des Internets, die Lawinen von virenverseuchten E-Mails. Siehe Kurs-Seite Schutz vor Viren.
 

Universitäten stellen Forschungsergebnisse, wissenschaftliche Daten, Projekte, Kontaktadressen etc. im Internet bereit. Die Daten können so weltweit abgerufen werden. Oft kann auch auf Ergebnisse anderer zurückgegriffen werden, d.h. das Rad muss nicht nochmal erfunden (d.h. erforscht) werden.
 

... und dann gibt es noch Leute, die sich Nächte um die Ohren hauen, um solche Kurse wie diesen in die Welt zu setzen, in der stillen Hoffnung, dass es andere interessieren könnte.   ;-)


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